- 11.06.2026, 16:49:32
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KSW zum Budget: Streichung des Gewinnfreibetrags belastet Unternehmen
Die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen (KSW) erkennt im vorgelegten Doppelbudget der Bundesregierung erste richtige Ansätze, sieht zentrale Maßnahmen jedoch kritisch. Vor allem der geplante Entfall des Gewinnfreibetrags belaste die heimische Wirtschaft.
„Die Stoßrichtung stimmt. Wer die Lohnnebenkosten senkt und den digitalen Bürokratieabbau zur Priorität erklärt, geht grundsätzlich den richtigen Weg. Genau dort setzt auch unser mit Expert:innengruppen ausgearbeitetes Reformpaket an. Allerdings erfolgt die von der Bundesregierung angekündigte Senkung der Lohnnebenkosten reichlich spät, und ihre konkrete Umsetzung gemeinsam mit den Bundesländern ist bislang nicht geklärt“, betont KSW-Präsident Philipp Rath.
Entfall des Gewinnfreibetrags falscher Hebel
Den größten Kritikpunkt sieht die Kammer im geplanten Wegfall des Gewinnfreibetrags. „Die Streichung setzt genau am falschen Hebel an und belastet weiter vor allem KMUs und Einzelunternehmen“, so Rath. Kritisch bewertet die KSW auch den geplanten Entfall des Steuervorteils für die Privatnutzung von E-Firmenfahrzeugen. Damit sinke der wirtschaftliche Anreiz für Unternehmen, in den eigenen Fuhrpark zu investieren, und es fehle an Planungssicherheit. „Viele Betriebe haben ihre langfristigen Anschaffungen auf Grundlage der bisherigen Regelung getätigt und sehen sich nun mit verschlechterten Rahmenbedingungen konfrontiert“, stellt Rath klar.
Die KSW bekräftigt ihre Bereitschaft, die nächsten Schritte aktiv mitzugestalten: „Wir als Berufsstand haben das Ohr direkt an den Unternehmen und verstehen uns als Brückenbauerin zwischen Gesetzgebung und Praxis. Wir bringen uns nicht nur mit Forderungen, sondern ausgearbeiteten Lösungen ein. Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch, wir sind bereit.“
Klare Positionierung gegen neue Steuern
Klar positioniert sich die Kammer auch in der laufenden Debatte, dass neue Steuern für den Standort kontraproduktiv seien. Einerseits würden diese zu Verunsicherung führen, aber auch ein Hemmschuh für neue Betriebsansiedelungen. „Wenn wir jetzt den Mut aufbringen, die richtigen Weichen zu stellen, können wir Österreich wieder zu einem attraktiven, wettbewerbsfähigen Standort mit einem Steuersystem machen, das Leistung fördert statt sanktioniert“, so KSW-Präsident Philipp Rath.
Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen als Partner:innen der heimischen Unternehmen
Die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen vertritt die Interessen von mehr als 8.800 Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen sowíe knapp 4.500 Berufsanwärter:innen. Deren Leistungen werden von 95 % aller österreichischen Unternehmen in Anspruch genommen. Mehr unter www.ksw.or.at
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