• 19.06.2026, 10:16:32
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Grüne Wien/Pühringer, Malle, Stadler: Wieder nur Ankündigungen statt Lösungen – Bildungskrise im Kindergarten ungebremst

Mit Umfrage ließ Stadträtin Emmerling weitere 6 Monate ohne Lösungen verstreichen – zumindest bei Durchmischung bleibt die Hoffnung, dass die Neos zur späten Einsicht gelangt sind.

Wien (OTS) - 

„Ein weiteres, halbes Jahr ist durchs Land gezogen, ohne dass die zuständigen Neos die Situation in Wiens Kindergärten auch nur ein bisschen verbessert hätten. Stattdessen hat Stadträtin Emmerling die Pädagog:innen nach längst bekannten Problemen befragt. Die Gruppengrößen in den Kindergärten sind aber noch immer nicht kleiner, der Personalmangel groß wie nie und die Deutschförderung funktioniert noch immer nicht“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende der Wiener Grünen, zur heutigen Präsentation der Umfrage in Wiens Kindergärten.

Neos mit später Einsicht bei Durchmischung?

„Bei aller logischen Kritik am Bildungsversagen der Neos ist es erfreulich, dass mit der angestrebten Durchmischung in Wiens Kindergärten endlich eine langjährige Forderung von uns Grünen aufgegriffen werden soll. Mehr Durchmischung ist dringend notwendig, aber in der Vergangenheit haben die Neos immer reflexartig abgeblockt, ob im Schulbereich oder in der Elementarpädagogik. Unsere Konzepte für mehr Durchmischung liegen am Tisch. Wir stehen den Neos gerne beratend zur Seite“, so Julia Malle und Felix Stadler, die Bildungssprecher:innen der Wiener Grünen.
„Die Neos können mit dieser Ankündigung jedoch nicht von ihrem jahrelangen Managementversagen in der Sprachförderung ablenken. Fast die Hälfte der Kindergärten mit entsprechendem Bedarf bekommt in Wien keine Deutschförderung. Die rot-pinke Stadtregierung hatte 2020 das Ziel, die Anzahl der Sprachförderkräfte auf 500 zu erhöhen, sechs Jahre später sind es nur 306 Vollzeit-Sprachförderkräfte. Die Neos haben auch hier ihr Ziel krachend verfehlt“, kritisieren Malle und Stadler.

Endlich Taten statt schöner Worte

„Nach 6 Jahren Neos-Zuständigkeit für Wiens Kindergärten ist die nächste Ankündigung, die Gruppengrößen in den kommenden 10 Jahren verringern zu wollen, blanker Hohn“, hält Pühringer fest. „Erst ab 2028 soll die Gruppengröße um ein Kinder verringert werden, das ist viel zu wenig und viel zu spät“, so Malle und Stadler. „Die Ankündigungspolitik der Neos wird die Bildungskrise in Wien nicht lösen können. Wir hoffen, dass wenigstens bei der dringend benötigten Durchmischung den Worten endlich auch Taten folgen werden“, so die Grünen abschließend.

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