- 17.06.2026, 12:03:02
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Österreichs Verwaltung unter Druck, aber wenig Veränderungsbereitschaft
Die österreichische öffentliche Verwaltung steht vor der Herausforderung, ihre Finanzierung und ihre internen Prozesse mit dem Ziel einer langfristigen Budgetstabilität zu optimieren. Jede elfte befragte Organisation in Österreich (9 %) im öffentlichen Bereich sieht einen sehr hohen Veränderungs- und Reformdruck. Geht man stärker ins Detail, wird deutlich, dass sich vor allem Organisationen im Bereich Stadt und Gemeinde (30 %) sehr großem Druck ausgesetzt fühlen, hingegen verspürt ein Drittel der Unternehmen im öffentlichen Eigentum, Kammern und Innungen einen sehr bzw. geringen Veränderungs- und Reformdruck (32 %).
Dominiert werden die Agenda der befragten Organisationen vor allem von den Themen Finanzierung (sehr wichtig für 58 %) sowie Einsparungen allgemein (55 %). Am anderen Ende der Prioritäten-Skala rangieren Personalreduktion (nur für 7 % sehr wichtig) und Reduktion der genutzten Büroflächen (9 %).
„Vor allem Stadt und Gemeinde kämpfen mit einem sehr hohen bzw. hohen Budgetdruck – nämlich 79 Prozent der Befragten. Während die Sicherung der Finanzierung und allgemeine Einsparungen ganz oben auf der Agenda stehen, werden drastische Einschnitte beim Personal oder der Infrastruktur kaum als zielführend angesehen. Der Fokus liegt sichtlich auf einer internen Effizienzsteigerung, ohne die Substanz der Organisation zu gefährden“, so Christoph Harreither, Leiter des Bereichs Government & Public Services bei EY Österreich.
Das sind Ergebnisse der Studie „Zukunft Verwaltung“ der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY, für die im Februar und März 2026 173 Organisationen aus dem Bereich Bund/Länder/Gemeinden sowie österreichische Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitenden aus dem öffentlichen Sektor befragt wurden.
Veränderungsbereitschaft mäßig trotz Druck
Daraus resultiert, dass viele einen ganz genauen Blick auf Effizienzsteigerung werfen – und da zeige sich viel Luft nach oben, fasst Harreither zusammen. Denn: Nur die Hälfte der Verwaltungsorganisationen (46 %) ist mit der bis jetzt erzielten Verbesserung von Effizienz und Servicequalität zufrieden, die größte Zufriedenheit zeigt sich bei Unternehmen im öffentlichen Eigentum, Kammern und Innungen (21 % sehr zufrieden). Fast jede Organisation ortet mehr oder weniger großes Potenzial bei der Effizienz der Prozesse im Förderwesen – nur fünf Prozent bezeichnen ihre Prozesse als sehr effizient, weitere 17 Prozent als eher effizient.
Die vollständigen Studienergebnisse finden Sie hier.
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