• 30.06.2026, 12:55:34
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UNOS: Vorarlberg zeigt, dass moderne Öffnungszeiten möglich sind, jetzt braucht es eine bundesweite Reform

Bernhard: Schluss mit dem Öffnungszeiten-Fleckerlteppich – Betriebe brauchen mehr Freiheit statt immer neuer Ausnahmeregelungen

Michael Bernhard, UNOS Bundessprecher
Wien (OTS) - 

Die von der Vorarlberger Landesregierung geplante Lockerung der Sonntagsöffnung für kleine Nahversorger ist aus Sicht von UNOS – Unternehmerisches Österreich ein Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig zeigt die neue Regelung, wie dringend eine bundesweite Modernisierung des Öffnungszeitengesetzes notwendig ist.

„Seit Jahren fordern wir UNOS flexiblere Öffnungszeiten, weil die bestehenden Regelungen weder den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden noch den Möglichkeiten moderner Geschäftsmodelle entsprechen. Die Vorarlberger Lösung zeigt, dass Bewegung möglich ist“, sagt UNOS Bundessprecher Michael Bernhard.

Moderne Nahversorgung braucht moderne Regeln

Gerade digitale und hybride Nahversorgungskonzepte würden zeigen, dass sich Handel und Digitalisierung sinnvoll verbinden lassen. Selbstbedienungslösungen ermöglichen längere Öffnungszeiten, ohne zusätzliches Personal einsetzen zu müssen. Das stärke die Nahversorgung im ländlichen Raum und gebe Konsumentinnen und Konsumenten mehr Flexibilität im Alltag. Bernhard: „Wenn Nahversorger dank Digitalisierung ihre Geschäfte auch außerhalb klassischer Öffnungszeiten wirtschaftlich betreiben können, profitieren davon Unternehmerinnen und Unternehmer ebenso wie die Menschen vor Ort. Innovationen dürfen nicht an veralteten gesetzlichen Vorgaben scheitern.“

Christian Mathis, UNOS Landessprecher in Vorarlberg, ergänzt: „Vorarlberg zeigt, dass mehr unternehmerische Freiheit und eine bessere Nahversorgung kein Widerspruch sind. Jetzt gilt es, diesen Weg konsequent weiterzugehen und unnötige Einschränkungen abzubauen.“

Warum nur für manche Betriebe?

Gleichzeitig macht die Vorarlberger Regelung deutlich, wie kompliziert und kleinteilig das derzeitige Öffnungszeitenrecht geworden ist. Künftig soll die Sonntagsöffnung unter anderem davon abhängen, ob es in einer Gemeinde höchstens einen Lebensmittelhändler gibt. „Es ist erfreulich, dass Vorarlberg mehr unternehmerische Freiheit ermöglicht. Warum diese Möglichkeit aber nur dort gelten soll, wo es höchstens einen Nahversorger gibt, bleibt schwer nachvollziehbar. Gute Ideen sollten nicht an Gemeindegrenzen oder der Anzahl der Lebensmittelgeschäfte scheitern“, so Bernhard.

Schluss mit dem Öffnungszeiten-Fleckerlteppich

UNOS verweisen darauf, dass die aktuelle Rechtslage bereits heute zahlreiche Ausnahmen kennt, etwa für Tourismusgebiete, Tankstellen oder Hofläden. Dadurch sei über die Jahre ein kaum mehr nachvollziehbarer Flickenteppich entstanden. „Anstatt immer neue Sonderregelungen zu schaffen, braucht Österreich endlich ein modernes Öffnungszeitengesetz mit klaren und flexiblen Regeln. Unternehmerinnen und Unternehmer sollen grundsätzlich selbst entscheiden können, wann sie ihr Geschäft öffnen - selbstverständlich unter Einhaltung aller arbeitsrechtlichen Bestimmungen. Das stärkt den Wettbewerb, verbessert die Nahversorgung und gibt den Menschen mehr Freiheit, dann einzukaufen, wenn es in ihren Alltag passt“, fordert Bernhard.

UNOS - Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.

Rückfragen & Kontakt

UNOS - Unternehmerisches Österreich
Mag. Lena Nagl
Telefon: +4367683414446
E-Mail: [email protected]
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