- 23.06.2026, 15:25:02
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„Round Table“ im Staatssekretariat für Verfassungsschutz zu extremistischem Frauenhass
Frauenfeindlichkeit, Hass und extremistische Radikalisierung bedrohen Sicherheit von Frauen und demokratische Teilhabe – Diskussion über wirksame Maßnahmen mit Expertinnen
Weltweit nehmen Hass, Drohungen, Beleidigungen und Radikalisierung im Internet zu – oftmals gezielt gegen Frauen. Mit dem technologischen Wandel entstehen zudem neue Formen der Gewalt wie Cyberstalking, Identitätsdiebstahl und frauenfeindliche Radikalisierung in sozialen Netzwerken. Gewaltverherrlichende Frauenfeindlichkeit und toxische Männlichkeit sind dabei keine Randerscheinungen mehr. In Online-Netzwerken der sogenannten „Manosphere“ werden frauenfeindliche Weltbilder verbreitet, Gleichberechtigung infrage gestellt und Gewalt gegen Frauen verharmlost. Diese Entwicklungen überschneiden sich zunehmend mit extremistischen Ideologien und Radikalisierungsprozessen.
„Diese Erscheinungen von zunehmender Gewaltbereitschaft gegenüber Frauen im Netz müssen insbesondere im Zusammenhang mit Extremismus als demokratiegefährdende Frauenfeindlichkeit rigoros bekämpft werden. Wer glaubt, Frauenhass und extremistische Frauenfeindlichkeit verbreiten zu müssen und unsere Demokratie damit angreift, der wird die volle Härte des Rechtsstaats zu spüren bekommen. Null Toleranz bei demokratiegefährdender Frauenfeindlichkeit und Frauenhass“, sagte Staatssekretär Jörg Leichtfried.
Besonders betroffen sind Frauen in öffentlichen Funktionen, etwa Journalistinnen, Künstlerinnen oder Politikerinnen. Gewalt- und Vergewaltigungsdrohungen dienen gezielt der Einschüchterung und stellen einen Angriff auf demokratische Teilhabe dar.
Mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen hat die Bundesregierung unter Federführung von Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner einen wichtigen Schritt gesetzt. Nun gilt es, Frauenfeindlichkeit und ihre Verbindungen zu extremistischer Radikalisierung konsequent zu analysieren, zu beobachten und mit wirksamen Maßnahmen zu bekämpfen.
Dazu fand am Dienstag, den 23. Juni 2026, ein Arbeitsgespräch zwischen dem Staatssekretariat für Verfassungsschutz und wichtigen renommierten Expertinnen aus den Bereichen der angewandten Forschung, der Zivilgesellschaft sowie der Direktion Staatschutz und Nachrichtendienst statt. Dabei waren Expertinnen aus unterschiedlichen Institutionen vertreten, die sich auch an der Erstellung eines entsprechenden umfassenden Bedrohungsbildes beteiligen. Dazu zählen das Bundesweite Netzwerk offene Jugendarbeit, die Bundesstelle für Sektenfragen, der Österreichische Gewerkschaftsbund – Frauen, das Dokumentationsarchiv Österreichischer Widerstand, die Dokumentationsstelle Politischer Islam, Cenor, das Institut für Konfliktforschung, das Netzwerk Frauenberatung, der Dachverband Frauen- und Mädchenberatung und die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst.
Rückfragen & Kontakt
Staatssekretariat im Bundesministerium für Inneres
Sarah Bimingstorfer, MA
Telefon: +43 664 887 36714
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