- 12.06.2026, 10:00:02
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Familienbund: Von Bildschirmfrei bis Drei zu digital kompetent
Elternbildung wirkt – und beugt Krisen vor
Internationale Meta-Analysen zeigen übereinstimmend, dass qualitätsgesicherte Elternbildungsangebote die Erziehungskompetenz stärken, die Eltern-Kind-Beziehung fördern und familiären Belastungen vorbeugen können. Besonders wirksam sind frühe, niederschwellige und kontinuierliche Angebote für Familien.
Familienbund-Präsidentin Johanna Jachs und Medien- und Elternbildungsexpertin Marietheres van Veen haben in einem Pressegespräch auf die Bedeutung von Elternbildung gerade im Bereich von digitalen Medien hingewiesen.
„Schau hin – Verantwortung leben“ lautet das Jahresmotto des Österreichischen Familienbundes. „Kaum ein Bereich macht deutlicher, wie wichtig dieser Leitsatz ist, als das Elternsein. Kinder brauchen Erwachsene, die hinschauen, zuhören, gut begleiten und Verantwortung übernehmen. Gerade in einer Zeit, in der digitale Medien immer früher in den Familienalltag einziehen, sind Eltern mehr denn je gefordert, ihre Kinder aufmerksam, liebevoll und kompetent zu begleiten“, stellt die Familienbund-Präsidentin fest.
„Digitaler Konsum beginnt bereits im frühen Kindesalter, oft schon vor Drei“, bestätigt Marietheres van Veen und führt aus: „Bildschirmfrei bis Drei kann Eltern eine wichtige Orientierung geben. Entscheidend ist aber auch, was danach kommt: Kinder brauchen Eltern, die sie sicher durch die digitale Welt begleiten können
. Familien brauchen Orientierung, Wissen und Unterstützung. Elternbildung stärkt Familien genau dort, wo sie vor alltäglichen Herausforderungen stehen.“
„Elternbildung soll ein selbstverständlicher Bestandteil der Begleitung von Familien werden. Der Familienbund schlägt vor, Elternbildungsmodule im Eltern-Kind-Pass zu verankern und durch Anreize – etwa eine Bonuszahlung für absolvierte Angebote – attraktiv zu machen. Wer sich Zeit für Elternbildung nimmt, investiert in die Entwicklung seiner Kinder und in ein gelingendes Familienleben“, fordert Johanna Jachs im Namen des Österreichischen Familienbundes und erklärt: „Eltern brauchen fundierte Informationen und praxisnahe Unterstützung, um ihre Kinder sicher durch die digitale Welt begleiten zu können.
Elternbildung muss deshalb österreichweit ausgebaut werden.“
Die Expertin van Veen ergänzt: „Das digitale Zeitalter stellt Familien vor neue Herausforderungen. Die elterliche Aufsichtspflicht endet nicht am Bildschirm. Medienerziehung ist ein langfristiger Prozess – vergleichbar mit Verkehrserziehung.“
„Unabhängig vom Wohnort sollen Familien Zugang zu qualitätsvollen Unterstützungs- und Bildungsangeboten haben. Elternbildung darf keine Frage der Postleitzahl sein
“, schließt Johanna Jachs.
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Marietheres van Veen
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