- 12.06.2026, 09:00:34
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Größter AI Factory Hackathon bringt Industrie, Talente und Europas KI-Infrastruktur zusammen

Über 100 Teilnehmende entwickelten beim ZERO ONE HACK im AI:AT Coworking Hub KI-Prototypen für reale Industrie-Challenges / 100 GPUs auf Leonardo im Einsatz / Industriepartner Infineon Technologies Austria, UNIQA und Sybilion nutzten Hackathon als Open-Innovation-Format
Drei Tage, über 100 Teilnehmende, drei reale Industrie-Challenges und europäische Hochleistungsinfrastruktur im Praxiseinsatz: Mit dem ZERO ONE HACK fand von 29. bis 31. Mai der bislang größte Vor-Ort-Hackathon bei der AI Factory Austria AI:AT statt. Im AI:AT Coworking Hub in Wien arbeiteten Teams aus Entwickler:innen, Studierenden, jungen Talenten und KI-Enthusiast:innen an konkreten Anwendungsfällen aus Industrie, Versicherung und Forecasting.
Der Hackathon wurde von Lumos organisiert und gemeinsam mit Partnern aus dem österreichischen und europäischen KI-Ökosystem umgesetzt. Die AI Factory Austria AI:AT unterstützte das Format als zentraler Partner bei Konzeption, Vorbereitung und Durchführung – unter anderem durch die Bereitstellung der Räumlichkeiten, organisatorische Unterstützung, die Einbindung von Industriepartnern, Mentor:innen und Jury-Mitgliedern sowie durch den Zugang zu europäischer High-Performance-Computing-Infrastruktur.
Im Zentrum stand die praktische Anwendung von Künstlicher Intelligenz: Teams entwickelten innerhalb von 36 Stunden funktionsfähige Prototypen, trainierten und testeten Modelle und präsentierten ihre Ergebnisse vor einer Jury aus Industrie, Technologie, Forschung und Startup-Ökosystem.
Europäische Recheninfrastruktur im realen Praxiseinsatz
Ein zentrales Element des Hackathons war der Zugang zum europäischen Supercomputer Leonardo in Bologna. Über die AI Factory Austria AI:AT standen den Teams insgesamt 25 Rechenknoten mit jeweils vier GPUs zur Verfügung – also 100 GPUs für Training, Fine-Tuning und Experimente. Insgesamt wurden im Rahmen des Hackathons mehr als 800 GPU-Stunden genutzt. Mindestens 15 Teams nutzten mehr als zehn Stunden Rechenzeit und setzten die Infrastruktur damit aktiv für anspruchsvollere Fine-Tuning- und Modellentwicklungsaufgaben ein.
Damit wurde sichtbar, was die europäischen AI Factories leisten sollen: Sie machen leistungsfähige europäische KI-Infrastruktur für Unternehmen, Startups, Talente und Forschungseinrichtungen praktisch nutzbar und senken Einstiegshürden in komplexe KI-Anwendungen.
„Der ZERO ONE HACK hat eindrucksvoll gezeigt, dass erfolgreiche KI-Innovation dort entsteht, wo leistungsfähige Infrastruktur auf motivierte Menschen trifft. Der Zugang zu Rechenleistung und modernsten Technologien ist eine wichtige Voraussetzung – entscheidend sind jedoch die Talente, die diese Möglichkeiten nutzen und in konkrete Lösungen übersetzen können. Formate wie dieses bringen Unternehmen, Nachwuchstalente und europäische KI-Infrastruktur zusammen und schaffen ein Umfeld, in dem Kompetenzen aufgebaut, Innovationen entwickelt und die Fachkräfte von morgen ausgebildet werden. Gemeinsam können wir damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des österreichischen und europäischen KI-Ökosystems leisten.
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Florian Brunner, Managing Director 42 Vienna & 42 Wels
„Beim ZERO ONE HACK ging es uns vor allem um die Förderung von Talenten. Wenn junge Entwickler:innen und Studierende Zugang zu europäischer Spitzeninfrastruktur bekommen und gleichzeitig an realen Challenges von Unternehmen wie Infineon, UNIQA und Sybilion arbeiten, entstehen genau die Möglichkeiten, aus denen echte Innovation wächst. Europa hat die Köpfe, die Infrastruktur und die Industrie. Unsere Aufgabe ist es, diese drei zusammenzubringen und daraus Chancen für die nächste Generation zu schaffen.
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Gerhard Karbeutz, Vorstand Lumos
„Der gemeinsam mit Lumos und AI Factory Austria durchgeführte Hackathon hat eindrucksvoll gezeigt, welches Innovationspotenzial in der regionalen Zusammenarbeit von Technologieunternehmen, Partnern und Talenten steckt. Als HPE ist es uns wichtig, lokale Ökosysteme zu stärken und Räume zu schaffen, in denen neue Ideen für den praktischen Einsatz von KI und modernen IT-Lösungen entstehen können. Die Veranstaltung verdeutlicht die zentrale Rolle leistungsfähiger Infrastruktur und Datenplattformen als Grundlage für digitale Innovationen zum Ausbau der digitalen Wettbewerbsfähigkeit des Standort Wiens.
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Manfred Traumüller, Managing Director HPE Austria
„Der ZERO ONE HACK zeigt in sehr kompakter Form, wofür die AI Factory Austria AI:AT aufgebaut wurde: Wir bringen Unternehmen, Talente, Forschung und europäische KI-Infrastruktur zusammen und schaffen damit einen Raum, in dem aus realen Herausforderungen konkrete Prototypen entstehen. Entscheidend ist nicht nur der Zugang zu Rechenleistung, sondern die Verbindung von Infrastruktur, Know-how, Anwendung und Ökosystem.
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Karl Kugler, Co-Lead, AI Factory Austria AI:AT
Reale Challenges von Infineon, UNIQA und Sybilion
Die teilnehmenden Teams arbeiteten an drei thematischen Tracks mit konkretem Anwendungsbezug. Die Challenges kamen von Infineon Technologies Austria, UNIQA Insurance Group und Sybilion. Damit standen industrielle und wirtschaftliche Fragestellungen im Mittelpunkt, die exemplarisch zeigen, wie Künstliche Intelligenz in realen Anwendungskontexten eingesetzt werden kann.
Bei der Challenge von Infineon Technologies Austria ging es darum, neue Perspektiven auf eine bestehende industrielle Problemstellung zu gewinnen und alternative Lösungsansätze außerhalb der gewohnten Unternehmensperspektive zu testen. Die Teams arbeiteten ohne direkten Zugriff auf produktive Unternehmensdaten und entwickelten innerhalb weniger Tage eigene Ansätze und Vorhersagemodelle. Besonders positiv hervorgehoben wurde der datenorientierte Ansatz des Gewinnerteams – nach dem Prinzip „Data before Models“.
Für Infineon Technologies Austria lieferte der Hackathon damit wertvolle Impulse für die weitere Bearbeitung des Use Cases und zeigte, wie Open-Innovation-Formate neue Ideen, Methoden und Talente in industrielle KI-Entwicklung einbringen können.
Talente treffen Unternehmen
Auch im Talentbereich erzielte der Hackathon konkrete Wirkung über das Event hinaus. Ein Team von 42 Vienna überzeugte die UNIQA Insurance Group mit seiner Lösung des Use Cases rund um gezielte und individualisierte Informationen im UNIQA Onlinerechner. Da UNIQA zudem die besten Talente für sich gewinnen möchte, wurde im Rahmen des Hackathons auch ein Internship vergeben.
Diese Geschichte zeigt exemplarisch, wie AI:AT als Ökosystem-Plattform Unternehmen frühzeitig mit jungen KI-Talenten in Kontakt bringt und konkrete Karriere- und Kooperationsmöglichkeiten entstehen lässt. Hackathons werden damit nicht nur zu Innovationsformaten, sondern auch zu Einstiegspunkten in das österreichische und europäische KI-Ökosystem.
AI:AT als Enabler für industrielle KI-Innovationstalente
Obwohl der Hackathon unter dem Branding von Lumos stattfand, war die AI Factory Austria AI:AT ein zentraler Partner bei der Vorbereitung und Umsetzung. Die AI Factory Austria AI:AT stellte den physischen Ort, unterstützte die organisatorische Planung, brachte Partner zusammen, begleitete Industriepartner bei der Use-Case-Definition und ermöglichte den Zugang zu Rechenressourcen auf Leonardo in Kooperation mit CINECA.
Darüber hinaus brachte AI:AT Mentor:innen, Jury-Mitglieder und Fachpersonal ein und gestaltete Teile des Rahmenprogramms mit. Damit wurden nahezu alle Kernaufgaben der Initiative in einem einzigen Format sichtbar: Zugang zu Infrastruktur, industrielle Anwendung, Talententwicklung, Ökosystem-Verbindung und europäische Zusammenarbeit.
„Hochleistungsrechnen wird dann relevant, wenn es für konkrete Anwendungen zugänglich wird. Beim ZERO ONE HACK konnten Teams europäische Infrastruktur unmittelbar nutzen, Modelle trainieren und ihre Ideen unter realitätsnahen Bedingungen testen. Genau diese Brücke wollen wir mit der AI Factory Austria AI:AT bauen – von Europas Rechenleistung hin zu praktischer KI-Entwicklung in Unternehmen, Forschung und Gesellschaft.
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Markus Stöhr, Co-Lead, AI Factory Austria AI:AT
Strategischer Dialog zu KI in Europa
Begleitend zum Hackathon fand eine hochkarätige Paneldiskussion zum Thema „AI in Europe – Innovation, Infrastructure and Regulation“ statt. Moderiert wurde die Diskussion von Simeon Harrison von der AI Factory Austria AI:AT. Am Panel nahmen Peter Tutsch, Founder & CEO von Entrovy Law, Jose Antonio Alatorre, CEO von Main Sequence, sowie Iveta Lohovska, CTO AI & HPC bei Hewlett Packard Enterprise (HPE), teil.
Die Diskussion verband Perspektiven aus Regulierung, Technologie, Infrastruktur, Unternehmertum und europäischer Innovationspolitik. Sie unterstrich die Rolle der AI Factory Austria AI:AT als Ort, an dem nicht nur KI-Anwendungen entstehen, sondern auch der strategische Dialog über Europas technologische Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit geführt wird.
Von der Idee zur Anwendung
Der ZERO ONE HACK zeigte exemplarisch, wie die AI Factory Austria AI:AT als Schnittstelle zwischen Industrie, Talenten und europäischer Infrastruktur wirkt. Innerhalb eines einzigen Formats wurden reale Use Cases bearbeitet, Unternehmen mit Nachwuchskräften vernetzt, europäische HPC-Ressourcen genutzt und neue Innovationsimpulse geschaffen.
Die positive Resonanz der beteiligten Partner und das Interesse an einer Fortsetzung vergleichbarer Formate bestätigen den Mehrwert dieses Ansatzes: KI wird dann wirksam, wenn Infrastruktur, Expertise, Anwendung und Community zusammenkommen.
Über die AI Factory Austria AI:AT
Die AI Factory Austria AI:AT ist Österreichs nationale AI Factory im Rahmen des EuroHPC Joint Undertaking. Sie wird gemeinsam vom AIT Austrian Institute of Technology und Advanced Computing Austria (ACA) geleitet und durch ein österreichweites Konsortium umgesetzt.
Die Partner im Konsortium sind: TU Wien, Universität Wien, Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), Universität Innsbruck, TU Graz, Johannes Kepler Universität Linz (JKU), Institute of Science and Technology Austria (ISTA), die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), INiTS – Vienna’s High-Tech Incubator sowie EODC – Earth Observation Data Centre for Water Resources Monitoring GmbH.
AI:AT kombiniert KI-optimierte Hochleistungsinfrastruktur mit einem physischen Hub und unterstützt Organisationen aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und angewandter Forschung als marktneutraler, unabhängiger Zugangspunkt entlang der KI-Reise – vom ersten Use Case bis zur praktischen Umsetzung.
Funding Acknowledgement
Die AI Factory Austria (AI:AT) wird durch das European High-Performance Computing Joint Undertaking (JU) im Rahmen des Fördervertrags Nr. 101253078 kofinanziert. Das Joint Undertaking wird unterstützt durch das Horizon-Europe-Programm der Europäischen Union sowie Österreich (BMIMI/FFG).
Rückfragen & Kontakt
Daniel Pepl
Head of Marketing & Communications
AI Factory Austria AI:AT
+43 664 620 78 05 | [email protected] | https://www.ai-at.eu/
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