• 22.06.2026, 08:18:02
  • /
  • OTS0012

1450 und Ärztefunkdienst bündeln Kräfte: Mehr Effizienz und noch bessere Patient:innenlenkung in Wien

Medizinische Beratung in der Nacht und am Wochenende neu aufgestellt

Wien (OTS) - 

Die telefonische Gesundheitsberatung 1450 übernimmt eine noch zentralere Rolle im Wiener Gesundheitssystem: als erste Anlaufstelle für den Ärztefunkdienst Wien während dessen Betriebszeiten. Seit Anfang Mai werden Anrufer:innen, die werktags zwischen 19:00 und 07:00 Uhr sowie am Wochenende ganztägig die Nummer 141 wählen, direkt zur 1450 weitergeleitet. Dort werden sie von diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen triagiert und gezielt an den für sie optimalen Versorgungsort – den „Best Point of Service“ – gelenkt. Mit diesem Vorgehen werden Kompetenzen gebündelt, Parallelstrukturen reduziert und Effizienzen in der Gesundheitsversorgung gehoben. Rund 180.000 Anrufe pro Jahr wird die 1450 Wien dadurch zusätzlich servicieren.

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker begrüßt die Neuerung: „In Wien erhalten die Menschen die bestmögliche medizinische Versorgung, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Wir arbeiten konsequent an einem Gesundheitssystem, in dem die Patient:innen jederzeit am ‚Best Point of Service‘ beraten und behandelt werden. Das erleichtert nicht nur den Menschen den Zugang zur richtigen Versorgung, sondern sorgt auch für mehr Effizienz im System. Mit dem Telefon-Routing von der 141 auf die 1450 ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung zukunftsfähiges Gesundheitssystem gelungen.“

1450: Erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem

In Wien wird die 1450 vom Fonds Soziales Wien (FSW) betrieben. FSW-Geschäftsführerin Susanne Winkler betont: „Wer in Wien bei Gesundheitsfragen 1450 wählt, bekommt rasch Orientierung und den richtigen Weg durch das Gesundheitssystem aufgezeigt. Die 1450 wurde in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut und bietet heute weit mehr als telefonische Beratung. Durch die strukturierte Ersteinschätzung kann direkt abgeklärt werden, wie dringend ein Anliegen ist und welche Versorgung tatsächlich benötigt wird. Das entlastet auch andere Versorgungsorte wie etwa Spitäler. Wir wissen, dass über 75 % der Anrufer:innen den Empfehlungen folgen. Mittlerweile sind zahlreiche zusätzliche Services zu 1450 Wien dazugekommen.“

Seit Start bereits über 16.000 Anrufe über 141 bei 1450 eingegangen

Erste Daten zeigen bereits den Erfolg der Maßnahme: Von über 16.000 Anrufen, die seit Anfang Mai über die 141 bei der 1450 eingegangen sind, konnten die Anliegen von rund 6.700 Anrufer:innen – das sind etwa 42 % – mit einfachen Auskünften wie etwa zu Öffnungszeiten, Medikamentenverfügbarkeiten in Apotheken, Weiterleitungen an andere 1450-Services oder sonstigen allgemeinen Informationen geklärt werden. All jenen, die die 141 zu den Betriebszeiten wählen, steht jetzt das breite Service-Angebot der 1450 Wien zur Verfügung.

Haben die Anrufer:innen akute Symptome, so werden sie vom diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonal bei 1450 beraten. Zunächst wird die Dringlichkeit eingeschätzt – das kann vom Notfall über die Akutversorgung bis zur Selbstbehandlung zu Hause reichen. Ist eine ärztliche Beratung notwendig, so kann innerhalb kürzester Zeit eine telemedizinische Videoberatung bei 1450 in Anspruch genommen werden. In dringenderen Fällen ist während der Betriebszeiten unmittelbar eine telefonische Beratung oder sogar ein Hausbesuch durch Ärzt:innen des Ärztefunkdienstes Wien möglich.

Naghme Kamaleyan-Schmied, Vizepräsidentin und Kurienobfrau der niedergelassenen Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien: „Der Ärztefunkdienst sichert in Wien außerhalb der Ordinationszeiten die hausärztliche Betreuung und ist eine besonders kostengünstige und effiziente Versorgungsform. Durch die Kooperation mit 1450 wird das Angebot verstärkt. Wir gewährleisten dadurch eine rasche medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten und tragen noch stärker dazu bei, unnötige Rettungsfahrten und Spitalsbesuche zu vermeiden. Im Mai haben wir mit der Kooperation gestartet, wir schärfen laufend die Prozesse und holen gemeinsam das Beste für die Wiener:innen heraus.“

Um die 1450 in Wien – auch entsprechend des politischen Bekenntnisses im Programm der Wiener Stadtregierung – als zentrale Anlaufstelle für Gesundheitsfragen aller Art weiterzuentwickeln, wird die Gesundheitsberatung laufend mit neuen Services ausgebaut. Zum breiten Angebot gehören unter anderem Terminbuchungen in PVE oder Spitalsambulanzen, das Impfservice der Stadt Wien, die Geburtsinfo Wien, oncare.wien für eine rasche Versorgung mit Erstterminen bei Krebs(verdachts-)diagnosen oder das SMS-Service.

In Wien gibt es darüber hinaus seit März 2024 die Möglichkeit, sich bei 1450 nach erfolgter Triage und bei entsprechendem Bedarf im Rahmen einer telemedizinischen Videoberatung ärztlichen Rat zu holen. Zunächst als Pilot-Projekt angelaufen ist das Angebot nun im Regelbetrieb und steht an Werktagen zur Verfügung. Die Ärzt:innen können nach der Beratung auch eRezepte oder elektronische Arbeitsunfähigkeitsmeldungen ausstellen. Die Videoberatung wird von den Wiener:innen gut angenommen: 95% der Nutzer:innen würden wieder eine in Anspruch nehmen, über 90 % loben den Prozess der Terminbuchung und die Benutzerfreundlichkeit. Seit Beginn im März 2024 wurden rund 11.800 Termine für eine Videoberatung gebucht.

Rückfragen & Kontakt

Mediensprecher Stadtrat Peter Hacker
Michael Mayer
Telefon: +43 1 4000 81244
E-Mail: [email protected]

Mag. Katharina Hemmelmair
Pressesprecherin Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien
Tel.: +43 664 969 75 06
E-Mail: [email protected]

Anika Sauer
Pressesprecherin Fonds Soziales Wien
Tel.: +43 676 8289 10 803
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel