- 17.06.2026, 12:13:32
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Grüne Wien/Pühringer, Huemer, Ellensohn ad FSW-Geschäftsbericht: Rot-pinke Kürzungen bringen fatalen Personalabbau
Sozialabbau und Personalabbau beim FSW gehen Hand in Hand – Armutszahlen explodieren – SPÖ verspielt das Erbe des Roten Wien
„Während die Zahl der armutsbetroffenen Menschen in Wien durch die Decke geht, zwingt die Wiener SPÖ dem Fonds Soziales Wien brutale Kürzungen auf, die zu einem massiven Personalabbau führen. Die Stadtregierung zerschneidet damit das soziale Netz und zerstört Stück für Stück das Erbe des Roten Wien“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende Grüne Wien, anlässlich des heute von Stadtrat Hacker präsentierten FSW-Geschäftsbericht 2025. Denn währenddessen spitzt sich die soziale Lage in Wien dramatisch zu: Mit 29,8 % waren noch nie so viele Wiener:innen von Armut betroffen wie heute. 4 von 10 Kindern, die jünger als 14 Jahre sind, leben in armuts- und ausgrenzungsgefährdeten Haushalten – in absoluter Armut leben 18.000 Kinder in Wien.
Brutaler Sozialabbau
Der massive Rückgang beim Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr zieht sich durch alle FSW-Fachbereiche durch und betrifft die verschiedensten Gruppen. Aus dem vorliegenden Jahresabschluss 2025 gibt es jedoch keinerlei Erläuterungen für diese deutlichen Reduktionen. „Wir erleben gerade eine Zeitenwende in der Sozialpolitik Wiens. Wenn hinter dieser massiven Aufwandskürzung die befürchteten Kürzungen beim Personal in diesen so wichtigen sozialen Bereichen stehen, wäre das katastrophal. Genau vor diesem Sozialabbau haben wir gewarnt. Die Brutalität, mit der die SPÖ diese Einschnitte aber durchzieht, ist aber auch für uns erschütternd“, so Sozialsprecher David Ellensohn.
Kürzungen auch in der Pflege
Besonders alarmierend ist der sinkende Personalaufwand im Pflegebereich, der gegenüber dem Vorjahr um 15,52 Prozent gesunken ist. Der verminderte Pflege-Personalaufwand ist vor dem Hintergrund, dass 2024 die Pflege-Kollektivverträge durchschnittlich um 4% erhöht wurden, besonders besorgniserregend. „Gerade in der Pflege, einem Gesundheitsbereich, der ohnehin schon am absoluten Limit ist, Einschnitte vorzunehmen, ist fahrlässig. Die Leistungen und Finanzierungen im Fachbereich Pflege und Betreuung sind nicht analog zur Inflation angestiegen, was faktisch eine Kürzung im Pflegebereich darstellt. Das ist völlig inakzeptabel“, so Gesundheitssprecherin Barbara Huemer.
Menschen mit Behinderung besonders betroffen
Drastisch zeigen sich die Kürzungen auch im Bereich Wohnen für Menschen mit Behinderung mit einem Minus von fast 32 Prozent sowie in der Wiener Flüchtlingshilfe, wo der Aufwand um knapp 31 Prozent sank. Auch im Bereich Beschäftigung & Tagesstruktur ist ein Rückgang von über 22 Prozent zu verzeichnen. Auch in der Wiener Wohnungslosenhilfe verringerte sich der Personalaufwand um rund 4 Prozent. Die Folgen sind – gerade auch im Bereich von Menschen mit Behinderung – dramatisch: 424 Menschen mit Behinderung warten auf einen vollbetreuten Wohnplatz, 1704 Personen auf einen Teilbetreuten Wohnplatz und 940 auf einen Platz in einer Tagesstruktur. Vollbetreutes Wohnen und Tagesstruktur sind jedoch Pflichtleistungen, die der FSW zu erbringen hat. „Dass eine Partei, die sich sozial nennt, lieber bei den verletzlichsten Menschen in unserer Stadt kürzt, anstatt endlich sozial gerechte Einnahmequellen wie eine Leerstandsabgabe oder eine Freizeitwohnsitzabgabe anzugehen, ist eine Schande“, so Pühringer abschließend.
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