• 09.06.2026, 13:00:02
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BMWKMS: Round-Table – Diskussion mit Jugendlichen zum Social-Media-Verbot

Wien (OTS) - 

Auf Einladung von Vizekanzler Andreas Babler haben am 9. Juni Jugendliche und Vertreter:innen von Jugendorganisationen an einem Round Table zum Maßnahmenpaket für Kinder- und Jugendschutz im Internet teilgenommen.

„Mir ist wichtig, dass wir uns mit jungen Menschen austauschen, ihre Perspektiven, ihre Wünsche und ihre Anforderungen hören. Unser Ziel ist, dass junge Menschen informiert bleiben, Fake News von echten Informationen unterscheiden können und die Unterstützung bekommen, die sie benötigen – im Alltag wie in der digitalen Welt“, so Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler.

Kernstück des von der Bundesregierung im März beschlossenen Maßnahmenpakets zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet ist die Einführung eines verpflichtenden Mindestalters von 14 Jahren für die Nutzung von Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat. Der Gesetzesentwurf wird in wenigen Wochen vorliegen, die technische Umsetzung ist für Anfang 2027 geplant.

Vizekanzler Andreas Babler, Bundesminister Christoph Wiederkehr und Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll haben in den letzten Wochen eine Reihe von Gesprächsrunden mit Vertreter:innen aus Politik, Bildungseinrichtungen, der Zivilgesellschaft und den Plattformen veranstaltet, um die unterschiedlichen Perspektiven und Erwartungen in den Prozess einzubinden.

Zum heutigen Round-Table trafen Vertreter:innen vom UNICEF-Jugendbeirat, dem Jugendbeirat der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien, der Bundesjugendvertretung und des Youth Panel von saferinternet.at im Medienministerium ein. Ziel des Round Table ist es, konkrete politische Schlussfolgerungen und Anregungen für die weitere Arbeit – die Stärkung der Medienkompetenz und die Förderung jugendaffiner journalistischer Qualitätsformate – mitzunehmen.

Im Rahmen des Round Table berichteten die Jugendlichen von ihren Erfahrungen mit Social Media, den Alternativen, die sie sich wünschen und davon, was sie sich von der Politik, der Schule und den Plattformen erwarten.

Zusammenfassend wiesen die Jugendvertreter:innen darauf hin, dass digitale Technologien und Künstliche Intelligenz jungen Menschen große Chancen für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe bieten, die Plattformen jedoch die Verantwortung für die Risiken ihrer Geschäftsmodelle – Suchtmechanismen, Desinformation, Hass, Radikalisierung und manipulative Inhalte – übernehmen sollten. Neben geschützten digitalen und analogen Räumen wünschen sich die Jugendlichen gezielte Medienbildung, um soziale Medien selbstbestimmt zu nutzen. Von der Politik erwarten sie sich eine konsequente Durchsetzung der Kinderrechte und die Einbindung Jugendlicher in strukturelle Entscheidungen.

Bundesminister Christoph Wiederkehr: „Digitale Medien prägen den Alltag junger Menschen und bieten große Chancen für Lernen, Information und Teilhabe. Umso wichtiger ist es, dass Kinder und Jugendliche die Kompetenzen erwerben, sich sicher, kritisch und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Die Gespräche mit den Jugendlichen haben deutlich gezeigt, wie wichtig Medienbildung und digitale Aufklärung sind. Diese Perspektiven nehmen wir ernst und werden sie in unsere weitere Arbeit einfließen lassen. Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie müssen junge Menschen dabei unterstützen, Informationen einzuordnen, Desinformation zu erkennen und digitale Technologien verantwortungsvoll zu nutzen.“

Staatssekretär für Digitalisierung Alexander Pröll: „Künstliche Intelligenz und digitale Technologien sind gekommen, um zu bleiben – sie werden die Welt unserer Kinder prägen. Unsere Verantwortung ist es, junge Menschen darauf vorzubereiten, statt sie damit allein zu lassen. Die Faktenlage spricht eine klare Sprache: Ein Großteil der jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren haben bereits Hass im Netz erlebt, und 76 Prozent der Mädchen in Österreich sagen, dass Social Media beeinflusst, ob sie sich schön finden. Das ist kein Randthema, sondern eine Frage der gesunden Entwicklung der zukünftigen Generationen. Mit dem Mindestalter von 14 Jahren und gezielter Medienbildung setzen wir ein klares gesellschaftliches Signal und geben jungen Menschen zugleich die Werkzeuge in die Hand, die sie brauchen.“

„Die Anliegen der jungen Menschen sind klar: Sie wollen, dass Verantwortung übernommen, Schutz und Unterstützung geboten und konsequent gehandelt wird. Das ist ein klarer Auftrag für diese Bundesregierung“, so Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur,
Medien und Sport

Abteilung I/6 - Öffentlichkeitsarbeit

+43 1 71606-664781
[email protected]
www.bmwkms.gv.at

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