- 03.06.2026, 11:15:33
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FW-Bundesfachrätin Hubmann: Reformansätze von Präsidentin Martha Schultz zeigen in die richtige Richtung, sind noch lange nicht genug!
Freiheitliche Wirtschaft begrüßt erste Reformsignale in der WKÖ, fordert aber mehr Tempo, tiefgreifendere Veränderungen und ein Ende überholter Zwangsstrukturen.
Die Freiheitliche Wirtschaft (FW) begrüßt die von Wirtschaftskammerpräsidentin Martha Schultz angekündigten Reformmaßnahmen in der Wirtschaftskammer Österreich. Der geplante Abbau von rund 200 der 800 Stellen in der Bundeskammer bis Ende 2027, die angekündigte Verschlankung von Strukturen sowie das Ziel, die Betriebe bis 2030 um 100 Millionen Euro zu entlasten, sind erste Schritte in die richtige Richtung.
Für die FW ist aber klar: Das kann und darf nur der Anfang sein. Dass nun überhaupt über Stellenabbau, Strukturvereinfachung und Entlastung gesprochen wird, zeigt, dass der jahrelange Reformdruck durch Anträge in der Kammer, parlamentarische Initiativen und konsequente Medienarbeit der Freiheitlichen Wirtschaft endlich seine Wirkung entfaltet.
Die FW erwartet von Präsidentin Schultz nun weitere konsequente Schritte. Dazu zählen der Abbau von Doppelgleisigkeiten zwischen Bundes- und Landeskammern, eine ehrliche Überprüfung aufgeblähter Strukturen, eine deutliche Senkung der Kammerumlagen sowie eine grundsätzliche Debatte über die Pflichtmitgliedschaft. Unternehmer müssen mehr Freiheit, mehr Transparenz und mehr Mitbestimmung erhalten.
Gleichzeitig fordert die FW von der Wirtschaftskammer ein wesentlich entschlosseneres Auftreten gegenüber wirtschaftsfeindlichen Maßnahmen der ÖVP-SPÖ-NEOS-Bundesregierung sowie gegenüber der ausufernden Regulierungswut der Europäischen Union. Die heimischen Betriebe erwarten sich eine Kammer, die kämpft, Klartext redet und entschlossen handelt und nicht nur verwaltet.
Klar ist für die Freiheitliche Wirtschaft auch: Reformbedarf besteht nicht nur in der Wirtschaftskammer. Auch die Arbeiterkammer muss endlich auf den Prüfstand. Hohe Einnahmen, beträchtliche Rücklagen und Überschüsse auf Kosten der Pflichtmitglieder zeigen, dass auch dort eine grundlegende Modernisierung notwendig ist. Zwangsmitgliedschaften, überbordende Apparate und politisierte Strukturen sind nicht mehr zeitgemäß.
FW-Bundesfachrätin Silvia Hubmann, BA hält dazu fest: „Steter Tropfen höhlt den Stein. Die Freiheitliche Wirtschaft fordert seit Jahren eine schlankere, effizientere und schlagkräftigere Wirtschaftskammer. Es freut uns, dass nun erste Reform- und Modernisierungsschritte gesetzt werden. Doch Österreichs Unternehmer brauchen keine Reformen im Schneckentempo, sondern einen echten Neustart mit tiefgreifenden Einschnitten in der Interessenvertretung. Frau Präsidentin Martha Schultz ist hier ordentlich gefordert. Viele Vorschläge der Freiheitlichen Wirtschaft liegen längst am Tisch und können direkt in die Organisationsreform der Wirtschaftskammer einfließen. Wer von Reformen spricht, darf aber nicht bei der Wirtschaftskammer stehen bleiben. Auch die Arbeiterkammer muss endlich ehrlich überprüft werden. Österreich braucht moderne, effiziente Interessenvertretungen statt aufgeblähter und parteipolitisch geprägter Apparate. Das Ziel muss mehr Freiheit, mehr Transparenz und mehr Geld für die Mitglieder sein.“
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