• 18.06.2026, 11:41:32
  • /
  • OTS0097

Mehr Respekt für Wiens Schulen: Erfolgsprogramm geht weiter

Wien (OTS) - 

Kinder und Jugendliche, Lehrende und Direktor*innen verbringen viel Zeit in der Schule. Und auch Eltern oder Erziehungsberechtigte sind mit den Schulen ihrer Kinder und deren Schulalltag eng verwoben. Mit dem Programm „Respekt: Gemeinsam stärker“ gibt es intensive und maßgeschneiderte Unterstützung an und für Schulstandorte.

„Respekt: Gemeinsam stärker“ ist ein von der Wiener Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling und Stadträtin Elke Hanel-Torsch initiiertes Programm, das vom Verein Wiener Jugendzentren umgesetzt wird. Seit dem Start des Programms konnten insgesamt 40 Wiener Schulen ihre Herausforderungen benennen und bekamen zum Thema passend, Rat und Tat von Expert*innen zur Seite gestellt. Die eingemeldeten Themen seitens der Schulen waren unter anderem Mobbing, Gewalt oder Diskriminierung aus religiösen oder sexuellen Motiven, sowie Klassenzusammenhalt aber auch der Umgang miteinander.

Im Schuljahr 2025/26 gab es laut dem Verein Wiener Jugendzentren 5.121 Schüler*innen-Kontakte in insgesamt 247 Workshopeinheiten zu verschiedenen Themen sowie 412 Lehrenden-Kontakte in 52 Fortbildungen. (Stand 08.06.2026)

Zehn weitere „Respekt-Schulen“ ab Herbst

Das Erfolgsprogramm „Respekt: Gemeinsam stärker“ wird ausgebaut und im Herbst fortgesetzt – an zehn weiteren Schulen im nächsten Schuljahr.

„Dass wir ‚Respekt: Gemeinsam stärker' weiter ausbauen, zeigt, wie wichtig dieses Programm für unsere Schulen ist und wie gut es an den Standorten ankommt. Es bringt Unterstützung direkt dorthin, wo sie gebraucht wird, in die Klassenzimmer. Es geht dabei um mehr als Gewaltpräventio, es geht um Zusammenhalt, gegenseitige Anerkennung und einen selbstverständlichen Umgang mit Vielfalt. Das ist die Grundlage für ein gutes Miteinander an unseren Schulen. Mein Dank gilt allen, die das möglich machen, den Schulen, den Lehrenden und den Expert*innen der Jugendarbeit, und ganz besonders den Schüler*innen, die sich mit so viel Engagement einbringen,“ betont Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling.

Wichtiger Beitrag zur Stärkung des Klassengefühls und des Selbstwerts der Kinder

“Im Theaterpädagogischen Workshop wurden nicht nur Teamgeist und Zusammenhalt gestärkt, sondern auch individuelle Stärken sichtbar. Besonders bemerkenswert war, dass bei dem einen oder anderen Kind bisher verborgene schauspielerische Talente zum Vorschein kamen, die sowohl die Gruppe als auch die Lehrkräfte positiv überraschten. Gerade für diese Klasse war der Workshop von besonderer Bedeutung, da viele der Kinder im schulischen Alltag häufig hören, was sie noch nicht können oder woran sie arbeiten müssen. Im Theaterworkshop hingegen standen ihre Fähigkeiten, ihr Mut und ihre Kreativität im Mittelpunkt. Die Kinder erhielten viel positives Feedback, was ihr Selbstvertrauen stärkte, und ihnen zeigte, dass sie über wertvolle Kompetenzen verfügen.”,
so lautet das Feedback einer Lehrperson an einer Schule im 10. Wiener Gemeindebezirk, die in diesem Schuljahr Teil des „Respekt-Programmes“ war.

Das Ziel vom „Respekt: Gemeinsam stärker“ ist damit benannt: Schulen werden, begleitet durch externe Expert*innen und für die Schule maßgeschneiderte Angebotsprogramme, zu Orten des Respekts, an denen Angst und Gewalt keinen Platz haben und an denen der Schulalltag von einer Haltung gegenseitiger Anerkennung und Akzeptanz geprägt ist.

„Respekt ist das Um und Auf für das soziale Miteinander in unserer Gesellschaft. Mit dem Projekt „Respekt - Gemeinsam stärker“ setzen wir bereits in der Schule an. Also an einem Ort, an dem auch das Zusammenhalten außerhalb des Elternhauses erlernt wird. Wien ist die Stadt der Mädchen und Frauen. Es muss für alle Mädchen möglich sein, ihre eigenen Wege zu gehen, Möglichkeiten zu ergreifen und aus Chancen zu wählen. Dafür ist es umso wichtiger, dass der zwischenmenschliche Respekt auch geschlechterübergreifend jederzeit gelebt wird.“ so Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch.

Eine wichtige Säule des „Respekt-Programmes“ ist unter anderem die Stärkung von Lehrenden durch die Vermittlung von Interventionsmöglichkeiten und Methoden für alltägliche Herausforderungen im Schulalltag. Ein gutes Beispiel hierfür sind jene Fortbildungen, welche konkretes Handwerkzeug vermitteln, um Konflikte im Klassenzimmer zu moderieren, Mobbing zu stoppen und präventiv zu verhindern.

Lehrer*innen und Schüler*innen zeigen sich gleichermaßen begeistert

Auch für die Schüler*innen gab es zahlreiche Angebote, sich mit Gewaltprävention, Konflikten, Abwertungen, Streit und Mobbing auseinanderzusetzen.

“Der Workshop hat uns mal dazu gebracht auch über andere Dinge nachzudenken als Schule und Noten. Sie haben kreative Ideen gehabt und es hat auch Spaß gemacht!” und “Mir hat das Spielen Spaß gemacht und ich habe gelernt, wie man ein Streit löst.”, meldeten zwei Schüler*innen nach einem Workshop zu Gewaltprävention zurück.

Neben klassischen Fortbildungs- und Workshopformaten für Lehrende und Schüler*innen setzt das Programm auf erlebnispädagogische und kreative Angebote, welche soziales Lernen, Selbstwertgefühl, Gruppendynamiken und Kooperations-, sowie Kompromissfähigkeit fördern.

Der Umgang mit Vielfalt im Klassenzimmer, Gleichberechtigung, Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen und Identitäten sind an jeder Schule Thema und daher auch zentral bei „Respekt: Gemeinsam stärker“.

„Wiener Schulen sind Orte des Lernens und des respektvollen Miteinanders. Kinder und Jugendliche erlernen hier, dass Vielfalt eine Stärke ist und Konflikte konstruktiv gelöst werden können. Das Programm „Respekt- Gemeinsam stärker“ setzt kinder- und jugendlichengerecht in den Schulen an und stärkt Schülerinnen und Schüler, Pädagoginnen und Pädagogen gleichermaßen. Ich freue mich, dass dieses erfolgreiche Angebot im kommenden Schuljahr an weiteren Wiener Schulen fortgesetzt wird“, betont Bildungsdirektorin für Wien Elisabeth Fuchs.

Da das „Respekt-Programm“ Schule als Gesamtsystem betrachtet, werden auch Eltern mit Angeboten adressiert. In diesem Durchgang gab es unterschiedliche Formate für Eltern, wobei die Bekanntmachung von Unterstützungseinrichtungen im Bezirk oder darüber hinaus im Fokus stand.

“Durch die standortspezifischen Angebote und Befragungen zu Beginn des Schuljahres kann das Respekt Programm genau da ansetzten, wo es am dringendsten benötigt wird. Ich freue mich sehr, dass wir mittlerweile 40 Schulen in ganz Wien unterstützen konnten. Gesellschaftliche Herausforderungen, Krisen und Kriege fordern Kinder und Jugendliche – wir unterstützen, wo es geht. Schöne gemeinsame Erlebnisse und lustvolles Tun stellt Gemeinsamkeiten in den Mittelpunkt. Vielfalt ist eine Ressource, die es zu nutzen gilt.”, so Programmleitung Anja Gerhartl vom Verein Wiener Jugendzentren.

Schule und Jugendarbeit – ein guter Match

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es „Respekt: Gemeinsam stärker“ ein Anliegen, die Jugendeinrichtungen im jeweiligen Bezirk eng mit der Schule zu vernetzen, um eine umfassende Begleitung junger Menschen in ihrem Heranwachsen zu sichern. Umso erfreulicher ist es, dass die meisten Schulen diese Vernetzung sehr begrüßten und eine anhaltende Zusammenarbeit mit den Jugendeinrichtungen anstreben.

Nach erfolgter Evaluierung wird das „Respekt-Programm“ mit 10 neuen Schulen im Schuljahr 2026/27 fortgesetzt. „Respekt: Gemeinsam stärker“, bleibt das Motto.

Rückfragen & Kontakt

Marko Knöbl
Mediensprecher Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling
Telefon +43 1 4000 83203
E-Mail: [email protected]

Stephan Grundei
Mediensprecher Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch
Tel.: 0676/8118 98057
E-Mail: [email protected]

Anja Gerhartl, BA
Leitung „Respekt: Gemeinsam stärker“ und Demokratie Schule Wien
Telefonnummer: 0676/ 897 060 330
Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel