- 15.06.2026, 11:42:03
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ASFINAG und ÖAMTC starten Offensive für einen sichereren „Arbeitsplatz Straße“
Kampagne „Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du auf sie aufpasst“
Der Arbeitsplatz Autobahn ist gefährlich. Das zeigt einmal mehr die traurige Unfall-Statistik. Bei sechs Unfällen waren im Jahr 2025 Mitarbeitende der ASFINAG involviert, während sie auf der Autobahn ihrer Arbeit nachgingen. In den vergangenen fünf Jahren waren es insgesamt 48 Unfälle, bei denen mehrere ASFINAG-Mitarbeiter schwer und einer sogar tödlich verletzt wurden. Beim ÖAMTC kam im Jahr 2024 ein Mitarbeiter ums Leben. Die Hauptursachen für Unfälle sind Unachtsamkeit und Ablenkung. Meist ist es das Handy, mit dem während der Fahrt hantiert wird, wie auch eine Umfrage von IFES bestätigte. Ein Drittel der Befragten gab dabei zu, Nachrichten auf dem Mobiltelefon während der Fahrt zu lesen oder sogar zu schreiben.
Am Montag startete die ASFINAG daher mit Verkehrsminister Peter Hanke und dem ÖAMTC die Verkehrssicherheits-Kampagne „Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du auf sie aufpasst.“ Botschafter sind die Kinder der Mitarbeitenden. Sie verdeutlichen emotional, dass hinter allen Tätigkeiten auf den Autobahnen und Schnellstraßen Menschen stehen, die für die Allgemeinheit im Einsatz sind. Menschen, die wieder sicher zu ihren Familien nach Hause kommen wollen.
„Ablenkung ist die häufigste Ursache tödlicher Unfälle“, betont Verkehrsminister Peter Hanke. „Deshalb brauchen wir Bewusstseinsbildung, moderne Sicherheitstechnologien und mehr Rücksicht gegenüber den Menschen, die täglich auf unseren Autobahnen im Einsatz sind. Die ASFINAG setzt bereits viele wichtige Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – unterstützen wir sie dabei mit verantwortungsvollem Verhalten am Steuer.“
„Aktuell testen wir ein KI-basiertes Kollisionswarn-System. Aber der größte Hebel für mehr Sicherheit ist der Mensch“, ergänzt ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl. „Unsere Botschaft ist einfach: Danke, dass ihr aufpasst, damit die Mamas und Papas, aber auch Söhne und Töchter, die in der ASFINAG arbeiten, wieder sicher nach Hause zu ihren Familien kommen.“
Und ÖAMTC-Direktor Ernst Kloboucnik: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pannenhilfe und Abschleppdienst sind rund um die Uhr auf Österreichs Straßen unterwegs und unterstützen Menschen in Notsituationen. An erster Stelle steht dabei immer die Sicherheit für alle Beteiligten – dafür setzen wir uns gemeinsam ein.“
Pilotprojekt Kollisionswarnung mit Hilfe von KI
ASFINAG und ÖAMTC testen derzeit ein KI-basiertes System, das Arbeiten unter Verkehr noch sicherer machen soll. Eine Kamera erkennt Fahrzeuge ab etwa 300 Meter Entfernung, die KI analysiert deren Fahrweg und warnt rechtzeitig bei einer möglichen Kollision.
Der Alarm erfolgt dabei doppelt. Ein Hupsignal warnt den Lenker oder die Lenkerin. Und die Mitarbeitenden auf der Straße tragen ein kleines Gerät am Oberarm beziehungsweise nah am Körper, das stark zu vibrieren beginnt. Für den Fall einer Kollision haben sie so ein paar Sekunden mehr Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen.
Die ASFINAG hat sechs dieser Kameras seit dem Vorjahr im Einsatz, weitere 21 Kollisionswarner werden ab Juni gekauft. Der Testbetrieb läuft bis Ende 2026. Sind die Ergebnisse positiv, wird das System flächendeckend ausgerollt. Der ÖAMTC hat derzeit im Rahmen einer Pilotphase ebenfalls elf Fahrzeuge mit dem System ausgestattet und testet die Lösung bei Einsätzen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.
Die Kampagne „Danke, dass du aufpasst“
Mit der Kampagne wollen die ASFINAG und der ÖAMTC allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern verdeutlichen, dass hinter den Tätigkeiten auf den Autobahnen und Schnellstraßen Menschen stehen. Dabei setzt man bewusst auf eine starke Bildsprache. Diese ASFINAG-Kampagne, die der ÖAMTC in diesem Jahr aufgreift, soll positive Gefühle erzeugen, nicht belehren. Erreicht wird das mittels Plakaten entlang des gesamten Streckennetzes sowie Kurz-Videos – mit Kindern von ASFINAG Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Slogan: „Meine Mama/mein Papa arbeitet für dich – Danke, dass du aufpasst“. Bei der ASFINAG runden Inserate, Radiospots und ein starker Schwerpunkt auf den Social Media-Kanälen die emotionale Kampagne ab.
Die honorarfreien Fotos und Videos sowie weitere Informationen zum Download finden Sie hier:
Rückfragen & Kontakt
ASFINAG
Walter Mocnik
Pressesprecher Steiermark und Kärnten
Telefon: +436646010813827
E-Mail: [email protected]
Website: https://asfinag.at
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