- 22.06.2026, 13:17:02
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Josef Taucher (SPÖ): Wir haben das Rote Wien aufgebaut, wir werden es verteidigen und in die Zukunft führen.
Konsolidieren bedeutet Investieren: Der Rechnungsabschluss der Stadt Wien ist ein Balanceakt.
„Wir bewegen uns in herausfordernden Zeiten. Geopolitische Konflikte, Kriege und Krisen erschüttern die Energiemärkte und führen zu Preissteigerungen. Das Ergebnis sind steigende Inflation, eine stagnierende Wirtschaft und explodierende Personalkosten. Wir in Wien stellen uns den Herausforderungen unserer Zeit und begegnen ihnen mit gezielten Standortinvestitionen und einer aktiven Beschäftigungspolitik. Der Rechnungsabschluss der Stadt Wien für das Jahr 2025 ist ein Balanceakt. Wien verbindet solide Finanzierung, soziale Verantwortung und Investitionen in eine starke Zukunft – ohne Abstriche bei den Kernleistungen, die das Rückgrat dieser Stadt bilden“, sagt Josef Taucher, SPÖ-Klubvorsitzender im Rahmen der Generaldebatte zum Rechnungsabschluss der Stadt Wien.
„Wien ist der Wirtschaftsmotor Österreichs. Die Maßnahmen, die Wien setzt, wirken sich positiv auf den Wirtschaftsstandort aus“, so Taucher weiter. Während österreichweit das Wirtschaftswachstum bei rund plus 0,6 % liegt, verzeichnet die Bundeshauptstadt ein Plus von 1 %. Für heuer erwartet das WIFO für Wien ein Wachstum von plus 1,2 %. Laut Taucher ist dieser Erfolg das Resultat einer vorausschauenden Budgetpolitik: „Konsolidieren heißt Investieren. Es gelingt uns, das ursprünglich prognostizierte Defizit deutlich zu reduzieren und gleichzeitig kraftvoll in die Zukunft zu investieren. Wir investieren weiter in die Daseinsvorsorge, die Infrastruktur und den Wirtschaftsstandort Wien und zeigen damit, dass der eingeschlagene Wiener Weg der Konsolidierung wirkt.“
Kritik übt Taucher sowohl an der ehemaligen türkis-grünen als auch türkis-blauen Bundesregierung: „Die ehemalige türkis-grüne Bundesregierung hat die Teuerung einfach durchrauschen lassen und damit auch das Wirtschaftswachstum in Österreich abgewürgt. Nach dem Motto ‚koste es, was es wolle‘ haben ÖVP und GRÜNE das Geld beim Fenster rausgeworfen, ohne Gegenfinanzierungsmaßnahmen zu setzen. Auch die Patientenmilliarde, die von der damaligen ÖVP- und FPÖ-Regierung eingeführt wurde, verursachte Millionen-Mehrkosten, anstatt, wie versprochen, Einsparungen zu bringen. Diese von der FPÖ, ÖVP und den GRÜNEN verschleuderten Finanzmittel fehlen jetzt den Städten und Bundesländern – und damit den Österreicher*innen.“
Wien bleibt wirtschaftlich stark, sozial gerecht und zukunftsorientiert.
Investitionen in Gesundheit, Soziales, Bildung und Kinderbetreuung sorgen dafür, dass Wien heute und in Zukunft eine sozial gerechte Stadt für alle bleibt.
Wien ist Innovations- und Forschungsstandort
In den Bereichen Life Sciences, Forschung und Entwicklung sowie IKT (Informations- und Kommunikationstechnik) steht Wien besonders gut da. Besonders der Bereich Life Sciences hat mit 22,7 Mrd. Euro Umsatz und mehr als 49.000 Beschäftigten stark zugenommen.
Wien ist Tourismus- und Kongressstadt
„Wien ist und bleibt Tourismus- und Kongressstadt“, betont Taucher. 2025 verzeichnete die Bundeshauptstadt rund 20 Mio. Nächtigungen, 83 % der Gäste kamen aus dem Ausland. Der Wiener Kongresstourismus erzeugte 2025 rund 1,48 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung und stand insgesamt mit 19.300 Beschäftigungsverhältnissen bzw. 16.020 Vollzeitäquivalenten in ganz Österreich in Verbindung. „Wiens Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor für Österreich. Wiens Gäste kaufen nicht nur Eintrittskarten für Oper, Theater oder Musical, sie gehen zum Friseur, ins Restaurant und ins Kaffeehaus und sorgen damit für Wertschöpfung und einen prosperierenden Wirtschaftsstandort“, so Taucher. Für 2026 sind mehr als 60 Kongresse avisiert, darunter unter anderem der European Congress of Radiology, die European Geosciences Union oder auch die European Academy of Dermatology and Venereology.
Mehr als 200 neue internationale Unternehmen
Beeindruckend sind auch die Zahlen internationaler Unternehmensansiedlungen. 2025 haben sich 224 internationale Unternehmen aus 49 Ländern in Wien angesiedelt. Von den Betrieben wurden insgesamt 525 Mio. Euro investiert und 1.682 Arbeitsplätze geschaffen. Ein Drittel aller Headquarter in Österreich sind in Wien. Insgesamt verzeichnete die Bundeshauptstadt im vergangenen Jahr 578 Unternehmenshauptsitze – das sind 33,5 % aller Headquarter in Österreich – davon sind 189 internationale Konzerne, was 41,4 % aller internationalen Headquarters in Österreich entspricht. „Darum geht es in Wien. Wir brauchen starke Partner, die starke Jobs schaffen“, so der SPÖ-Klubvorsitzende in seiner Rede.
Unternehmensneugründungen
Auch bei den Unternehmungsgründungen hat Wien die Nase vorn und performt stärker als Österreich. Im Jahresvergleich 2025 haben die Unternehmensneugründungen in Wien (+9,2 %) stärker zugenommen als in Österreich (+7,7 %). Rund ein Viertel der Neugründungen entfiel auf Wien (10.995 von 44.072 Unternehmensneugründungen).
Wien hat höchsten Beschäftigungsanstieg
2025 stieg die Beschäftigung in Wien um plus 1,1 % während sie in Österreich bei plus 0,2 % stagnierte. Für das Jahr 2026 prognostiziert das WIFO einen Anstieg von plus 0,9 % in Wien und plus 0,5 % in Österreich. Wien hatte 2023, 2024 und 2025 den höchsten Beschäftigungsanstieg aller Bundesländer. Die Bundeshauptstadt wuchs in diesem Zeitraum jährlich zwischen 1 bis 2 %, während Österreich größtenteils unter 1 % lag. „In den letzten zehn Jahren ist die Beschäftigungsquote in Wien um 132.000 Menschen gestiegen. Wir haben heute den höchsten Beschäftigungsstand, den Wien je hatte“, betont Taucher.
Massive Kritik übt Taucher in diesem Zusammenhang an der FPÖ: „Sie hetzen gegen Migrant*innen, machen Stimmung gegen Menschenrechtsvereine und blockieren bei Integrationsmaßnahmen. Ich möchte die FPÖ aber eines fragen? Wer sind denn die Menschen, die früh morgens auf den Märkten stehen und uns mit frischem Obst und Gemüse versorgen? Wer sind die Menschen, die in der Pflege und auf den Baustellen arbeiten? Gegen diese Menschen ist die FPÖ. Die FPÖ fordert Integrationsmaßnahmen, stimmt aber dagegen, so wie beim Jugendcollege. Das Jugendcollege ist ein Projekt, das in Österreich höchst erfolgreich ist, und junge geflüchtete Menschen mit einer Erfolgsquote von 50 % in den Arbeitsmarkt integriert und damit ein selbstfinanziertes und selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Es geht um Menschen, das sei der FPÖ ins Stammbuch geschrieben.“
Wien treibt die Energietransformation voran
Wien weist laut WIFO bei vielen ökologischen Kennzahlen aufgrund der urbanen Strukturen die besten Werte aller Bundesländer auf. So ist der energetische Endverbrauch sowohl pro beschäftigter Person als auch pro Kopf in Wien nur etwa halb so hoch als in Österreich. Auch ging der energetische Endverbrauch pro beschäftigter Person seit 2013 fast doppelt so stark zurück als in Österreich. „Mit den Wiener Stadtwerken investieren wir massiv in die Energietransformation der Stadt. Wien treibt den Ausbau der Erneuerbaren Energien konsequent voran, um eine unabhängige, sichere und leistbare Energieversorgung für die Wienerinnen und Wiener sicherstellen zu können“, so Taucher.
WAFF: Drehscheibe für berufliche Entwicklung
Seit seiner Gründung im Juni 1995 hat der WAFF rund 700.000 Wiener*innen bei ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt. Mehr als 1,4 Mrd. Euro wurden in Aus- und Weiterbildung investiert. Diese Zahlen zeigen: „Wien ist die Stadt der Chancen. Durch die Förderung des WAFF können ganz gezielt Aus- und Weiterbildungsprogramme für Frauen, Jugendliche und ältere Menschen angeboten werden. Das wiederum unterstützt die Teilnehmer*innen dabei, sich ihre eigene selbstbestimmte und selbstfinanzierte Zukunft zu bauen.“
Wien ist die Stadt der Frauen
"Wien ist die Stadt der Frauen. Wien hat nicht nur den niedrigsten Gender Pay Gap aller Bundesländer, sondern investiert kontinuierlich in die Förderung von Frauen." 14 Mio. Euro hat die Stadt Wien durch die Unterstützung des WAFF in die Förderung von Frauen investiert. Dazu gehören bspw. die Frauenstiftung Wien oder das Programm “FRECH – Frauen ergreifen Chancen”.
Klimaschutz & Klimawandelanpassung
Wien investiert massiv in Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen. Für Taucher ist klar: „Es geht um Menschenpolitik, damit die Wiener*innen ein gutes Leben in dieser Stadt führen können."
"Für ein gutes Leben braucht es auch die Kreislaufwirtschaft", sagt Taucher weiter. Damit schonen wir wertvolle Ressourcen, schaffen und sichern Arbeitsplätze und kurbeln die Wirtschaft an.“
„Wir haben das Rote Wien aufgebaut, wir werden es verteidigen und in die Zukunft führen. Denn wir sind die Arbeiter*innen von Wien“, so Taucher abschließend.
Rückfragen & Kontakt
SPÖ Wien Rathausklub
Mag.a Daniela Mantarliewa
Pressesprecherin des Klubvorsitzenden
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