• 03.06.2026, 07:00:32
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Bildungsministerium und Stiftung für Wirtschaftsbildung intensivieren Zusammenarbeit

Gemeinsames Ziel: Mehr Wirtschafts- und Finanzbildung für Österreichs Schülerinnen und Schüler

Wien (OTS) - 

Bildungsminister Christoph Wiederkehr und die Stiftung für Wirtschaftsbildung haben sich im Rahmen eines Austauschs über die weitere Stärkung der Wirtschafts- und Finanzbildung in Österreichs Schulen verständigt. An dem Treffen waren auch WKÖ-Präsidentin Martha Schultz, AK-Präsidentin Renate Anderl, der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Martin Kocher, Andreas Treichl, ab Juli 2026 Vorstandsvorsitzender der ERSTE Stiftung, Erich Hampel, Vorstandsvorsitzender der B&C Privatstiftung und Repräsentant des MEGA Bildungsvereins, Günter Thumser, Mitglied des Stiftungsrats der Innovationsstiftung für Bildung sowie Gudrun Feucht, IV-Bereichsleiterin Bildung & Gesellschaft anwesend. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen gemeinsame Initiativen zur Förderung wirtschaftlicher Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen sowie die Professionalisierung der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften in diesem Bereich.

Alle Seiten betonten die zunehmende Bedeutung wirtschaftlicher Grundbildung für junge Menschen. Wirtschafts- und Finanzbildung seien wichtige Voraussetzungen, um gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen und selbstbestimmte Entscheidungen treffen zu können. Gleichzeitig zeige sich auch bei Schülerinnen und Schülern selbst ein wachsendes Interesse an wirtschaftlichen Themen und an praxisnaher Finanzbildung.

Die Stiftung für Wirtschaftsbildung begrüßte insbesondere die im Rahmen des „Plan Zukunft“ vorgesehene weitere Stärkung der Wirtschaftsbildung in der Sekundarstufe I. Dies sei ein wichtiger Schritt, um ökonomische Bildung frühzeitig und nachhaltig im Bildungssystem zu verankern.

Einigkeit bestand zudem darüber, dass eine erfolgreiche Umsetzung entsprechender Maßnahmen sinnvolle Begleitmaßnahmen benötigt, um Schulen und Lehrkräfte bestmöglich vorzubereiten und nachhaltig zu begleiten. Die Stiftung für Wirtschaftsbildung positioniert sich dabei ausdrücklich als Implementierungs- und Umsetzungspartnerin für Wirtschaftsbildung in Österreich

Im Gespräch wurden insbesondere konkrete Kooperationsmöglichkeiten zwischen Bildungsministerium, der Stiftung für Wirtschaftsbildung und den weiteren Partnern erörtert. Dazu zählen:

  • eine bundesweite Fortbildungsoffensive für Lehrkräfte in Kooperation mit den Pädagogischen Hochschulen,
  • sowie die Entwicklung eines österreichweiten Schülerinnen-und Schüler-Wettbewerbs für Wirtschafts- und Finanzbildung nach dem Vorbild des „Känguru der Mathematik“.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr betonte die Bedeutung starker Partnerschaften bei der Umsetzung:
„Die Stärkung der Wirtschaftsbildung ist ein zentraler Bestandteil von Bildung, die auf das Leben vorbereitet. Hierzu freue ich mich über das Know How der Stiftung für Wirtschaftsbildung, die als gewichtiger Zusammenschluss von Sozialpartnern, dem öffentlichen Bereich und Akteuren der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft wertvolle Expertise und Praxiserfahrung einbringt. Gemeinsam wollen wir zielgerichtet daran arbeiten, Begeisterung und Kompetenzen für Wirtschaftsbildung für Schülerinnen und Schüler in Österreich nachhaltig zu stärken.“

„Wir begrüßen den Plan von Bundesminister Wiederkehr, die Wirtschaftsbildung in der Sekundarstufe I zu stärken. Die Stiftung hat mit 60 Pilotschulen in fünf Jahren gezeigt, wie das gelingen kann — und unterstützt das Bildungsministerium nun dabei, alle Schülerinnen und Schüler gut aufs Leben vorzubereiten“, sagt Matthias Reisinger, geschäftsführender Vorstand der Stiftung für Wirtschaftsbildung.

„Eine starke Wirtschaftsbildung muss breit gedacht werden: von Konsum- und Finanzbildung über Demokratieverständnis bis zur Berufsorientierung. Entscheidend sind qualitätsvolle Inhalte, gut unterstützte Lehrkräfte und eine Umsetzung, die alle Schülerinnen und Schüler erreicht“, sagt Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer.

„Wer wirtschaftliche Zusammenhänge versteht, kann an gesellschaftlichen Entscheidungen teilhaben. Wirtschaftsbildung gibt jungen Menschen dieses Fundament und stärkt ihre Eigenverantwortung und demokratische Teilhabe. Damit das gelingt, braucht es Lehrpersonen, die mit praxisnahen Fortbildungen ausgestattet sind und Wirtschaft so vermitteln können, dass sie im Klassenzimmer wirklich ankommt“, sagt Gudrun Feucht, IV-Bereichsleiterin Bildung & Gesellschaft, in Vertretung von Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung.

„Ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort braucht junge Menschen, die wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen, verantwortungsbewusste Entscheidungen treffen und die Chancen einer modernen Wirtschafts- und Arbeitswelt nutzen können. Das ist auch die Grundlage für Chancenfairness. Dafür braucht es hochwertige Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zu Entrepreneurship Education sowie Finanz-, Wirtschafts- und Verbraucher:innenbildung, die praxisnah und rasch verfügbar sind. Genau dafür steht die Stiftung für Wirtschaftsbildung“, so Erich Hampel, Vorstandsvorsitzender der B&C Privatstiftung und Repräsentant des MEGA Bildungsvereins.

„Wirtschafts- und Finanzbildung sind wichtige Grundlagen für fundierte Entscheidungen im Alltag und für das Vertrauen in Institutionen. Die Nationalbank engagiert sich deshalb gemeinsam mit Partnern wie dem Bildungsministerium stark in diesem Bereich. Gemeinsam wollen wir wirtschaftliche Zusammenhänge verständlicher machen und finanzielle Kompetenzen stärken“, sagt Martin Kocher, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank.

„Wirtschafts- und Finanzbildung stärkt junge Menschen darin, Zusammenhänge zu verstehen, Chancen zu nützen und selbstbewusste Entscheidungen zu treffen. Der neue Bildungsplan sieht vor, dieses Verständnis früher und umfassender zu vermitteln: Damit werden Schülerinnen und Schüler für ihren eigenen Weg gestärkt - und Österreich ist noch besser für die Zukunft gerüstet.“, sagt Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich.

„Der im Plan Zukunft angekündigte Schwerpunkt auf Wirtschaft & Berufsorientierung in der Mittelstufe ist nicht nur eine bedeutende Innovation für den Bildungsstandort, es wird damit direkt auf den deutlichen Wunsch der Kinder und Jugendlichen reagiert, in der Schule mehr wirtschaftliches Grundkenntnisse zu erwerben. Das ist wichtig für spätere wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe. Wir unterstützen aktiv eine rasche Umsetzung dieser Stärkung der Wirtschaftsbildung.“, sagt Günter Thumser, Mitglied des Stiftungsrats der Innovationsstiftung für Bildung.

„Ein gutes Grundverständnis von Wirtschaft und Finanzen ist eine wichtige Basis, um langfristig richtige Entscheidungen zu treffen und selbstbestimmt zu leben. Dass die Bildungspolitik dieses Thema nun mit großer Ernsthaftigkeit behandelt, kann positive Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft haben“, sagt Andreas Treichl, ab Juli 2026 Vorstandsvorsitzender der ERSTE Stiftung.

Der Bundesminister und die Stiftung für Wirtschaftsbildung vereinbarten, den Austausch fortzusetzen und konkrete Maßnahmen gemeinsam weiterzuentwickeln.


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Telefon: 01/531205034
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