- 03.06.2026, 07:32:34
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Österreich räumt bei Europas erster Auszeichnung für LGBTIQ+-Inklusion am Arbeitsplatz ab
Sechs Auszeichnungen für Unternehmen und Role Models aus Österreich bei der EPBN-WISE Conference & Awards Ceremony in Prag

Großer Erfolg für Österreich bei der ersten europaweiten Auszeichnung für LGBTIQ+-Inklusion am Arbeitsplatz: Mit IKEA, ÖBB und Erste Group gingen drei der insgesamt 14 Unternehmensauszeichnungen nach Österreich, zusätzlich wurden drei österreichische Persönlichkeiten mit Role-Model-Auszeichnungen für ihr Engagement geehrt.
Vergeben wurden die Preise im Rahmen der EPBN-WISE Conference & Awards Ceremony „Protect Workplace Inclusion in Europe“ in Prag. Rund 500 Teilnehmer:innen aus 15 Ländern kamen zusammen, um über die Zukunft inklusiver Arbeitswelten, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und den Umgang mit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung zu diskutieren.
Entgegengenommen wurden die Preise vor Ort von Vertreter:innen der ausgezeichneten Unternehmen, darunter:
- Nicole Steger, Equality, Diversity & Inclusion Leader bei IKEA Austria,
- Traude Kogoj, Konzernbeauftragte für Gender & Diversity bei den ÖBB, sowie
- Mirsad Aljušević, Group Diversity Officer der Erste Group.
Mit den Role-Model-Auszeichnungen werden Personen gewürdigt, die sich zusätzlich zu ihren beruflichen Rollen aktiv für mehr LGBTIQ+-Inklusion, Sichtbarkeit und chancengerechte Arbeitswelten einsetzen. Als österreichische Role Models wurden ausgezeichnet:
- Anna Geiger, Innovation Lead bei der iC group,
- Annamaria De Franco, Portfolio Head Regulatory Affairs bei Sandoz und
- Ken Goigner, Lehrer und Fellow bei Teach For Austria.
Österreichisches Modell wird europäischer Standard
Erstmals wurden Unternehmen aus mehreren europäischen Ländern anhand einer gemeinsamen Methodologie im Bereich LGBTIQ+-Inklusion bewertet. Diese basiert auf dem österreichischen Meritus, der seit 2009 alle zwei Jahre vergeben wird. Die europaweite Anwendung zeigt, wie österreichische Expertise zur Weiterentwicklung von Diversity-Standards auf europäischer Ebene beiträgt.
„Dass österreichische Unternehmen, österreichische Role Models und mit dem Meritus sogar eine in Österreich entwickelte Methodologie europaweit sichtbar werden, zeigt die Stärke grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Vielfalt und Inklusion sind kein Randthema, sondern ein Wettbewerbs- und Zukunftsfaktor für Europa“, betont Lukas Burian, Präsident von AGPRO und Pride Biz Austria.
„Wer alle Potenziale im Unternehmen ausschöpfen will, muss Diversity, Equity und Inclusion als grundlegende Fairnessarbeit begreifen. Kein Add-on, kein Nice-to-have, sondern Belonging als Kern der Unternehmenskultur.“, ergänzt Clar Gallistl, Vizepräsidentschaft von Pride Biz Austria.
Inklusive Arbeitswelten als Wettbewerbsfaktor
Bereits tagsüber brachte die EPBN-WISE Konferenz Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, bevor am Abend die Awards Ceremony stattfand. Im Fokus standen Fragen rund um Fachkräftesicherung, Unternehmenskultur und die Rolle inklusiver Arbeitswelten in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. In Panels und Workshops diskutierten Expert:innen, wie Vielfalt nachhaltig in Recruiting, Führung und Arbeitsalltag verankert werden kann.
Die Bedeutung inklusiver Arbeitswelten reicht dabei weit über Diversity-Maßnahmen hinaus: Laut Daten der EU-Grundrechteagentur verstecken 45 Prozent der LGBTIQ+ Personen in der Europäischen Union ihre Identität am Arbeitsplatz, 18 Prozent berichten von Diskriminierungserfahrungen. Gleichzeitig leben rund 40 Millionen LGBTIQ+ Menschen in Europa – ein bedeutendes Potenzial für Unternehmen und Arbeitsmärkte.
Europäische Zusammenarbeit für inklusive Arbeitswelten
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts WISE („Workplace Inclusion for a Sustainable Europe“) statt, das durch die Europäische Union im Rahmen des CERV-Programms gefördert wird. Das Projekt wird vom European Pride Business Network (EPBN) getragen und gemeinsam mit Pride Biz Austria (Österreich), Pride Business Forum (Tschechien), L’Autre Cercle (Frankreich), EDGE (Italien) sowie dem Berufsverband Völklinger Kreis (Deutschland) umgesetzt.
Die Konferenz stand unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments sowie der französischen und irischen Botschaft in Tschechien. Das European Pride Business Network vereint heute 27 Mitgliedsorganisationen aus 23 europäischen Ländern und setzt sich für die Förderung inklusiver Arbeitswelten und chancengerechter Unternehmenskulturen in Europa ein.
Über Pride Biz Austria
Pride Biz Austria ist Österreichs Netzwerk für LGBTIQ+ Diversity Management und setzt sich gemeinsam mit Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen für chancengerechte und inklusive Arbeitswelten ein. Als österreichische Vertretung im European Pride Business Network arbeitet Pride Biz Austria daran, Diversity-Standards weiterzuentwickeln und nachhaltige Veränderungen in der Arbeitswelt voranzutreiben.
Fotos zur honorarfreien redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die EPBN-WISE Conference & Awards Ceremony 2026.
Nachbericht & Bilder
Hier geht es zum offiziellen Nachbericht der EPBN-WISE Conference & Award Ceremony
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