• 19.06.2026, 15:21:32
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Spatenstich für den Bildungscampus Nordwestbahnhof

Wien (OTS) - 

Auf dem Areal des ehemaligen Nordwestbahnhofs in Wien - Brigittenau wird bis 2028 ein neuer Bildungscampus in Betrieb gehen. Am 19. Juni fand dazu der feierliche Spatenstich statt.

Breites Bildungsangebot

Von Kindergarten, Ganztagsschule bis zur Musikschule – die neue Bildungseinrichtung wird rund 1.600 Kindern und Jugendlichen Platz bieten. Dafür werden ein 12-gruppiger Kindergarten, eine Volks- und Mittelschule mit insgesamt 33 Klassen sowie 8 sonderpädagogische Bildungsräume gebaut. Vorgesehen sind auch eine Musikschule sowie zahlreiche Kreativ- und Therapieräume.

„Am Nordwestbahnhof entsteht Bildung von Anfang an. Rund 1.600 Kinder und Jugendliche finden hier einen Ort zum Lernen, Spielen und Zusammenwachsen. Mit dem Campus-plus-Modell lernen die Altersgruppen miteinander statt nur nebeneinander. Ich freue mich besonders, dass ein neuer Stadtteil von Beginn an die Bildungsinfrastruktur bekommt, die er braucht", so Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling.

Insgesamt werden rund 14.000 Quadratmeter an Nutzfläche zur Verfügung stehen. Der geplante Bildungscampus wird im Rahmen des Bildungseinrichtungen-Neubauprogramms (BIENE), welches das derzeit ambitionierteste Hochbauprogramm der Stadt Wien ist, realisiert.

„Gemeinsam mit der Stadt Wien entwickeln die ÖBB am Nordwestbahnhof eines der bedeutendsten innerstädtischen Stadtquartiere der Hauptstadt. Damit zeigen wir einmal mehr, welche zentrale Rolle wir als Gestalterin moderner Stadtteile in Wien einnehmen. Auf diesem Areal entsteht Schritt für Schritt ein lebendiges Quartier für tausende Menschen. Mit dem Bildungscampus setzen wir den ersten Baustein – und beginnen bewusst dort, wo Zukunft entsteht: bei Bildung, Begegnung und jungen Menschen. Mein besonderer Dank gilt der Stadt Wien für die langjährige und gute Zusammenarbeit, die diese Entwicklung ermöglicht“, so Silvia Angelo, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG.

Umgesetzt wird das Projekt nach dem Modell „Campus plus“: Kindergartengruppen und Schulklassen kommen in „Bildungsbereichen“, sogenannten BIBER, zusammen, vernetzen sich und verbringen den Tag gemeinsam.

„Es freut mich sehr, dass wir mit dem erfolgreichen "Campus plus"-Modell weitermachen und auch hier am Nordwestbahnhof die räumliche Basis für altersübergreifende Zusammenarbeit und zeitgemäßes Lernen schaffen.“, betont Andrea Trattnig, Abteilungsleiterin der Stadt Wien – Schulen (MA 56).

Zukunftsorientiert und nachhaltig

Der Nordwestbahnhof ist mit 44 Hektar Fläche das letzte große innerstädtische Entwicklungsgebiet.

„Der Bildungscampus Nordwestbahnhof folgt einer zeitgemäßen pädagogischen Ausrichtung und erfüllt gleichzeitig höchste bauliche Ansprüche. Die Integration kreislaufwirtschaftlicher Prinzipien und erneuerbarer Energiesysteme war uns dabei besonders wichtig.“, hebt Stadtbaudirektor Bernhard Jarolim hervor.

Mit dem Baustart für den Bildungscampus startet auch die 1. Umsetzungsphase des neuen Stadtteils.

„In der Quartiersentwicklung legen wir großen Wert darauf, dass geförderter Wohnbau mit hoher Wohnqualität und leistbaren Mieten Hand in Hand geht mit guter Infrastruktur für die Bewohnerinnen und Bewohner. Der künftige Bildungscampus am Nordwestbahnhof ermöglicht genau das: ein lebendiges Quartier mit kurzen Wegen und hoher Alltagstauglichkeit“, so Wohnbau- und Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch.

Die Bildungseinrichtung wird nach den Plänen der Architekturbüros „Klammer Zeleny Architekten ZT GmbH“ und „Kronaus Mitterer Architekten ZT GmbH“ auf einem rund 17.300 m² großen Areal errichtet. Das Team verfolgt dabei ganzheitlich moderne und nachhaltige Ansätze: Die Bildungsbereiche findet man im Erdgeschoss bis zum 4. Obergeschoß. Im Erdgeschoß befinden sich unter anderem auch der Kindergarten, ein Veranstaltungs- und der Speisesaal. Großzügige zum Teil mehrfachnutzbare Freiflächen und zusätzliche Bewegungsbereiche sind Teil der Planung. In jedem Obergeschoß gibt es Terrassen.

Zudem stehen den Kindern und Jugendlichen ein begrünter Hof und zwei zeitgemäße Turnsäle zur Verfügung, die am Abend auch der Nutzung durch Vereine offenstehen. Die Musikschule liegt im 2. Obergeschoß und ist über einen eigenen Eingang für die Nutzer*innen gut erreichbar. So können alle auf vielfältige Weisen lernen, spielen, musizieren und sich bewegen. „Damit entsteht ein Bildungscampus, der Mehrwerte für die Stadt generiert und ihn auch für die Anrainer*innen des neuen Stadtviertels zu einem wichtigen Zentrum werden lässt“ ist Herwig Kroat, Leiter des Bildungseinrichtungen Neubauprogramms (BIENE) überzeugt.

„Das Nordwestbahnhofareal verbindet die getrennten Bezirkshälften zu einem neuen klima- und familienfreundlichen Stadtteil - unterstützt von einem modernen Bildungsbau, der die besten Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen sichert und zum lebendigen Raum für die ganze Nachbarschaft wird“, freut sich Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm.

Bei der Planung der Bildungsstätte wurde eine umweltschonende Bauweise berücksichtigt. Die Stromversorgung soll weitestgehend über eine Photovoltaikanlage erfolgen, während durch Erdwärme und Bauteilaktivierung energieeffizient geheizt und gekühlt werden soll.

"Es zeigt sich, dass mit dem gewählten PPP-Vertragsmodell notwendige Infrastrukturprojekte auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten umgesetzt werden können“, meint Johannes Mayr, Geschäftsführer STRABAG Real Estate Österreich. „Gleichzeitig werden durch die vertragliche Verknüpfung von Errichtung und Betrieb die Lebenszykluskosten des Gebäudes frühzeitig und transparent abgebildet. Wir freuen uns, als STRABAG Real Estate unsere Kompetenzen einbringen und zu einer erfolgreichen Realisierung des Bildungscampus Nordwestbahnhof beitragen zu können."

Die nachhaltige Gestaltung des Gebäudes wird durch eine Fassadenbegrünung im Sockelbereich zwischen Erdgeschoss und 1. Obergeschoss ergänzt. In Verbindung mit der vorgehängten Keramikfassade des Stahlbeton-Skelettbaus entsteht eine differenzierte Gebäudehülle, die ökologische und gestalterische Qualitäten vereint. Die Begrünung verbessert das Mikroklima, sorgt für zusätzliche Verschattung und belebt den Straßenraum.

Aspekte der Kreislaufwirtschaft werden bei diesem Projekt ebenfalls miteinbezogen. Im Vordergrund stehen dabei die Trennbarkeit der verbauten Materialien sowie die Erstellung eines "Materiellen Gebäudepasses".

Rückfragen & Kontakt

Marko Knöbl
Mediensprecher Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling
Telefon +43 1 4000 83203
E-Mail: [email protected]

Selma Pavic
Öffentlichkeitsarbeiterin Stadt Wien - Schulen
01-4000 95892
[email protected]

Judith Winder, MA
Pressesprecherin
Konzernkommunikation | Newsroom
ÖBB-Holding AG
1100 Wien, Am Hauptbahnhof 2, 4. Stock
Mobil: +43/664 883 369 15
[email protected]
www.oebb.at

Mag. Verena Tanos
STRABAG Real Estate GmbH
Mobil: +43 676 54 064 12
[email protected]

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