- 17.06.2026, 14:47:02
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- OTS0161
Hirsche bei Bewusstsein im Schlachthof getötet
Schwere Tierschutzverstöße: Animal Equality veröffentlicht erstmals Aufnahmen von der Schlachtung von Hirschen in Spanien
Die Aufnahmen sind erschütternd. Über 200 Hirsche wurden in einem spanischen Naturschutzgebiet gefangen und in einem Schlachthof getötet. Zu sehen sind Hirsche, die kopfüber an ihren Beinen aufgehängt werden und noch ihren Kopf bewegen, während ihnen die Kehle aufgeschnitten wird und das Blut heraus strömt. Die Tierschutzorganisation Animal Equality hat Anzeige gegen den Schlachtbetrieb wegen massiver Verstöße gegen das europäische Tierschutzrecht erstattet. Die Behörden haben Korrekturmaßnahmen angeordnet und ein Sanktionsverfahren eingeleitet.
Das Material aus 2025 wurde der international tätigen Tierschutzorganisation Animal Equality zugespielt. Die Aufnahmen stammen aus dem Schlachtbetrieb "Vicente de Lucas" in Segovia und zeigen die Tötung von über 200 Hirschen, die aus dem Monte de El Pardo stammen - einem über 15.000 Hektar großen Naturschutzgebiet nordwestlich von Madrid, in dem die Jagd verboten ist. Die Tiere wurden lebend gefangen. Ihnen wurden die Geweihe verstümmelt. Dann wurden sie zum Schlachtbetrieb transportiert. Mehr als fünf Hirsche waren bereits vor Beginn der Tötung in den Anlagen gestorben - vermutlich aufgrund von Stress und Angst durch die Gefangenschaft.
Schwere Tierschutzverstöße aufgedeckt
Animal Equality identifizierte acht schwere Verstöße gegen die EU-Verordnung zum Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung. Die Hirsche wurden in Gruppen gewaltvoll in die Betäubungsbox getrieben und dort nicht einzeln fixiert. Während die Tiere in Panik umherspringen, werden unkontrollierte Schüsse zur Betäubung abgegeben. Sie müssen miterleben, wie ihre Artgenossen zusammenbrechen - teils schwer verletzt, aber nicht ausreichend betäubt. Die Hirsche werden an einem Bein kopfüber aufgehängt und die Kehle aufgeschnitten, obwohl einige Tiere noch deutliche Anzeichen von Bewusstsein zeigen, ihre Schwänze und Beine bewegen oder den Kopf heben, während sie ausbluten.
"Erstmals haben wir Aufnahmen von der Tötung von Hirschen in einem Schlachtbetrieb veröffentlicht, und uns sind keine anderen vergleichbaren Dokumentationen bekannt. Aber trotz ihrer Besonderheit haben diese Bilder eines mit all unseren bisherigen Recherchen gemeinsam: das Leid der Tiere. Der gewaltvolle Tod im Schlachthof ist die grausame Realität von Millionen Tieren - Tag für Tag. Das Leid dieser Hirsche ist kein Einzelfall, sondern Alltag in einem System, das Leid industrialisiert hat."
- Vanessa Raith, Direktorin von Animal Equality Deutschland
Geldstrafen bis zu 100.000 Euro
Nach spanischem Recht (Gesetz 32/2007 vom 7. November) gilt das Versäumnis, Tiere vor der Tötung ordnungsgemäß zu betäuben, als sehr schwerer Verstoß und kann mit Geldstrafen zwischen 6.000 und 100.000 Euro geahndet werden. Die Regionalregierung von Kastilien und León hat nach der Beschwerde von Animal Equality reagiert: Sie hat Transportdokumente überprüft, die Beschwerde an die offiziellen veterinärmedizinischen Dienste weitergeleitet, zusätzliche Inspektionen durchgeführt, Korrekturmaßnahmen bei der Handhabung der Tiere im Schlachtbetrieb umgesetzt und Schritte zur Einleitung eines Sanktionsverfahrens unternommen.
Wir stehen Ihnen jederzeit für weitere Informationen und Gespräche zur Verfügung. Wenden Sie sich gerne an unseren Pressekontakt Till Hartmann via E-Mail an [email protected] oder melden Sie sich telefonisch unter +49 (0)176 3004 0892.
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Über Animal Equality
Animal Equality wurde 2006 von Sharon Núñez, Javier Moreno und Jose Valle in Spanien gegründet und ist heute eine der weltweit effektivsten Tierschutzorganisationen. Gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Unternehmen arbeiten wir in acht Ländern auf vier Kontinenten für eine Welt, in der alle Tiere respektiert und vor Ausbeutung geschützt werden. Zudem unterstützt Animal Equality mit der Plattform Love Veg zahlreiche Menschen bei ihrer Ernährungsumstellung und bietet unter anderem kostenfreie pflanzliche Kochbücher an. Animal Equality setzt sich durch Aufklärungsarbeit, Unternehmenskampagnen und die Veröffentlichung von Undercover-Recherchen dafür ein, die Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich genutzten Tieren zu beenden. Ebenso strebt Animal Equality Fortschritte für Tiere auf rechtlicher Ebene an.
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