- 22.06.2026, 10:14:32
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Inklusive Spielräume bei der Waldschule Wiener Neustadt eröffnet
LR Teschl-Hofmeister: Demokratiebildendes und inklusives Projekt für Kinder aus drei Schultypen
Die Familienland Niederösterreich GmbH unterstützt mit ihrem Team die Gemeinden und Städte bei der Gestaltung von Spielplätzen und Schulfreiräumen. Mit dem Beratungsprogramm „Schulhöfe und Spielplätze in Bewegung“ wird auf die Einbindung aller Interessengruppen gesetzt und die Entwicklung naturnaher, bedürfnisgerechter und inklusiver Spielräume gefördert. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden heute an der Waldschule in Wiener Neustadt die Bedeutung, die Merkmale und der Nutzen inklusiver Spielräume vorgestellt und am konkreten Beispiel erläutert. Im Anschluss daran erfolgte die feierliche Eröffnung des neuen Schulfreiraums. Die Waldschule vereint drei Schultypen unter einem Dach: die Landessonderschule, die Volksschule und die Mittelschule Föhrenwald.
„Dieser neue Schulfreiraum beziehungsweise Spielplatz ist ein demokratiebildendes und inklusives Projekt, bei dem die Mitbestimmung und Mitgestaltung durch die Kinder einen zentralen Stellenwert einnehmen“, sagte Teschl-Hofmeister, die auch betonte, gut geplante Schulfreiräume und Spielplätze seien weit mehr als Orte zum Spielen und Lernen – sie seien wichtige Begegnungsräume für das gesellschaftliche Miteinander. „In den vergangenen zehn Jahren konnten wir gemeinsam mit der Familienland Niederösterreich GmbH und unter aktiver Mitwirkung von rund 100.000 Kindern etwa 200 Projekte umsetzen. Besonders wichtig ist uns dabei, dass Kinder und Jugendliche ihre Ideen einbringen und Mitbestimmung unmittelbar erleben können. Mit der konsequenten Weiterentwicklung dieser Freiräume in Richtung Inklusion und Barrierefreiheit schaffen wir Orte, die allen Menschen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen“, so die Landesrätin. Sie sprach allen Beteiligten Respekt, Dank und Anerkennung aus.
Bürgermeister Klaus Schneeberger hob hervor: „Wiener Neustadt ist die Inklusionshauptstadt Österreichs. Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind selbstverständlicher Teil unseres Stadtlebens und bereichern unsere Gemeinschaft jeden Tag. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Gruppen der Waldschule beleben regelmäßig unsere Innenstadt und zeigen, wie gelebte Inklusion im Alltag funktioniert. Mit mehr als 120 Beratungsstellen und zahlreichen Einrichtungen setzen wir seit Jahren ein klares Zeichen für Offenheit und Vielfalt. Der neue Spielplatz an der Waldschule ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Begegnungsräume zu schaffen und Inklusion erlebbar zu machen.“
Der Schulfreiraum entstand unter intensiver Beteiligung der Schülerinnen und Schüler aller drei Schultypen. In drei Mitbeteiligungsaktionen – Pflanzwerkstatt, Kreativwerkstatt und Malwerkstatt – konnten die Kinder und Jugendlichen aktiv an der Gestaltung mitwirken, unter anderem bei der Bepflanzung sowie der farbigen Gestaltung von Wegen im Schulfreiraum. Barbara Trettler, Geschäftsführerin der Familienland Niederösterreich GmbH, sprach einen weiteren Aspekt an und betonte: Alle Spielgeräte seien hier so gewählt worden, dass sie barrierefrei oder barrierearm nutzbar seien, „zum Umsetzen anregen und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bieten“. Ein barrierefreier Rundkurs führe durch das Gelände und erleichtere die Orientierung. Die naturnahe Gestaltung mit Bäumen und Sträuchern schaffe Erholungsräume, Schattenbereiche und Sinneserlebnisse; „bestehendes Grün wurde erhalten und im Rahmen einer gemeinsamen Pflanzaktion mit den Schülerinnen und Schülern erweitert“. Zusätzliche Strauchgruppen würden räumliche Strukturen sowie Rückzugsbereiche bieten, so die Geschäftsführerin.
Zu den Elementen des neuen Schulfreiraums zählen ein Sinneshäuschen mit farbigen Plexiglasscheiben, eine rotierende Farbscheibe sowie ein gestalteter Sinnespfad, der im Rahmen der Mitbeteiligungsaktion „Kreativwerkstatt“ ebenfalls farblich gestaltet wurde. Der Sandspielbereich wurde inklusiv umgesetzt und umfasst eine Liegefläche zum Umsetzen, eine barrierefreie Wasserstelle, einen unterfahrbaren Matschtisch sowie eine Sandtransportanlage, die gemeinsames Spiel ermöglicht und durch ein Sonnensegel geschützt ist. Im Bewegungsbereich stehen unter anderem ein rollstuhlgeeignetes Bodentrampolin, ein befahrbares Karussell, eine Schaukelkombination mit Rehasitz sowie eine Stehwippe mit Plattform für gemeinsames Wippen zur Verfügung. Ein Spielhügel mit mehreren Aufstiegsmöglichkeiten, einer Rampe mit Grifföffnungen und einer breiten Rutsche ergänzt das Angebot und wird durch eine Sitz- und Liegearena ergänzt, von der aus das Spielgeschehen beobachtet werden kann.
Ein gestalterischer Schwerpunkt ist die Seilnetzpyramide mit Sitz- und Liegeflächen, bei der durch die miteinander verbundenen Seile auch weniger mobile Kinder und Jugendliche aktiv ins Spiel eingebunden werden und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade sowie Höhen bis zu sechs Metern zum Ausprobieren einladen. Ergänzt wird das Angebot durch Sitz- und Liegeplattformen entlang der Wege, die in Verbindung mit bestehenden Bäumen kleine Begegnungsorte schaffen, sowie durch Hängemattenschaukeln, die sowohl als Rückzugs- als auch als Treffpunkte genutzt werden können. Der neu gestaltete Schulfreiraum eröffnet damit vielfältige Möglichkeiten für Unterricht im Freien, Bewegungsstunden sowie die Freizeitgestaltung im Rahmen der Nachmittagsbetreuung.
Nähere Informationen: Familienland Niederösterreich GmbH, Karin Feldhofer, Telefon 02742 9005 13484, E-Mail [email protected], oder Sophie Moser, Telefon 02742 9005 13474, E-Mail [email protected], bzw. Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail [email protected], www.familienland.at
Rückfragen & Kontakt
Amt der NÖ Landesregierung, Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Ing. Johannes Seiter
Telefon: 02742/9005-12174
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