- 10.06.2026, 09:01:12
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Internationale Eröffnungsveranstaltung der CHAMP-ION Pilotlinie vereint wichtige Akteure der Quantentechnologien

Das CHAMP-ION-Konsortium hat seine internationale Eröffnungsveranstaltung in Villach, Österreich, abgehalten und dabei führende Interessenvertreter:innen aus dem gesamten europäischen Ökosystem der Quantentechnologien zusammengebracht. CHAMP-ION (Championing A European Advanced Manufacturing Pilot Line of Ion-Traps) ist ein Pilotlinienprojekt mit einem Volumen von 50 Millionen Euro, das mit Mitteln der Europäischen Union (Chips JU) sowie nationaler und regionaler Förderstellen der beteiligten Mitgliedstaaten kofinanziert wird.
Die Initiative zielt darauf ab, eine vollständige europäische Wertschöpfungskette für Ionenfallen-Chips zu entwickeln, die Design, Mikrofabrikation, Integration, Test und Validierung umfasst. Es sollen robuste, reproduzierbare Fertigungsprozesse etabliert werden, um Ionenfallen-Technologien vom Laborprototyp zur industriellen Serienproduktion zu führen – mit dem Ziel, den Technologiereifegrad 6 (TRL 6) zu erreichen und die Grundlage für eine künftige Großserienproduktion zu legen.
Koordiniert von Silicon Austria Labs (SAL), vereint die Initiative 21 Partner aus Österreich, Deutschland, Finnland, Italien, Portugal und Tschechien in einem branchenübergreifenden Konsortium aus Forschungseinrichtungen, KMU, Industrieunternehmen, Metrologieinstituten und Universitäten.
Offene Pilotlinie für Industrie und Forschung: Stärkung des europäischen Quantenökosystems
Ionenfallen-Systeme zählen zu den führenden Plattformen für Quantencomputing, Quantensensorik, Quantenkommunikation und Quantensimulation. Der Übergang dieser Systeme vom Laborprototyp zur industriellen Serienproduktion erfordert jedoch robuste Fertigungsprozesse, Standardisierung und integrierte Lieferketten. CHAMP-ION begegnet diesen Herausforderungen durch den Aufbau einer hochwertigen Pilotlinie (HQ-PL) für Ionenfallen-Chips mit Fokus auf Reproduzierbarkeit, Ausbeuteoptimierung und Prozessstabilität.
Die Pilotlinie wird nach einem offenen Modell mit einem einzigen Zugangspunkt betrieben und ermöglicht es Unternehmen, KMU, Start-ups und Forschungsorganisationen in ganz Europa, Fabrikations- und Testdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Die Anlage wird Multi-Project-Wafer-Läufe (MPW) und Pilotproduktion unterstützen, um Einstiegshürden zu senken und den Technologietransfer von der Forschung in die Industrie zu beschleunigen. Darüber hinaus werden standardisierte Process Design Kits (PDKs) und skalierbare Integrationsrahmen entwickelt, um zunehmend komplexe Quantensysteme zu unterstützen. Durch die Bündelung von Expertise in Mikrofabrikation, Photonik, Elektronik, Metrologie und Quantensystemen strebt CHAMP-ION eine Stärkung der europäischen Quantenlieferkette und industriellen Wettbewerbsfähigkeit an.
Die Pilotlinie wird mehrere Ionenfallen-Architekturen unterstützen, darunter Oberflächenelektroden-, monolithische, gestapelte und MEMS-basierte Designs, um eine breite Anwendbarkeit über verschiedene Quantentechnologieplattformen hinweg sicherzustellen.
Christina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs (SAL), sagte: „Wir sind stolz darauf, CHAMP-ION als wahrhaft europäische Initiative zu koordinieren, die führende Expertise aus dem gesamten Kontinent zusammenbringt, um Europas technologische Souveränität im Bereich der Quantentechnologien zu stärken. Durch den Aufbau eines offenen und skalierbaren Ionenfallen-Ökosystems schaffen wir das Fundament für Quantenexzellenz auf Weltklasseniveau – made in Europe.
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Isabel Tausendschön, CFO von Silicon Austria Labs (SAL), sagte: „CHAMP-ION ist eine wichtige Investition in Europas künftige Wettbewerbsfähigkeit und schafft neue Chancen für industrielle Innovation, hochwertige Fertigung und resiliente Lieferketten. Projekte wie dieses sind unverzichtbar, um Spitzenforschung in nachhaltige wirtschaftliche Wertschöpfung zu überführen.
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Der österreichische Innovationsminister Peter Hanke sagte: „Mit CHAMP-ION zeigt Europa, dass wir bei Schlüsseltechnologien wie Quantencomputing nicht nur wissenschaftlich führend sein wollen, sondern auch industrielle Wertschöpfung gezielt in Europa aufbauen. Österreich übernimmt dabei mit Silicon Austria Labs, Infineon Austria, Alpine Quantum Technologies (AQT), der Universität Innsbruck und ParityQC eine zentrale Rolle. CHAMP-ION stärkt unsere technologische Souveränität, schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze und bringt Spitzenforschung schneller in industrielle Anwendungen. Gerade im globalen Wettbewerb um Zukunftstechnologien ist es entscheidend, dass Europa eigene Fertigungskapazitäten, resilientere Lieferketten und Innovationsökosysteme aufbaut."
Fähigkeiten der Pilotlinie und technologischer Umfang
CHAMP-ION wird einen durchgängigen industriellen Workflow bereitstellen, der Folgendes umfasst:
- Device Design und Process Design Kit; Mikrofabrikation von Ionenfallen-Chips; Photonik-, Elektronik- und MEMS-Integration; Metrologie, Test und Validierung; Pilotproduktion und Multi-Project-Wafer-Läufe.
- Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung standardisierter PDKs und skalierbarer Integrationsrahmen, um die Interoperabilität in industriellen und wissenschaftlichen Ökosystemen zu gewährleisten und künftige Systeme mit Tausenden gefangener Ionen zu unterstützen.
Konsortium
Das CHAMP-ION-Konsortium umfasst 21 Partner:
- Koordinator: Silicon Austria Labs (SAL)
- Industriepartner: Infineon Technologies Austria AG, Infineon Technologies AG, Infineon Technologies Dresden AG & Co. KG, Alpine Quantum Technologies GmbH (AQT), Parity Quantum Computing GmbH, Eleqtron GmbH, neQxt GmbH, Qudora Technologies GmbH
- Forschungseinrichtungen und Universitäten: VTT Technical Research Centre of Finland, Universität Innsbruck, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Universität Siegen, Leibniz Universität Hannover, Università degli Studi di Padova, Universität Palacký Olomouc, ISI Tschechische Akademie der Wissenschaften, International Iberian Nanotechnology Laboratory
- Metrologie-Institute: Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Istituto Nazionale Di Ricerca Metrologica (INRIM)
- Innovations- und Koordinationsunterstützung: AMIRES – Business Innovation Management Institute Z.U.
Rückfragen & Kontakt
Silicon Austria Labs GmbH
Isabella Preuer
Head of Communications & PR
Telefon: 06648329773
E-Mail: [email protected]
Website: https://silicon-austria-labs.com/
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