- 03.06.2026, 11:24:32
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- OTS0099
Empfehlung des ORF-Publikumsrats
Der ORF-Publikumsrat hat in seiner Plenarsitzung am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, unter dem Vorsitz von Mag.a Gabriele Zgubic-Engleder folgende Empfehlung beschlossen:
Empfehlung des ORF-Publikumsrats zum Thema Gleichberechtigung
Die Berücksichtigung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist aus Sicht des Publikums ein wichtiger Programmauftrag des ORF (MW 2,1). Die Publikumsratsstudie 2025 zeigt: 77 % der Bevölkerung halten Gleichberechtigung von Frauen und Männern generell für sehr/ziemlich wichtig. 71 % halten es für wichtig, dass der ORF Gleichberechtigung in seinen Angeboten berücksichtigt. Beide Aspekte werden von Frauen signifikant häufiger als wichtig erachtet. Die Erfüllung dieses Anspruchs sieht das ORF-Publikum insbesondere im Bereich der Moderation (32 % sehr, 45 % ziemlich) und der aufgegriffenen Themen (25 % sehr, 47 % ziemlich) berücksichtigt, gefolgt von Studio- und Talkgästen (25 % sehr, 44 % ziemlich) sowie Expertinnen und Experten (27 % sehr, 42 % ziemlich). Der Aussage, dass in den ORF-Angeboten Frauen und Männer gleichberechtigt in unterschiedlichen Rollen vorkommen, stimmen 25 % sehr und 46 % ziemlich zu.
Im Rahmen des Themenschwerpunkts des Publikumsrats zur Berücksichtigung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern am 5. März 2026 wurden darüber hinaus folgende Anliegen und Forderungen geäußert:
- Bei Studiogästen und Fachleuten in den ORF-Programmen sollen Frauen stärker vertreten sein. Es sollen zudem unterschiedliche Expertinnen zu Wort kommen.
- In Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Expertinnen-Datenbank des ORF sollen auch die generellen Kriterien für den Status als Expertin oder Experte im ORF evaluiert und transparent gemacht werden. Es soll verstärkt Expertise aus Universitäten und Forschungseinrichtungen genutzt werden. Expertise soll zudem für das Publikum verständlich vermittelt werden.
- Während sich der ORF bemüht, bei Eigenproduktionen auf das Thema Gleichberechtigung zu achten, soll bei zugekauften Produktionen verstärkt darauf geachtet werden, ob diese Geschlechterstereotype reproduzieren.
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