• 15.06.2026, 14:19:33
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LIFE-Boat4Sturgeon gelingt erste erfolgreiche Nachzucht von Sternhausen-Stören

LIFE-Boat4Sturgeon gelingt erste erfolgreiche Nachzucht von
Sternhausen-Stören
Wien (OTS) - 

Großer Erfolg für den internationalen Schutz der Störe: LIFE-Boat4Sturgeon ist die erste Nachzucht von Sternhausen im Projekt gelungen. Ein Durchbruch des gemeinsamen Artenschutzprojekts von BMLUK, BOKU, viadonau und der Stadt Wien mit Signalwirkung für den Schutz der stark bedrohten Donaustöre. Anlässlich des Danube Days präsentierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wasserinfrastruktur diesen bedeutenden Meilenstein den Medien.

Die Nachzucht von Sternhausen gilt als besonders herausfordernd, da die weiblichen Störe nur alle zwei bis vier Jahre Eier ausbilden. Um den optimalen Zeitpunkt für eine erfolgreiche Vermehrung zu bestimmen, betreuen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Tiere über Monate hinweg intensivst. Jede Nachzucht erfordert dabei präzise Kenntnisse über die individuelle Entwicklung und den Reifegrad der Elterntiere. Der nun erzielte Zuchterfolg unterstreicht die hohe wissenschaftliche Expertise der Projektpartner und eröffnet neue Perspektiven für den langfristigen Erhalt des Sternhausen in der Donau.

Umweltminister Norbert Totschnig: „Die erfolgreiche Nachzucht der vier Donaustörarten ist ein Meilenstein für den Artenschutz. Mit der schwimmenden Aufzuchtstation auf der Wiener Donauinsel unterstützen wir ein europaweit einzigartiges Projekt zum Erhalt einer, der weltweit am stärksten gefährdeter Tierarten. Dabei können wir erste Erfolge vorweisen, denn es wurden bereits mehr als 150.000 junge Störe in die Donau ausgewildert. Das ist ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu unserem langfristigen Ziel, wieder eine stabile, sich selbst erhaltende Störpopulation in Österreich zu etablieren. Am heutigen Danube Day wird zudem deutlich, wie wichtig es ist, Kindern und Jugendlichen die Bedeutung der Donau und ihrer einzigartigen Tierwelt näherzubringen. Denn erfolgreicher Gewässer- und Artenschutz braucht neben konkreten Maßnahmen auch das Bewusstsein in der Gesellschaft und die Unterstützung der kommenden Generationen.“

„Die Stadt Wien setzt sich dafür ein, die Donau als einzigartigen Lebensraum für viele Tierarten zu erhalten und hat auch das Vorgängerprojekt zum Schutz der Sterlets auf der Donauinsel bereits aktiv unterstützt. Mit dem LIFE-Boat setzen wir diese Erfolgsgeschichte fort: 300.000 Sterlets konnten in Österreich bereits wieder ausgewildert werden, das für 2030 avisierte Projektziel wurde damit bereits jetzt erreicht – was für ein Meilenstein! Das Boot ermöglicht es zudem, das Projekt hautnah zu erleben und mehr als 1.500 Besucherinnen und Besucher haben dieses Angebot schon genutzt – ein zusätzlicher schöner Erfolg!“
, so die für die Wiener Gewässer zuständige Stadträtin Ulli Sima.

viadonau Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler
ergänzt: „Für uns ist klar: An der Donau müssen gute Ideen Bestand und Langzeitwirkung haben. Die aktuellen Zuchterfolge des Projekts LIFE-Boat 4 Sturgeon stärken unsere Artenschutzziele am Strom. Seit Frühjahr 2025 steht das zur Aufzuchtstation umgebaute viadonau-Schiff MS Negrelli an der Wiener Donauinsel gut sichtbar als „Leuchtturm“ einer außergewöhnlichen, innovativen Verschmelzung von Schifffahrt und Naturschutz. Dass auf dem 60 Jahre alten Arbeitsschiff, das einst u. a. als Steintransporter eingesetzt wurde, heute unter der exzellenten wissenschaftlichen Begleitung der BOKU University neue Generationen von Donau-Stören entstehen, macht uns nicht nur stolz. Es ist auch Ausdruck eines lösungsorientierten Verantwortungssinns, der das Herz unserer Unternehmensphilosophie bildet, und mit dem wir im LIFE-Boat4Sturgeon-Projekt gemeinsam mit dem BMLUK, der Stadt Wien und der BOKU University eine ganzheitliche Zukunftsvision für die gesamte Donau verwirklichen: Ein Lebens- und Wirtschaftsraum, in dem eine urtümliche Artenvielfalt ihren festen Platz hat.“

Die wissenschaftliche Bedeutung des Projekts unterstreicht BOKU-Vizerektor Christoph Pfeifer: „Die Donau ist nicht nur ein bedeutender Lebensraum, sondern auch ein Symbol dafür, wie Ökologie, Forschung und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden sind. Projekte wie LIFE-Boat4Sturgeon stehen beispielhaft für einen innovativen Artenschutz und zeigen wie Forschung und Praxis erfolgreich ineinandergreifen können, indem wissenschaftliche Erkenntnisse konsequent in konkrete Maßnahmen übersetzt werden.“

Über LIFE-Boat 4 Sturgeon
LIFE-Boat4Sturgeon wird von der BOKU University geleitet. Das Projektvolumen beträgt insgesamt 11,8 Millionen Euro, wovon 67 Prozent das EU-Programm LIFE übernimmt. Projektpartner sind das österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, der österreichische Wasserstraßenbetreiber viadonau, die Stadt Wien – Wiener Gewässer, WWF Rumänien, WWF Ukraine, WWF Bulgarien, Revivo, MATE AKI HAKI, das Bundesamt für Wasserwirtschaft, die IUCN, der Bezirk Niederbayern und das Haus des Meeres. Co-Financiers des Projekts sind das ungarische Ministerium „Miniszterelnökség“, das slowenische Ministerium für natürliche Ressourcen und Raumplanung, der Landesfischereiverband Bayern e.V., der NÖ- Landesfischereiverband, der OÖ- Landesfischereiverband, die Österreichische Fischereigesellschaft 1880, der Verband der österreichischen Arbeiter-Fischerei-Vereine, der Wiener Fischereiausschuss, die Fischereirevierverbände I und II, das Fischereirevier Donau C, der Nationalpark Donau-Auen, die Marktgemeinde Drösing, und weitere Fördergeber.

Gruppenfoto:
https://we.tl/t-0Z12MBCXL507XUy9

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Telefon: +43 1 71100 DW 606747
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bmluk.gv.at/

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