• 05.06.2026, 16:52:02
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70. Eurovision Song Contest: Top-Werte beim jungen Publikum und Online-Rekorde

Internationale Kennzahlen belegen ungebrochene Beliebtheit trotz Boykott-Aufrufen

Wien (OTS) - 

Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien war ein voller Erfolg, insbesondere bei jungen Zielgruppen und auf digitalen Plattformen, und unterstreicht eindrucksvoll die ungebrochene Attraktivität des Wettbewerbs im 70. Jahr seines Bestehens. Einem strukturellen Reichweitenrückgang stehen Erfolgswerte in den teilnehmenden Ländern gegenüber. Der ESC ist somit auch in herausfordernden Zeiten seinem Motto „United by Music“ gerecht geworden.

ORF-Executive Producer Michael Krön: „Es freut mich sehr, dass wir trotz zahlreicher Boykottaufrufe im Vorfeld und dem Wegfall einiger wichtiger Märkte unsere Ziele erreicht haben. Die TV-Reichweiten haben mit 131 Millionen unsere Erwartungen sogar noch übertroffen. Darüber hinaus finde ich schön, dass wir die jungen Zielgruppen besonders aktivieren und auf Social Media mit unserem Content Rekord-Views erzielen konnten.“

Starke Gesamtperformance trotz erklärbarem Reichweitenrückgang

Der diesjährige Song Contest erreichte 131 Millionen Zuseherinnen und Zuseher in 35 gemessenen TV-Märkten. Der im Jahresvergleich verzeichnete Rückgang der Gesamtreichweite ist maßgeblich auf die Nichtteilnahme mehrerer Länder zurückzuführen. Allein Island, Irland, Spanien, die Niederlande und Slowenien hatten im Vorjahr gemeinsam eine Reichweite von mehr als 28 Millionen Personen erzielt. Der Rückgang ist daher strukturell erklärbar und kein Indikator für ein nachlassendes Publikumsinteresse.

Unabhängig davon konnten in rund einem Drittel der gemessenen Märkte Reichweitenzuwächse verzeichnet werden. Besonders stark war das Wachstum im Gastgeberland Österreich sowie in Australien (jeweils +1,2 Millionen). In 14 von 35 teilnehmenden Märkten wurden Marktanteile von mehr als 50 Prozent gemessen. Am stärksten waren dabei Finnland (92,8 %), Schweden (85,5 %), Norwegen (83,4 %) und Dänemark (79 %).

Aber auch in Österreich erzielte der Eurovision Song Contest 2026 Rekordwerte. Das Grand Final erreichte durchschnittlich rund 1,6 Millionen Zuseherinnen und Zuseher, bei einem Marktanteil von bis zu 75 Prozent 12+ bzw. 91 Prozent bei den 12- bis 29-Jährigen.

Enormer Zuwachs bei digitalen Kennzahlen zum ESC; ORF erzielte 100 Millionen Views auf Social Media

Der Eurovision Song Contest hat sich zu einem ganzjährigen globalen Unterhaltungsphänomen entwickelt, das belegen die internationalen, digitalen Kennzahlen. Bereits von den ersten Ankündigungen der Acts der teilnehmenden Nationen und nationalen Vorentscheiden verfolgen Millionen von Fans jede Entwicklung in der Welt des Song Contest bis hin zum großen Finale. Und mehr denn je sind es die jüngeren Zuschauer:innen, die für rekordverdächtige Interaktionen im Online-Bereich sorgen.

Über TikTok, Instagram, Facebook, YouTube und andere Plattformen begeisterte der Eurovision Song Contest Fans in aller Welt, wobei die Interaktionen zwischen dem 1. Januar und dem 30. Mai 2026 (zwei Wochen nach dem Grand Final) neue Höhen erreichten. So erzeugten offizielle Eurovision-Inhalte in diesem Zeitraum mehr als 2,75 Milliarden Aufrufe (TikTok, Instagram, YouTube und Facebook). Über die Show-Woche hinweg (11. bis 17. Mai) verzeichneten die digitalen Kanäle des Eurovision Song Contest über 39,3 Millionen Interaktionen und übertrafen damit die Vorjahreszahl von 39,1 Millionen.

Auf TikTok gab es ein enormes Wachstum bei jüngeren Fans, 37 Prozent der Follower:innen sind im Alter von 18–24 Jahren. Die Anzahl der Aufrufe in der Showwoche stieg 2026 im Vergleich zu 2025 um 33 Prozent. Die Interaktionen nahmen gegenüber Basel 2025 zu. Insgesamt generierten TikTok-Inhalte zwischen dem 1. Januar und dem 30. Mai 872,1 Millionen Aufrufe, was einer Steigerung von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Auf Instagram nutzten mehr Fans als je zuvor Fotos, Stories, Videos und Übertragungen, um in die Welt des Eurovision Song Contest einzutauchen. Erstmals erreichte der ESC auf der Plattform mehr als eine Milliarde Aufrufe. Das sind 3,25 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch Facebook verzeichnete im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ein großes Wachstum, wobei ESC-Inhalte 247,8 Millionen Aufrufe erhielten und 43 Millionen Accounts erreicht wurden. Das entspricht einem Anstieg von 33,6 Prozent bzw. 34,4 Prozent. Die Interaktionen sprangen 2026 um fast 23 Prozent auf 3,8 Millionen.

Das stetig wachsende Subreddit „r/eurovision“ erreichte 372.150 Nutzer:innen, ein Anstieg von mehr als 32.000 seit 2025. Exklusive für Reddit verfügbare Künstler:innen-Erstproben-Megathreads erzielten dank einer engagierten Community von Moderatoren und Superfans 2,27 Millionen Aufrufe für den diesjährigen Wettbewerb.

Auch der ORF erreichte im Online-Bereich Rekordwerte. Mit mehr als 450 Content Pieces erzielte der ORF auf seinen Social-Media-Kanälen rund 100 Millionen Views. Die ESC-Live-Streams und -Videos verbuchten seit 24. April 66 Millionen Nutzungsminuten in Österreich. Storys, Live-Ticker und Hintergrundberichte auf https://songcontest.ORF.at und im gesamten ORF.at-Network erzielten mehr als 13 Millionen Page Impressions. Auf https://debatte.ORF.at diskutierten Fans live mit und setzten über 14.000 Postings ab. Mehr als 1.900 Kurztextbeiträge gingen im Rahmen von „TXT meets ESC“ im ORF TELETEXT on air.

Junge Zielgruppen klar gewonnen

Ein zentrales Erfolgssignal liefert die Entwicklung bei den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern: Bei den 15- bis 24-Jährigen erzielte das Grand Final einen durchschnittlichen Marktanteil von 54,8 Prozent – das ist viermal so hoch wie der durchschnittliche Marktanteil der ausstrahlenden Sender in dieser Zielgruppe (13,7 %). Dieser Abstand ist sogar größer als im Vorjahr und belegt eindrucksvoll, wie stark der Eurovision Song Contest die Relevanz öffentlich-rechtlicher Angebote bei jungen Menschen steigert.

ORF-Studie belegt hohe Beliebtheit des Eurovision Song Contest in der österreichischen Bevölkerung

Dass der Eurovision Song Contest beim österreichischen Publikum ein voller Erfolg war, belegen auch die Zahlen einer aktuellen ORF-Umfrage, die zwischen 18. und 26. Mai stattfand (INTEGRAL, online/telefonisch, n=1.000, repräsentativ für die österreichische Wohnbevölkerung 16+):

Der Eurovision Song Contest 2026 ging an so gut wie niemandem in Österreich vorbei: 98 Prozent der Befragten wissen, dass der ESC 2026 am 16. Mai in der Wiener Stadthalle ausgetragen worden ist. Mit 74 Prozent ist die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher davon überzeugt, dass die Austragung des ESC eine gute Möglichkeit war, Österreich in der Welt zu präsentieren, und dass dadurch der Österreich-Tourismus belebt wird (72 %). 70 Prozent denken, dass Österreich damit in der Welt bekannter wird.

Positiv wurde die Rolle des ORF als gastgebende Rundfunkanstalt bewertet: 68 Prozent finden, dass der ORF den Song Contest sehr gut und professionell organisiert und durchgeführt hat. Für mehr als die Hälfte der Befragten hat der ORF durch die Austragung des ESC Österreich die Möglichkeit geboten, sich weltoffen und in seiner Vielfalt zu präsentieren und damit einen Beitrag zur Verständigung der Nationen geleistet. Für 49 Prozent hat der ORF dadurch international an Ansehen gewonnen.

Jene, die das Finale verfolgt haben, fanden es „professionell gemacht“ (90 %), „unterhaltsam“ (79 %) und mit „eindrucksvoller Bühne/Technik“ (90 %). Österreich sei „als attraktives Reiseland dargestellt“ (78 %) und das „Thema ‚United by Music‘ gut umgesetzt worden“ (74 %). 69 Prozent fanden die Show „spannend“, 68 Prozent die „Moderation sympathisch und kompetent“.

Sehr geschätzt wurde, dass der ESC umweltfreundlich und barrierefrei gestaltet war: 70 Prozent finden es sehr/eher gut, dass der ORF die Austragung des ESC als Green Event veranstaltet hat, und 80 Prozent, dass die Finalshows für Gehörlose untertitelt, in internationale Gebärdensprache übersetzt und für Blinde und Sehbehinderte audiodeskribiert wurden.

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