• 11.06.2026, 08:01:02
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Über 15.000 Menschen fordern Verbot von Konversionsmaßnahmen

Politische Angriffe auf queere Menschen nehmen zu – #aufstehn fordert rasches Handeln der Regierung

Wien (OTS) - 

Mehr als 15.000 Menschen haben die #aufstehn-Petition für ein Verbot von Konversionsmaßnahmen in Österreich bereits unterzeichnet. Gemeinsam mit mehr als 10 Partner_innen – unter anderem HOSI Wien, COURAGE* Beratungsstellen und Vienna Pride – fordert die gemeinnützige Organisation die Bundesregierung auf, ein entsprechendes Verbot nun rasch umzusetzen.

Link zur Petition: Konversionsmaßnahmen verbieten

Konversionsmaßnahmen versuchen, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität von Menschen zu verändern oder zu unterdrücken. Internationale Fach- und Menschenrechtsorganisationen warnen seit Jahren eindringlich vor den Folgen dieser Praktiken. Manche Expert_innen bezeichnen die sogenannten “Umpolungs”-Versuche sogar als Folter. Viele Betroffene entwickeln dadurch Depressionen und sogar Suizidgedanken.

In Deutschland, Malta sowie vielen anderen Ländern sind Konversionsmaßnahmen daher längst verboten. In Österreich gibt es bis heute kein umfassendes Verbot – obwohl sich die Regierung in ihrem Programm eigentlich schon auf ein solches geeinigt hat. Aktuell blockiert die ÖVP allerdings die Umsetzung, denn sie möchte nicht, dass auch trans Personen vor den Praktiken geschützt werden.

“Es ist vollkommen absurd, dass die ÖVP eine bereits im Regierungsprogramm festgelegte Maßnahme zum Schutz queerer Menschen blockiert”, so Leonie Stein von #aufstehn. “Mit der Petition wollen wir zeigen, wie viele Menschen sich für ein Gesetz aussprechen, das alle queeren Menschen vor diesen gewaltvollen Praktiken schützt – auch inter-, nicht-binäre und trans Personen.”

Anti-queere Kampagnen schaffen ein gefährliches gesellschaftliches Klima

Wie dringend notwendig der Schutz queerer Menschen ist, zeigen österreich- und sogar europaweite Entwicklungen: Rechtspopulistische Akteur_innen versuchen zunehmend, die Diskriminierung queerer Menschen salonfähig zu machen und nicht-binären oder gender-fluiden Menschen ihre Existenz abzusprechen. In Österreich macht die FPÖ damit gegen queere Menschen Stimmung, in Deutschland die AfD. In der Schweiz ist es die Neonazi-Gruppe “Junge Tat”, die immer wieder queerfeindliche Aktionen macht.

“Solche politischen Kampagnen suggerieren, queere Menschen müssten verändert werden – dieselbe falsche Annahme, die auch hinter Konversionsmaßnahmen steckt. Dabei ist Queer-Sein keine Krankheit, queere Menschen sind gut, so wie sie sind“, so Stein. “Es ist längst überfällig, dass die jetzige Regierung umgehend ein Gesetz beschließt, um Betroffene vor solchen Angriffen zu schützen.”

Rückfragen & Kontakt

Aufstehn.at - Verein zur Förderung zivilgesellschaftlicher
Partizipation
Viola Kurz, MA
E-Mail: [email protected]
Tel: 0043 670 550 6384
Website: https://www.aufstehn.at

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