• 18.06.2026, 08:10:36
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Presseaussendung BRZ-Technologieradar: KI als Schlüssel für die Verwaltung der Zukunft

43 Technologien im Fokus – Digitale Souveränität und KI-Einsatz sind Top-Trends für die Digitalisierung der Verwaltung

BRZ-Geschäftsführer Roland Ledinger im Gespräch
Wien (OTS) - 

Das BRZ-Technologieradar 2026 bietet einen strukturierten Überblick über relevante technologische Entwicklungen und deren Bedeutung für die öffentliche Verwaltung. Das BRZ-Technologieradar dient als Orientierungsinstrument, um Trends frühzeitig zu erkennen, Chancen zu bewerten und fundierte strategische Entscheidungen zu treffen. Methodisch ist das BRZ-Technologieradar in unterschiedliche Themenfelder gegliedert und bewertet heuer 43 Technologien entlang ihres Reifegrads sowie ihres erwarteten Nutzens für den Einsatz in der Verwaltung. So entsteht ein klares Bild, welche Innovationen bereits für Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung einsatzbereit sind, welche sich in Erprobung befinden und wo Potenziale für die Zukunft liegen. Weitere Details und Download des BRZ-Technologieradars als Poster: http://www.brz.gv.at/radar

KI in der Verwaltung bereits Realität

Ein besonderer Fokus im BRZ-Technologieradar 2026 liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der öffentlichen Verwaltung. KI entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Baustein für effizientere Prozesse, bessere Servicequalität und neue Formen der Interaktion mit Bürgerinnen und Bürgern. Das BRZ hat mit einer eigenen, souverän betriebenen KI-Infrastruktur (Large Language Modell as a Service) bereits die Grundlage geschaffen, um zahlreiche KI-Vorhaben der Bundesregierung (u.a. im Zuge der Public AI-Initiative) technisch umzusetzen. Datenschutz, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Souveränität stehend dabei im Mittelpunkt.

Roland Ledinger, BRZ-Geschäftsführer betont: „Das BRZ-Technologieradar 2026 macht deutlich: KI ist kein Zukunftsthema mehr, sondern bereits heute ein wesentlicher Hebel für die digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung. In allen Fällen, wo KI im Spiel ist, ist aber immer wichtig, dass stets der Mensch als User im Mittelpunkt steht, die letzte Entscheidung über das Ergebnis trifft, die Datenverarbeitung sicher erfolgt und die KI-Infrastruktur den Ansprüchen der Souveränität entspricht.“

Top-Trend: Geopatriation für mehr digitale Souveränität

Geopatriation beschreibt den gezielten Rückzug kritischer Daten und Anwendungen aus globalen Hyperscaler-Public-Clouds in lokale oder souveräne Infrastrukturen. Das BRZ LLMaaS bedient diesen Ansatz, ebenso wie das BRZ-Rechenzentrum, das in Österreich auf modernster Container-Infrastruktur (PaaS, Platform as a Service) betrieben wird. Grade die aktuellen Entwicklungen zeigen uns, wie wichtig digitale Souveränität ist.

Top-Trend: Domain-spezifische KI-Modelle

Spezifisch auf bestimmte Aufgaben hintrainierte und optimierte LLM gewinnen zunehmen an Bedeutung. Spezifische LLM können auf die Fachsprache, Daten und regulatorischen Anforderungen einer einzelnen Branche wie etwa Medizin, Recht, Finanzen oder Government trainiert werden. Die Nutzung von spezifischen LLMs reduziert zudem das Risiko falscher KI-Antworten, da diese Modelle auf kuratierten Daten, also validierten, fachspezifischen Datensätzen basieren. Das Training von KI-Modellen ist technisch komplex und ressourcenaufwändig und wird aktuell daher nur von großen KI-Herstellern umgesetzt.

Top-Trend: AI-native Entwicklungsplattformen

Die digitale Transformation fordert Software-Lösungen in einer Geschwindigkeit, für die bisherige Entwicklungsmodelle nicht ausgelegt sind. AI-native Development Platforms lösen mögliche Engpässe durch die Fusion von KI-Unterstützung und Low-Code-/No-Code-Programmierung. Auch im BRZ wird der Einsatz von KI in der Software-Entwicklung bereits umgesetzt.

Top-Trend: AI-Supercomputing Plattformen

Das Training von KI-Modellen benötigte eine speziell darauf ausgerichtete, hochperformante IT-Infrastruktur. Die hohe Nachfrage nach speziell für KI-optimierten Komponenten führt zu Engpässen und Preissteigerungen.

Top-Trend: Multi-Agent-Systeme

Während herkömmliche KI-Assistenten als isolierte Werkzeuge agieren, bilden Multi-Agent Systems ein kooperatives Netzwerk spezialisierter KI-Agenten. Diese Agenten kommunizieren miteinander, teilen Aufgaben auf und lösen komplexe Geschäftsprozesse autonom. Für die Verwaltung sind Agent-Systeme zwar denkbar – etwa im Bereich des Bürger:innen-Supports, jedoch unter strengen Voraussetzungen. So muss etwa der Mensch stets die Kontrolle und Letztverantwortung behalten. Auch bedarf es der Schaffung gesetzlicher Grundlagen für die Umsetzung von verwaltungsspezifischen KI-Agenten.

BRZ-Technologieradar

Laden Sie den BRZ-Technologieradar kostenlos herunter (PDF).

Rückfragen & Kontakt

Bundesrechenzentrum GmbH
Pressesprecher
Mag. Julian Unger, MA
Telefon: +43 664 88327678
E-Mail: [email protected]

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