- 17.06.2026, 11:39:32
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LH Mikl-Leitner: „Die Donau bringt die Welt zu uns nach Niederösterreich“
Mehr als eine halbe Million Passagiere am österreichischen Donauabschnitt, allein in Niederösterreich entstehen rund 25 Millionen Euro Umsatz aus der Flusskreuzfahrt
Über die wirtschaftliche Bedeutung von Flusskreuzfahrten für Niederösterreich informierte heute, Mittwoch, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Birgit Brandner-Wallner, Geschäftsführerin der DonauStationen, und Pater Maurus vom Stift Göttweig im Zuge eines Pressegesprächs an Bord der MS Viking Gullveig in Krems. „Die Donau ist nicht nur ein Verkehrsweg. Sie ist Lebensader, Kulturlandschaft und wichtiger Wirtschaftsfaktor zugleich“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Die Donau bringt die Gäste zu uns nach Niederösterreich und wir machen ein unvergessliches Erlebnis daraus.“
Die Donau sei einer der wichtigsten Korridore für Flusskreuzfahrten in Europa, so die Landeshauptfrau: „Mehr als eine halbe Million Passagiere nutzen jährlich den österreichischen Donauabschnitt. Dadurch kommen viele Gäste zu uns nach Österreich und nach Niederösterreich.“ Die Wertschöpfung entstehe aber an Land, „bei Gastronomie, bei Ausflügen, in der Kultur und bei Produktionsbetrieben.“ Bereits seit 1999 bestehe die Donau Schiffsstationen GmbH, heute betreiben die DonauStationen 36 Anlegestellen entlang der Donau und: „Waren 2003 noch 75 Kabinenschiffe im österreichischen Donauabschnitt unterwegs, sind es 2019 bereits 192 Schiffe, die 14.000 Mal angelegt haben“, verglich Mikl-Leitner.
„Beinahe jeder zweite Gast kommt aus den USA, Kanada und Großbritannien, über 43 Prozent aus dem deutschsprachigen Raum“, berichtete die Landeshauptfrau, das bringe Wertschöpfung in die Regionen: „In Niederösterreich bleiben mehr als 25 Millionen Euro Umsatz aus der Flusskreuzfahrt.“ Das komme bei Busunternehmen, in der Gastronomie, in der Kultur und bei regionalen Produzenten an, jeder Landgang sei wirtschaftlicher Impuls: „Ein Passagier gibt pro Landgang etwa 45 Euro für Eintritte oder Busfahrten aus. Darüber hinaus lassen die Gäste durchschnittlich weitere 20 Euro für Souvenirs, Gastronomie oder sonstige Einkäufe da.“
Für die künftige Entwicklung brauche es Balance, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Tourismus ja – aber mit dem klaren Ziel, vor allem die Lebensqualität der Menschen aus der Region im Blick zu haben.“ Wichtiger Punkt sei „mehr Steuerung der Besucherströme“, etwa „die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie Celebrity Cruises“, die ab 2027 neue Programme auch in Niederösterreich auflegen werden, betonte Mikl-Leitner. Weiterer wichtiger Punkt sei die Saisonverlängerung, Flusskreuzfahrten fänden auch in der Vor- und Nachsaison statt. „Die Donau bringt die Welt zu uns nach Niederösterreich. Und wir werden alles dafür tun, dass das so bleibt – als Chance für die Regionen, als Wertschöpfung für Betriebe und als Lebensraum für die Menschen“, sagte Mikl-Leitner abschließend.
Pater Maurus vom Stift Göttweig betonte, für das Stift Göttweig sei der Schifffahrtstourismus von großer Bedeutung: „Wir sind vor zehn Jahren eine Kooperation mit Viking Cruises eingegangen und seither haben sich die Zahlen erfreulich entwickelt. Wir bieten gemeinsam Programme im Stift an, die sehr gut ankommen.“ Göttweig sei für die Region sehr prägend, „deshalb war es auch eine logische Entscheidung vor zehn Jahren, in den Tourismus zu investieren“, setzte Pater Maurus fort. „Die Anzahl der Besucher hat sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt, Göttweig zählt mittlerweile 120.000 Besucher pro Jahr.“ Göttweig lade gezielt ein, in die spirituelle Welt eines Klosters einzutauchen.
Birgit Brandner-Wallner, Geschäftsführerin der DonauStationen, berichtete: „Fast auf den Tag genau vor 27 Jahren wurde die Donau Schiffstationen gegründet, mittlerweile befindet sich das Unternehmen gänzlich im Besitz der Familie Brandner. Heute betreiben wir 36 Anlegestellen von Linz bis Budapest und sind somit der größte Anbieter Österreichs.“ Hinter diesem Erfolg stehe laut Brandner-Wallner „Leidenschaft, Erfahrung und Liebe zur Schifffahrt. Unsere 36 Anlegestellen stehen 190 Kabinenschiffen und 18 Tagesausflugsschiffen zur Verfügung.“ Damit stelle man eine wesentliche touristische Infrastruktur bereit, die die Brücke zwischen Wasser und Land herstelle, so die Unternehmerin. 1999 hatte man noch 2.000 Buchungen von Kabinenschiffen, „heuer wird das eingespielte Team von DonauStationen rund 8.000 Kreuzfahrtbuchungen managen.“
Im Anschluss an das Pressegespräch wurden zwei von Viking River Cruises gespendete Hochwasserrettungsboote an die Feuerwehr Krems übergeben.
Ebenso auf dem Schiff Gesprächsthema war die Inbetriebnahme des erneuerten Pontons in Dürnstein. Der bestehende Ponton war infolge der Hochwasserschäden beschädigt worden und musste ausgetauscht werden. Während der Übergangszeit war ein Provisorium eingerichtet, um den Betrieb weiterhin sicherzustellen. Jetzt steht wieder eine dauerhafte und hochwertige Lösung für die Anlegestelle in Dürnstein zur Verfügung. „Mit dem Austausch des beschädigten Pontons in Dürnstein sichern wir eine wichtige Infrastruktur für den Donautourismus“, so Mikl-Leitner in einem Gespräch mit Brandner-Wallner. Das Land Niederösterreich hat rund eine halbe Million Euro in den Austausch des beschädigten Pontons investiert.
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