- 12.06.2026, 09:00:40
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Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Abschlussprüfung: EY startet globalen Roll-out
EY treibt die Weiterentwicklung der Abschlussprüfung voran und startet weltweit den Einsatz von künstlicher Intelligenz, die Prüfschritte vorbereitet, unterstützt und dokumentiert. Ziel ist es, die Qualität, Nachvollziehbarkeit und Risikoorientierung von Prüfungen weiter zu stärken und Prüfer:innen noch gezielter bei komplexen Beurteilungsfragen zu unterstützen. Die neuen KI-Anwendungen werden schrittweise in die globale EY-Prüfungsplattform EY Canvas integriert und sollen künftig alle Phasen der Abschlussprüfung begleiten.
Die technologische Basis bildet ein sogenanntes Multi-Agenten-System, das auf Microsoft-Technologien wie Azure, Foundry und Fabric aufsetzt. EY Canvas verarbeitet bereits heute jährlich mehr als 1,4 Billionen Buchungszeilen. Mit dem globalen Roll-out werden künftig rund 130.000 Prüfer:innen in über 150 Ländern bei etwa 160.000 Prüfungsmandaten durch KI-gestützte Funktionen unterstützt. Flankiert wird diese Transformation durch ein umfassendes, weltweit ausgerolltes Ausbildungs- und Enablement-Programm, das die Mitarbeitenden gezielt befähigt, die neuen Technologien verantwortungsvoll in der Prüfungspraxis einzusetzen.
Höhere Prüfungsqualität durch intelligenten Risikofokus
Im Zentrum des Einsatzes steht nicht der Ersatz menschlicher Expertise, sondern deren gezielte Stärkung. Die KI hilft dabei, große und komplexe Datenmengen strukturierter zu analysieren, Auffälligkeiten früher zu identifizieren und Prüfungsrisiken präziser zu priorisieren. Gleichzeitig stellt sie aktuelle Prüfungs-, Rechnungslegungs- und regulatorische Anforderungen kontextbezogen in Echtzeit zur Verfügung.
Die Systeme übernehmen dabei koordinierende und analytische Aufgaben – etwa bei der Strukturierung von Prüfungsprozessen oder der laufenden Qualitätssicherung – während die finale fachliche Bewertung und das professionelle Urteil weiterhin bei den Prüfer:innen liegen. Die Einführung erfolgt auf Basis umfangreicher Pilotprojekte; bis 2028 sollen die KI-Funktionen die Prüfung End-to-End unterstützen.
„Die Abschlussprüfung wird zunehmend datengetrieben und komplexer. Agentenbasierte KI hilft uns, Risiken klarer zu identifizieren und unsere Prüfungen noch konsistenter und zielgerichteter zu gestalten. Gleichzeitig bleibt das professionelle Urteil der Prüferinnen und Prüfer der zentrale Anker für Qualität und Vertrauen“, sagt Stefan Uher, Leiter der Wirtschaftsprüfung bei EY Österreich.
Mehr Informationen finden Sie im EY-Newsroom.
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