• 23.06.2026, 15:21:02
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Rechnungsabschluss 2025: Wien baut Kultur- und Wissenschaftsstadt weiter aus

Kaup-Hasler: „Wien stärkt Kultur und Wissenschaft mit neuen Räumen und dezentraler Teilhabe“

Wien (OTS) - 

In der heutigen Spezialdebatte zum Rechnungsabschluss 2025 rückte Wiens Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler die zentrale Aufgabe von Kulturpolitik in einer wachsenden Stadt in den Mittelpunkt: Räume zu schaffen. Veronica Kaup-Hasler: „Kulturpolitik heißt, Orte zu ermöglichen: für Begegnung, für künstlerische Arbeit, für Kinder und Jugendliche, für neue Perspektiven – dabei steht leistbarer Zugang und künstlerische Qualität auf höchstem Niveau im Vordergrund.“

Das Jahr 2025 war von der Umsetzung wesentlicher Maßnahmen des Projekts „Care and Repair“, das in der Wiener Kulturstrategie 2030 verankert ist, geprägt: Die Wiener Kulturlandschaft wurde in den vergangenen acht Jahren Schritt für Schritt an die Bedürfnisse einer europäischen Zwei-Millionen-Stadt angepasst – durch Sanierungen, die Herstellung gesunder und attraktiver Infrastruktur für Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen und durch die Ermöglichung von leistbarem Zugang zu zeitgemäßen Angeboten.

Das Kultur- und Wissenschaftsbudget der Stadt Wien betrug 2025 rund 336 Millionen Euro, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. „Mit diesen Mitteln fördern wir Kultur und Wissenschaft – und zugleich Bildung, demokratische Auseinandersetzung und den Ausbau einer Stadt auf der Höhe der Zeit“, betonte Wiens Kultur- und Wissenschaftsstadträtin.

Neue Räume für Publikum und Vielfalt

Wien wächst – und mit der Stadt wächst auch der Bedarf an kulturellen Räumen. Nachdem das von der Stadt Wien grundsanierte WUK wiedereröffnet und als wichtiger Ort der Freien Szene zukunftsfit gemacht wurde, setzte Wien 2025 den Ausbau kultureller Infrastruktur fort – unter anderem mit einem neuen öffentlichen Ort für Fotografie, Bildkompetenz und Vermittlung. Das FOTO ARSENAL wurde im März eröffnet und hat eine zentrale Lücke in Wiens kultureller Infrastruktur geschlossen. Auf rund 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche widmet sich das neue Haus der gesamten Bandbreite der Fotografie – von jungen Talenten über unentdeckte Positionen bis zu international renommierten Künstler*innen. Zugleich ist das FOTO ARSENAL ein neuer Ort für Bild- und Medienkompetenz an der Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Fotografie.
„In einer Zeit, in der Bilder unsere Wahrnehmung der Welt prägen und durch KI Realität verzerrt werden kann, braucht es Orte, an denen wir lernen, diese zu verstehen und einzuordnen“, so Stadträtin Kaup-Hasler.

Solche Räume sind in einer vielfältigen Stadt auch Orte der Sichtbarkeit und Auseinandersetzung. MEZEKERE eröffnete im ehemaligen Sophienspital in Wien-Neubau als Kunst- und Begegnungsraum für globale, diasporische und transnationale künstlerische Praktiken.
QWIEN bezog 2025 seinen neuen Standort in der Ramperstorffergasse und erhielt damit deutlich erweiterte Möglichkeiten für Archiv, Bibliothek, Forschung, Ausstellungen und Vermittlung. Auf rund 900 Quadratmetern wird queere Geschichte als Teil des historischen Gedächtnisses und der demokratischen Gegenwart dieser Stadt sichtbar.

Arbeitsräume für künstlerische Produktion

Wiens Kunst- und Kulturförderung zielt auf Vielfalt und künstlerische Qualität auf höchstem Niveau. Dafür braucht es auch verlässliche Bedingungen für künstlerische Arbeit. Mit dem Atelierhaus Wien wurde 2025 ein weiterer zentraler Baustein für künstlerische Produktion auf den Weg gebracht – anschließend an die Raumoffensive der vergangenen Jahre, von Probe- und Arbeitsräumen für die Freie Tanz-, Performance- und Musiktheaterszene bis zur Sanierung bestehender Kulturorte. Nach dem Spatenstich im Dezember 2025 wird im denkmalgeschützten Pavillon 18 des Otto-Wagner-Areals ab 2027 ein barrierefreies Raumangebot für in Wien lebende Künstler*innen geschaffen. Auf 3.500 Quadratmetern werden professionelle Atelier- und Arbeitsräume, Werkstätten, Sound-Art-Studios, Präsentationsflächen sowie Residencies Platz finden. Das Atelierhaus Wien steht damit für eine Kulturpolitik, die nicht nur Sichtbarkeit ermöglicht, sondern Produktion absichert.

Leistbarer Zugang und kulturelle Teilhabe

Kulturelle Bildung fördert Kreativität, Ausdrucksfähigkeit und Empathie, stärkt aber auch sozialen Zusammenhalt, Chancengleichheit und demokratisches Bewusstsein. Im Jahr 2025 startete das JUNGE THEATER WIEN in seine erste reguläre Saison. Unter dem Motto „Wo du aufwächst, ist deine Kultur zuhause“ bringt das innerstädtische Touringsystem Kunst und Kultur in die fünf Bezirke Floridsdorf, Donaustadt, Favoriten, Simmering und Liesing, wo rund 54 Prozent der jungen Bevölkerung leben.
So werden bestehende Produktionen einem neuen Publikum zugänglich gemacht und bevölkerungsstarke Bezirke mit hochqualitativer Kultur versorgt. Die Stadt Wien führt damit den Weg konsequent weiter, den die Stadt mit Kulturankerzentren, kostenlosen Kulturangeboten und dem freien Eintritt in die Dauerausstellung des Wien Museums eingeschlagen hat: leistbaren Zugang und kulturelle Teilhabe.

Kulturelles Erbe in der Gegenwart

Mit „Johann Strauss 2025 Wien“ wurde kulturelles Erbe in die Gegenwart geholt: Rund 400.000 Besucher*innen, 404 Aufführungen, 80 Projekte und Spielorte in allen 23 Bezirken zeigen die Reichweite des Jubiläumsjahres. Zugleich war es ein Motor für künstlerische Arbeit in der Stadt, indem Produktionen, Kooperationen und neue Vorhaben ermöglicht wurden. Über das Festjahr hinaus wirkt dieser Impuls wissenschaftlich weiter: Gemeinsam mit der mdw, der MUK, der Universität Wien, der ÖAW und dem Wiener Institut für Strauss-Forschung wurde eine Forschungsplattform gegründet, die Wiens einzigartiges Erbe rund um Strauss sowie die Wiener Operetten-, Tanz- und Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich erschließen und dieses Themenfeld für eine neue Generation von Wissenschaftler*innen öffnen soll.

Wissenschaft mit gesellschaftlicher Verantwortung

2025 wurde aus Wiens wissenschaftspolitischem Anspruch eine internationale Bühne für die Frage, wie technologische Entwicklung demokratisch gestaltet werden kann: Die erste internationale Digital Humanism Conference machte Wien zum Treffpunkt für führende Stimmen aus Wissenschaft, Technologie, Politik und Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt stand, wie Künstliche Intelligenz, Plattformen und digitale Technologien so gestaltet werden können, dass Demokratie, Menschenrechte und Gemeinwohl gestärkt werden.

Mit dem Ludwig Boltzmann Institute for Science Outreach and Pandemic Preparedness wurde Spitzenforschung mit Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge verbunden. Unter der Leitung von Univ.-Prof. Florian Krammer verbindet das Institut Forschung zur Überwachung und Charakterisierung von Viren mit Community Science und evidenzbasierter Wissenschaftsbildung. Ziel ist es, Gesundheitsrisiken früher zu erkennen und zugleich Vertrauen in wissenschaftliche Prozesse zu stärken.

Veronica Kaup-Hasler abschließend: „2025 zeigt: Wien hat an der kulturellen und wissenschaftlichen Infrastruktur einer wachsenden Stadt weitergebaut. Genau das ist die Grundlage dafür, dass Vielfalt, Zugang und Teilhabe sowie Exzellenz auch in Zukunft die Kultur und Wissenschaft in Wien definieren. Wien bleibt eine Stadt, in der Kultur das gemeinsame Leben prägt.“

Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsbericht 2025

Der jährlich von der MA 7 veröffentlichte Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsbericht gibt einen transparenten Einblick in die Verteilung der vorhandenen Fördermittel und die kulturelle, künstlerische und wissenschaftliche Tätigkeit der Stadt Wien. Der Bericht für das Jahr 2025 steht – barrierefreie lesbar – ab Ende Juni in der Wienbibliothek Digital online zur Ansicht sowie auf der Website der Kulturabteilung (MA 7) zum Download bereit.

Rückfragen & Kontakt

Isabella Cseri
Mediensprecherin StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler
Telefon: +43 1 4000-81169
E-Mail: [email protected]

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