- 22.06.2026, 14:01:02
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IV: Erste richtige Impulse für mehr Kooperation und Flexibilität im Hochschulsystem
Industrie begrüßt Wissenschaftsregionen und Teilzeitstudium, warnt jedoch vor Rückschritten in der Governance der Universitäten und fordert Fortsetzung der Hochschulstrategie 2040
Die Industriellenvereinigung (IV) bewertet die heute von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner präsentierten Weichenstellungen für die Hochschulen grundsätzlich positiv. Insbesondere die geplante Einführung von Wissenschaftsregionen sowie eines flexibleren Teilzeitstudiums sind wichtige Schritte in Richtung eines modernen, leistungsfähigen Hochschulsystems. „Die angekündigten Wissenschaftsregionen sind ein längst überfälliger Schritt: Österreich braucht stärker abgestimmte, praxisnahe Studienangebote, die auf Kooperation statt Parallelstrukturen setzen. Der Grundsatz ‚Ein Standort – ein Studium‘ schafft mehr Effizienz, klare Profile und bessere Rahmenbedingungen für Studierende und den Arbeitsmarkt“, betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. „Auch die Einführung eines Teilzeitstudiums ist zentral, um flexiblere Bildungswege zu ermöglichen und Studienabschlüsse zu beschleunigen – gerade für berufstätige Studierende.“
Die Industriellenvereinigung unterstützt insbesondere den Ansatz, Hochschulen über institutionelle Grenzen hinweg stärker zu vernetzen und bestehende Kooperationen auszubauen. Gemeinsame Studienangebote und Infrastruktur können dazu beitragen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu erhöhen und Ressourcen zielgerichteter einzusetzen. Gleichzeitig sind schlankere Leistungsvereinbarungen ein sinnvoller Beitrag zur Entbürokratisierung.
Bedenken bei Governance-Reform: Schwächung der Universitätsräte vermeiden
Kritisch beurteilt die IV hingegen die geplanten Änderungen in der universitären Governance. „Eine Verschiebung der strategischen Kompetenzen zugunsten der Senate und zulasten der Universitätsräte sehen wir mit Skepsis. Gerade die Universitätsräte sichern heute eine notwendige Außenperspektive, strategische Steuerung und internationale Anschlussfähigkeit der Hochschulen. Diese Balance sollte nicht leichtfertig verändert werden“, so Neumayer.
Prozess der Hochschulstrategie 2040 muss wieder an Fahrt aufnehmen
Abschließend fordert die IV, den Reformprozess mit Nachdruck voranzutreiben: „Die Hochschulstrategie 2040 muss jetzt rasch wieder an Fahrt aufnehmen. Nur mit klaren Prioritäten, konsequenter Umsetzung und einem stärkeren Fokus auf Exzellenz, Zusammenarbeit sowie Wissens- und Technologietransfer kann der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig gestärkt werden“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer abschließend.
Weitere Informationen unter: https://beste-bildung.at/hochschulen/
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