- 23.06.2026, 13:30:34
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FW-Langthaler: ÖVP-Wirtschaftskammer predigt Sparen - kassiert jedoch bei Ü60-Mitarbeitern wieder mit!
Wer längeres Arbeiten fordert, darf ältere Arbeitnehmer nicht durch neue Lohnnebenkosten verteuern!
Die Freiheitliche Wirtschaft kritisiert die geplanten Änderungen im Budgetbegleitgesetz 2027/2028 scharf. Während die Bundesregierung die Senkung des Dienstgeberbeitrags von 3,7 auf 2,7 Prozent als Entlastung verkauft, soll gleichzeitig die bisherige Befreiung für über 60-jährige Dienstnehmer entfallen.
Damit droht auch die Grundlage für die KU2, also den Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag, wieder ausgeweitet zu werden. Aktuell gilt: Für Personen über 60 Jahre ist kein DZ/KU2 zu entrichten. Künftig könnten damit ausgerechnet jene Betriebe stärker belastet werden, die ältere, erfahrene Mitarbeiter weiterbeschäftigen.
Für die Freiheitliche Wirtschaft ist das der nächste Rechentrick auf Kosten der Unternehmer. Einerseits wird längeres Arbeiten gefordert, andererseits wird die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer wieder verteuert. Gleichzeitig predigt die ÖVP-Wirtschaftskammer den Betrieben Sparsamkeit und Effizienz – während sie selbst über zusätzliche Umlagen mitprofitieren würde.
Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, Pensionsdruck und steigenden Kosten braucht es Anreize für längeres Arbeiten und nicht neue Belastungen. Wer Erfahrung im Betrieb hält, Fachwissen sichert und Verantwortung übernimmt, darf nicht bestraft werden.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher, die Befreiung für Arbeitnehmer über 60 beizubehalten – sowohl beim Dienstgeberbeitrag als auch bei allen daran anknüpfenden Umlagen.
„Es reicht. Wer längeres Arbeiten fordert, darf ältere Arbeitnehmer nicht künstlich verteuern. Wenn die ÖVP-Wirtschaftskammer Unternehmern Sparsamkeit predigt, darf sie nicht gleichzeitig über zusätzliche Umlagen von genau diesen Betrieben mitprofitieren. Leistung muss sich wieder lohnen und Erfahrung darf nicht zur neuen Kostenstelle werden“, so FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler abschließend.
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