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ProSiebenSat.1 CEO Marco Giordani bei „Breaking Media“ | Dienstag, um 23:15 Uhr auf JOYN & PULS 4

Unter anderem Themen des Interviews: MFE-Mehrheitsübernahme, Zukunft von TV oder Wichtigkeit von Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen & privaten Medien am Markt.

Wien (OTS) - 

Fernsehunternehmen in ganz Europa stehen vor der Frage: Wie erreicht man künftig das Publikum? Wie schafft man journalistische Angebote, die auch bei jüngeren Menschen ankommen? Am Dienstag spricht dazu Moderatorin Gundula Geiginger mit dem CEO von ProSiebenSat.1, Marco Giordani, in einer neuen Folge von „Breaking Media“, um 23:15 Uhr auf JOYN & PULS 4.

Im September 2025 wurden 75 Prozent des deutschen Medien-Konzerns ProSiebenSat.1 – Mutterkonzern der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe in Österreich – von der italienischen MediaForEurope-Holding (MFE) übernommen. Die Bedenken in Bezug auf die Mehrheitsübernahme sind auch auf den Namen ihres Besitzers zurückzuführen: Berlusconi. Dazu meint Marco Giordani, Group CEO ProSiebenSat.1 Media SE: „Bei der MFE-Gruppe sind die Inhalte der einzelnen Ländergesellschaften unabhängig. In Spanien kümmern sich spanische Teams um spanische Inhalte. In Italien sind es natürlich italienische Teams und in Deutschland kümmern sich deutsche Teams um deutsche Inhalte. Und natürlich haben wir auch österreichische Manager, die sich um Österreich kümmern. Ich kann verstehen, dass man beim Lesen der Zeitungen einen anderen Eindruck bekommt. Aber das stimmt nicht.

Der Mediensektor sei stark von großen US-Konzernen dominiert. Die Standorte Österreich, Deutschland und die Schweiz seien Teil der MFE-Strategie, um ein starkes europäisches Medienunternehmen zu formen und eine Alternative zu den Tech-Giganten zu bieten. Zu den Änderungen für den österreichischen Medienmarkt durch die europäische Strategie sagt Giordani: „In Bezug auf die Inhalte wird es zu keinen Änderungen kommen. Die Situation wird sich insofern ändern, als dass lokale Akteure, wenn sie sich nicht zusammenschließen, wahrscheinlich mit Umsatzeinbußen und damit geringeren Investitionen in Inhalte konfrontiert sein werden. Durch eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene in den Bereichen Technologie, Daten und Werbung haben wir finanzielle Mittel zur Verfügung, um in Inhalte zu investieren.“

Der Fokus soll vor allem auf lokalem Content liegen: „Wir stehen vor der Herausforderung, alle Zuschauer und Nutzer erreichen zu wollen, daher bleiben Inhalte entscheidend. Es liegt an uns, alle Inhalte so zu gestalten, wie Menschen sie konsumieren wollen.“ Denn: „Ich bin davon überzeugt, dass die Stärke unserer Gruppen die lokalen Inhalte für lokale Menschen sind. Das ist unser großer Wettbewerbsvorteil gegenüber den Tech-Giganten. [...]

Dazu zählt auch der Bereich Public Value und News. Die Wichtigkeit dieser Segmente unterstreicht Giordani: „News bieten nicht nur einen öffentlichen Mehrwert, den wir bieten wollen. [...] Nachrichten sind sehr wichtig, um die Menschen einzubinden, ihre Loyalität zu gewinnen und sie für unsere Kanäle zu gewinnen.“ Dazu sagt er, müssten sich Nachrichten klar ändern: „Meiner Meinung nach wird künstliche Intelligenz Nachrichten stärker beeinflussen als andere Inhalte. Deshalb müssen wir Nachrichten stärker einordnen, kommentieren und interpretieren, anstatt einfach nur zu erzählen.“

Das Interview gibt es am Dienstag um 23:15 Uhr in einer neuen Folge von „Breaking Media“ auf JOYN & PULS 4

Rückfragen & Kontakt

ProSiebenSat.1 PULS 4
Stephanie Woloch
E-Mail: [email protected]

Lukas Strecker:
E-Mail: [email protected]

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