- 08.06.2026, 11:11:32
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Minimal-invasive Adipositasbehandlung mittels Gastroskopie und Fundus-Ablation erstmals in Österreich
Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien wurde die erste minimal-invasive Adipositasbehandlung in Österreich mittels gastrischer Mukosaablation (GMA) durchgeführt.
Durch die Ablation, die im Rahmen einer Gastroskopie durchgeführt wird, kommt es zu einer Verödung des oberen Magenbereichs, des Fundus, wodurch die Produktion des Hungerhormons Ghrelin reduziert wird und (Heiß-)hunger bei den Patient:innen abnimmt. Damit wird die Gewichtsreduktion unterstützt.
Adipositas ist in Österreich ein wachsendes Gesundheitsproblem und Risikofaktor für bestimmte Erkrankungen wie beispielsweise Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Gelenks- oder Rückenbeschwerden. Behandlungsoptionen sind Ernährungs- und Bewegungstherapie und bei starker Adipositas die chirurgische Magenverkleinerung. Auch medikamentöse Behandlungen nehmen immer mehr zu.
„Zahlreiche Menschen mit Adipositas und Übergewicht haben aufgrund von Heißhunger und auch Hungerattacken Probleme mit der Gewichtsreduktion. Hier ist es wichtig anzusetzen, um langfristige Behandlungserfolge zu ermöglichen. Mit der gastrischen Mukosaablation erreichen wir genau das,“ erklärt Prim. Prof. Priv.-Doz. Dr. Arnulf Ferlitsch, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin I, der mit seinem Team um Oberarzt Dr. Christian Schweitzer die erste Mukosaablation zur Adipositasbehandlung in ganz Österreich durchgeführt hat.
Die Behandlung wurde - ohne der Notwendigkeit eines Schnitts durch die Haut - im Rahmen einer Magenspiegelung (Gastroskopie) unter Vollnarkose durchgeführt. Sie dauerte in etwa 45 Minuten und die Patientin konnte am nächsten Tag nach Hause gehen. Sie ist wohl auf und hat auch bereits 6 kg abgenommen.
Die Funktionsweise
Bei der gastrischen Mukosaablation kommt ein Hybridgerät zum Einsatz, welches einerseits die tieferen Gewebeschichten des Fundus durch die Injektion von Flüssigkeit schützt und andererseits die obere Schleimhaut des Fundus verödet. Durch diese Verödung wird die Produktion des Hormons Ghrelin reduziert und der Grehlin-Spiegel im Blut sinkt. Dadurch nimmt das Hungergefühl ab, es wird weniger gegessen bzw. bewusster, wodurch es in weiterer Folge zu einer Gewichtsreduktion kommen kann.
„Ich gratuliere Prof. Ferlitsch und seinem Team zur ersten gastrischen Mukosaablation in Österreich. Es ist ein Meilenstein in der Behandlung von Adipositas, der Wirkung zeigt und vor allem schonend für die Patientinnen und Patienten ist. Wir bieten damit einmal mehr modernste Medizin, die den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt,“ so Krankenhaus-Gesamtleiter Dir. Ivan Jukić, MAS.
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