- 16.06.2026, 14:02:03
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Grüne Wien/Berner: Einschränkung der Kulturförderungen ist Rückschritt für Wiens Kulturszene
Grüne fordern Erhalt mehrjähriger Förderungen – Sicherung der Konzeptförderungen ist positiv, doch es braucht darüber hinaus langfristige Planungssicherheit
Die Grünen Wien kritisieren die angekündigte Änderung der Förderrichtlinien im Wiener Kulturbereich durch die rot-pinke Stadtregierung. Künftig soll es fast nur noch Einjahresverträge geben und mehrjährige Förderzusagen sollen nur noch in Ausnahmefällen möglich sein. Die gestrige mediale Ankündigung von Kulturstadträtin Kaup-Hasler, wonach Konzeptförderungen sowie die zweijährigen Gesamtförderungen doch erhalten bleiben sollen, sei zwar positiv, aber nicht ausreichend. „Für Theaterhäuser, Vereine und zahlreiche Kunstschaffende, die bislang mehrjährige Förderungen außerhalb der Konzeptförderung erhalten haben, bleibt die Situation weiterhin ungeklärt“, so die Kultursprecherin der Grünen Wien, Ursula Berner.
Hinzu kommt, dass die nächste Einreichung für Konzeptförderungen erst 2029 möglich ist. „Theaterhäuser, Vereine und Kulturinstitutionen brauchen verlässliche Perspektiven. Mehrjährige Förderungen sind seit Jahrzehnten ein bewährtes Instrument der Wiener Kulturpolitik. Sie ermöglichen langfristige Projekte, internationale Kooperationen und faire Arbeitsbedingungen. SPÖ und Neos sind gerade dabei, diese Errungenschaft wieder abzuschaffen, und gefährden die Vielfalt und Qualität der Wiener Kulturlandschaft“, so Berner. Die Grünen Wien fordern daher im heutigen Gemeinderat den Erhalt mehrjähriger Förderungen, ein entsprechender Antrag wurde von SPÖ/Neos abgelehnt.
Mehrjährige Fördervereinbarungen wurden Ende der 1990er Jahre eingeführt, um prekäre Arbeitsbedingungen zu entschärfen, den administrativen Aufwand zu reduzieren und langfristige künstlerische Entwicklungen zu ermöglichen. Gerade Kulturinstitutionen und Vereine sind auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen, da Produktionen, Gastspiele und Kooperationen oft weit über ein Kalenderjahr hinausreichen. „Wer nachhaltige Strukturen und faire Arbeitsbedingungen sichern will, darf die Planungssicherheit für Kunst und Kultur nicht aufs Spiel setzen“, so Berner abschließend.
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