- 24.06.2026, 09:58:32
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Österreichs IT-Sektor wächst doppelt so stark wie die Gesamtwirtschaft
Neue Studie zeigt: IT ist Schlüsselindustrie und Standortfaktor – Lippert, Helmenstein und Pröll betonen Bedeutung für Wertschöpfung und digitale Souveränität

Eine neue Branchenstudie des Fachverbands UBIT der Wirtschaftskammer Österreich und des Verbands Österreichischer Software Innovationen (VÖSI), durchgeführt von Economica unter der Leitung von Prof. Christian Helmenstein, zeigt die enorme wirtschaftliche Bedeutung des IT-Sektors. Mit 8,85 % Anteil an der gesamten Wertschöpfung und 322.513 Beschäftigten zählt die IT zu den stärksten Wachstumsmotoren Österreichs.
Prof. Helmenstein ordnet die Ergebnisse volkswirtschaftlich ein: „Die IT-Branche bildet das Rückgrat der digitalen Transformation. Der IT-Sektor im weiteren Sinn erwirtschaftet 40,5 Mrd. Euro an Bruttowertschöpfung – das sind 8,85 % der gesamten Wirtschaftsleistung.“ Bereits der Kernbereich der IT übertreffe mit 16,5 Mrd. Euro die direkte Wirtschaftsleistung der Energieversorgung.
Staatssekretär Alexander Pröll betonte die Bedeutung digitaler Investitionen: „Trotz Sparbudgets soll das Digitalisierungs-Buget für 2027 und 2028 signifikant erhöht werden: Wir wissen, wenn wir in Digitalisierung, Bildung und KI investieren, investieren wir in Wohlstand, Gleichstellung und regionale Entwicklung – und damit in den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich. Das Motto lautet: Sparen durch Digitalisierung, nicht an Digitalisierung.“
VÖSI-Präsidentin Doris Lippert betont die strategische Bedeutung der Branche: „Die Studie bestätigt, was wir im VÖSI seit Jahren beobachten: Österreichs IT-Branche ist ein zentraler Pfeiler unserer wirtschaftlichen Zukunft. Jeder Euro, der in IT fließt, erzeugt überdurchschnittliche Effekte – direkt, indirekt und induziert.“
Lippert sieht in den Ergebnissen einen klaren Auftrag an die Politik: „Österreich braucht eine aktive Standortpolitik, die digitale Souveränität stärkt, Fachkräfte sichert und Innovation beschleunigt. Digitale Souveränität ist kein Luxus, sie ist eine Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort Österreich.“
UBIT-IT-Sprecher Martin Puaschitz unterstreicht diesen Aspekt: „Österreichs IT ist ein zentraler Wertschöpfungsmotor, denn jeder elfte Euro in Österreich wird durch IT erwirtschaftet. Wer über digitale Transformation spricht, muss daher über Standortpolitik sprechen.“
VÖSI-Vizepräsident Peter Lieber hebt die Rolle der Software hervor: „Software ist heute weit mehr als eine eigene Branche. Sie ist die Innovationskraft hinter Industrie, Gesundheit, Energie und Verwaltung.“ Der Erfolg der Branche sei nicht selbstverständlich und erfordere aktives Handeln.
IT als Wohlstandsgarant
Die Studie zeigt, dass die IT-Branche nicht nur Technologie produziert, sondern Wertschöpfung, Sicherheit und digitale Handlungsfähigkeit schafft. Mit 14,7 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben trägt sie wesentlich zum öffentlichen Haushalt bei. Wien bleibt Hotspot: 50 % der IT-Wertschöpfung und 43 % der Beschäftigung entfallen auf die Bundeshauptstadt.
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