- 07.06.2026, 10:53:02
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Bundesheer engagiert sich verstärkt im internationalen Umweltschutz
Das österreichische Bundesheer baut sein Engagement in internationalen Umweltschutzprojekten der Vereinten Nationen weiter aus. Davon sollen künftig auch österreichische Soldatinnen und Soldaten bei UN-Einsätzen profitieren. Konkret beteiligt sich das Bundesheer am Climate Security Mechanism, einer Initiative, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Sicherheitsrisiken befasst. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen für UN-Missionen zu entwickeln und umzusetzen. Dazu zählen etwa die Verwendung klimafreundlicher Materialien bei Ausrüstung und Geräten, die Anpassung der Infrastruktur an klimatische Bedingungen und Extremereignisse sowie die stärkere Verankerung von Umweltschutzmaßnahmen im gesamten Einsatzbetrieb. Darüber hinaus sollen politische Entscheidungsträger und die Bevölkerung in den Einsatzgebieten für die Folgen des Klimawandels sowie dessen lokale und regionale Auswirkungen sensibilisiert werden.
Experten des Bundesheeres und anderer Streitkräfte weisen seit Jahren auf den engen Zusammenhang zwischen Klima und Sicherheit hin. Nationale und internationale Fachleute sehen den Klimawandel als Konflikttreiber sowie als Risiko- und Bedrohungsmultiplikator. Bestehende soziale, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen werden dadurch verschärft, während gleichzeitig neue Unsicherheiten auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene entstehen. Maßnahmen zur Verringerung von Klimaschäden sollen daher auch zur Stabilisierung und Erhöhung der Sicherheit in betroffenen Regionen beitragen – sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für dort eingesetzte militärische Kräfte.
„Der Klimawandel und seine Folgen zeigen, wie wichtig das Engagement des Bundesheeres im Umweltschutz ist. Denn ein stabiles Klima bedeutet auch mehr Stabilität und Sicherheit für die Menschen in den betroffenen Regionen“, betont Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. „Von dieser Sicherheit profitieren auch die UNO-Truppen bei ihren Einsätzen, darunter österreichische Kontingente.“
Als weiteres Projekt im Bereich Klima und Sicherheit veranstaltet das Bundesheer heuer im November bereits zum vierten Mal einen Runden Tisch in Brüssel. Erwartet werden rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von UN, EU und NATO. Im Mittelpunkt stehen der Austausch über Strategien der verschiedenen Organisationen sowie deren bessere Abstimmung. Ziel ist es, den Zusammenhang von Klima und Sicherheit noch stärker in internationale Einsätze zu integrieren.
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