- 24.06.2026, 13:10:32
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LH Mikl-Leitner eröffnet Space Factory im ESA Phi-Lab Austria
„Niederösterreich setzt den nächsten Meilenstein auf dem Weg zum international sichtbaren Zentrum für Raumfahrttechnologie“
Im Rahmen einer Pressekonferenz eröffnete heute, Mittwoch, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Flughafen-Vorstand Günther Ofner und Michael Moll, Geschäftsführer des ESA Phi-Lab Austria, die neue Space Factory im ESA Phi-Lab Austria am Flughafen Wien-Schwechat.
„Wir konzentrieren uns auf jene Felder, in denen wir besser sind als andere und in denen wir auch in herausfordernden Zeiten weiter wachsen können. Dazu zählt vor allem die Luft- und Raumfahrt“, betonte die Landeshauptfrau eingangs. Der Aufbau eines international sichtbaren Space-Ökosystems rund um den Flughafen Wien sei ein zentrales Vorhaben der Wirtschaftsstrategie 2030+. „Hier entsteht Schritt für Schritt ein Standort, der Forschung, Infrastruktur, Kapital und Unternehmertum miteinander verbindet“, so Mikl-Leitner.
Das ESA Phi-Lab Austria habe sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2024 zu einem zentralen Kompetenzzentrum für innovative Raumfahrttechnologien entwickelt. Bisher wurden neun Projekte unterstützt, mehr als 50 neue Arbeitsplätze geschaffen und rund 3,6 Millionen Euro an ESA Phi-Lab-Mitteln investiert. Der Standort sei eine Erfolgsgeschichte, „weil hier wissenschaftliche Exzellenz auf Unternehmergeist trifft und dadurch entsteht Innovation“, erklärte Mikl-Leitner. Mit der neuen Space Factory werde dieses Erfolgsmodell nun gezielt erweitert. „Denn gute Ideen allein reichen nicht. Aus guten Ideen müssen auch marktfähige Produkte werden“, hielt die Landeshauptfrau fest.
Die neue Einrichtung biete jungen Space-Tech-Unternehmen moderne Entwicklungs-, Prototyping- und Testmöglichkeiten – darunter 3D-Drucksysteme, Elektronik- und Entwicklungsarbeitsplätze, eine Klimakammer sowie einen Reinraum-Arbeitsplatz. „Mit dieser Space Factory setzen wir einen weiteren Baustein, um Projekte vom Prototypen zur Marktreife zu bringen. Damit stärken wir den Wirtschafts- und Innovationsstandort Niederösterreich und schaffen Arbeitsplätze für die Zukunft“, sagte Mikl-Leitner.
Besonders erfreulich sei auch, so die Landeshauptfrau, dass mehr als die Hälfte der Bewerbungen in der jüngsten Ausschreibungsrunde des ESA Phi-Lab Austria aus anderen ESA-Mitgliedstaaten stammten. Das zeige das internationale Interesse am Standort. Das Ziel sei klar, unterstrich Mikl-Leitner: „Der Space Hub am Vienna Airport soll zu einem international sichtbaren Innovationsstandort für Space-Tech-Unternehmen und Zentrum für Raumfahrttechnologie werden. Mit der heutigen Eröffnung der Space Factory setzen wir den nächsten Meilenstein.“
Flughafenvorstand Günther Ofner sprach von den optimalen Rahmenbedingungen, die der Flughafen zu einer erfolgreichen Entwicklung der Unternehmen am Standort beitragen könne: „Von der Verkehrsanbindung bis hin zum Ökosystem, das hier insgesamt wächst und sich entwickelt, in dem sich in vielen Bereichen einzelne Firmen und Akteure wesentlich befruchten können.“ Wirtschaftspolitisch sei es künftig vor allem wichtig, dass Österreich mehr in Unternehmensgründungen und wachsende wirtschaftliche Aktivität investiere. „Gerade im Segment der Weltraumwirtschaft haben wir gute Voraussetzungen, um hier aufzuholen“, zeigte sich Ofner überzeugt.
Michael Moll, Geschäftsführer des ESA Phi-Lab Austria, bedankte sich allen voran beim Team des ESA Phi-Lab, „das jeden Tag darum kämpft, dass aus allen Projekten erfolgreiche Unternehmen werden.“ Zur neu eröffneten Space Factory erklärte er: „Diese schafft einen einfachen Zugang zu professionellen Entwicklungs- und Testmöglichkeiten - so können Innovationen schneller umgesetzt und neue Kooperationen gefördert werden.“
Im Rahmen der Pressekonferenz stellten sich auch die drei neu am ESA Phi-Lab angesiedelten Unternehmen vor. Die Confident Space Technology GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Christoph Tscherne, entwickelt Sensoren für Satelliten, die kosmische Strahlung in Echtzeit messen und so frühzeitig vor technischen Ausfällen warnen können. Patrick Kappl stellte die Fontana GmbH vor, die ein innovatives Kamerasystem entwickelt, das die Verfügbarkeit und Qualität von Erdbeobachtungsbildern verbessern soll. Tenics, vertreten durch Vice President Product & Growth Florian Reger, entwickelt Software für die Steuerung und Überwachung von Satelliten. Zwar nicht am Standort angesiedelt, aber ebenfalls neu im ESA Phi-Lab Austria vertreten, ist die GG Group (Gebauer & Griller Kabelwerke GmbH), die Kabel und Kabelsysteme für Automobil-, Industrie- und Raumfahrtanwendungen entwickelt, erklärte Projektmanager Joseph Riegler.
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