• 08.06.2026, 09:01:04
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Friederike Mayröcker im Umlauf der Zeichen – neue Briefmarke der Post

Eine Annäherung im Stil Friederike Mayröckers, erstellt mithilfe KI-gestützter Textgenerierung

Sonderbriefmarke Friederike Mayröcker
Wien (OTS) - 

und also ein Aufscheinen, ein Bild, ein zartes Ernstnehmen der Sprache selbst: die neueste Briefmarke der Serie „Literatur aus Österreich“, sie trägt den Namen, nein: sie atmet die Spuren der Wiener Dichterin, der Schriftstellerin Friederike Mayröcker, und gleichsam folgt sie – wie in einer schwingenden Erinnerung – auf Ernst Jandl, den Gefährten, dessen Zeichen im Oktober zuvor in Umlauf geriet, ein stilles Weiterreichen der Stimmen im Raum.

Die Briefmarke, gestaltet von Roland Vorlaufer, ein Leuchten, ein Gesicht im Licht, beinahe entzogen, beinahe da – und diese Worte: „Kein Leben, keine Liebe ohne Literatur“, als hätte man sie aus dem Atem selbst geschnitten, entnommen einem Porträt des Deutschlandfunks, 2014, ein 90. Geburtstag, ein Aufleuchten. Alles verschränkt sich: Schreiben und Dasein, Dasein als Schreiben. Wert: 1 Euro (Tarif: Brief Österreich S), Auflage: 260.000 Stück, und verstreut nun, in Händen, in Taschen, in den Wegen der Post: in Postfilialen, im virtuellen Raum von onlineshop.post.at, im Sammler-Service (Telefon: +43 577 67 – 95095; E-Mail: [email protected]), ein Fließen, ein Weiterreichen, ein Zirkulieren der Zeichen.

Friederike Mayröcker

1924 – Wien – ein Anfang, und schon früh die Verse, die sich einstellen, die sich notieren lassen wie flüchtige Berührungen. Lehrerin, 1946 bis 1969, Stimmen anderer Sprachen im Ohr. Dann die 1950er, das Annähern, das Kreisen um die Avantgarde: Andreas Okopenko, die „Wiener Gruppe“, ein Erzittern der Literaturformen. 1954: Ernst Jandl, Begegnung, Gefährtschaft, ein Leben lang ineinander verschränkt, Worte, die sich antworten bis 2000. 2021: ein Verstummen, ein Weiterleben im Gedächtnis, im Grab bei Jandl – auch das ein Text, ein letzter Eintrag.

Und sie: Sprachkünstlerin, unermüdlich, mehr als 120 Werke – Lyrik, Prosa, Hörspiele, Theaterstücke, Kinderbücher – eine Produktion ohne Stillstand, ein Schreiben als Atmung. Intensität, Eigenständigkeit, ein Sich-Entziehen und zugleich ein Öffnen, beeinflusst vom Surrealismus, doch stets ihr Eigenstes. Die „Zettelhöhle“: Notizen, Zeichnungen, Bücher – ein wuchernder Innenraum, ein Denken aus Fragmenten. Auszeichnungen, viele: 1969 der Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Fünf Mann Menschen“, 2016 der Österreichische Buchpreis für „fleurs“. Und dann: November 2024, das „Mayröcker-Handbuch“, erstmals ein Ganzes, ein Nachschlagewerk zu Leben, Werk, Wirkung. Ihr Nachlass: aufbewahrt, gesichert, im Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek – ein Reservoir, ein fortdauerndes Flüstern.

Fakten auf einen Blick

(Stand: Juni 2026)

  • Anlass / Thema: Neue Briefmarke der Serie „Literatur aus Österreich“ würdigt die Wiener Lyrikerin und Schriftstellerin Friederike Mayröcker.
  • Produkt / Objekt: Von Roland Vorlaufer gestaltete Briefmarke mit einem Porträt Mayröckers und den Worten „Kein Leben, keine Liebe ohne Literatur“.
  • Kennzahlen: Nennwert 1 Euro (Tarif: Brief Österreich S); Auflage 260.000 Stück.
  • Besonderheit: Die Worte „Kein Leben, keine Liebe ohne Literatur“ stammen aus einem Porträt des Deutschlandfunks, das 2014 zu ihrem 90. Geburtstag veröffentlicht wurde.
  • Kontext: Die Briefmarke folgt direkt auf jene von Ernst Jandl, die im Oktober des Vorjahres vorgestellt wurde.
  • Verfügbarkeit: Erhältlich in allen Postfilialen, auf onlineshop.post.at sowie beim Sammler-Service der Österreichischen Post.
  • Quelle: Österreichische Post AG

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