• 01.06.2026, 09:06:03
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Klimajobs liegen im Trend: 400 Wiener Jugendliche bei „Klimafit in die Zukunft“

Wenn Baggerfahren plötzlich cooler ist als Bürojob: Große Begeisterung bei Mitmach-Event für grüne Lehrberufe – Hirschbeck: „Großer Dank an die teilnehmenden Unternehmen“

Klimajobs liegen im Trend: Rund 400 Wiener Jugendliche
begeisterten sich bei „Klimafit in die Zukunft“ für grüne Berufe –
hier am Bild mit Thomas Hirschbeck (Mitte).
Wien (OTS) - 

Wer glaubt, Gartenberufe bestehen aus Gießkanne und Gartenzwerg, wurde beim Event „Klimafit in die Zukunft“ in der Berufsschule für Gartenbau und Floristik eines Besseren belehrt: Rund 400 Wiener Schülerinnen und Schüler verwandelten den Schulgarten Kagran kurzerhand in den wohl grünsten Hotspot der Wiener Berufsorientierung. Zwischen Baumaschinen, Baumklettern, Naturpools und kreativer Floristik wurde schnell klar: Klimajobs haben längst ihr Öko-Nischenimage abgelegt — und entwickeln sich gerade zu echten Zukunftsberufen mit Sinn, Action und Karrierechancen.

Die Veranstaltung der Landesinnung Wien der Gärtner und Floristen gemeinsam mit dem KUS-Netzwerk zeigte eindrucksvoll, wie modern und vielseitig die grüne Branche heute ist. Und offenbar traf das genau den Nerv der Jugendlichen: Viele informierten sich nicht nur über Lehrstellen, sondern meldeten sich direkt vor Ort für weitere Informationen oder Ausbildungsplätze an.

„Die Jugendlichen wollen heute nicht irgendeinen Job, sondern etwas Sinnvolles machen — am besten mit Zukunft, Abwechslung und echter Wirkung. Genau das bieten grüne Berufe. Außerdem: Wer kann schon behaupten, beruflich ganze Städte kühler und lebenswerter zu machen?“, sagt Thomas Hirschbeck, Innungsmeister-Stellvertreter der Landesinnung Wien der Gärtner und Floristen, mit einem Augenzwinkern.

Zwischen Baumkrone und Baggerkabine

Besonders beliebt: die interaktiven Erlebnisstationen. Dort konnten Jugendliche selbst Baumaschinen steuern, Rollrasen verlegen, Pflastersteine setzen, in luftiger Höhe Baumklettern ausprobieren oder erleben, wie moderne Dach- und Fassadenbegrünung funktioniert. Spätestens beim ersten Blick in die Baggerkabine war für viele klar: Klimajobs sind deutlich actionreicher als ihr Ruf. „Viele Jugendliche sind überrascht, wie technisch und modern unsere Branche geworden ist. Da geht es um Maschinen, Planung, Nachhaltigkeit, Stadtklima — und manchmal eben auch darum, in zehn Metern Höhe einen Baum zu pflegen. Das bleibt hängen“, so Hirschbeck.

Vor allem die Themen Stadtbegrünung, Hitzeschutz und nachhaltige Gartengestaltung sorgten für großes Interesse. Kein Wunder: Begrünte Städte gelten längst als entscheidender Faktor gegen sommerliche Hitzeinseln.

Die grüne Branche sucht die Generation Zukunft

Rund 17 Unternehmen präsentierten beim Event ihre Ausbildungsangebote und gaben praxisnahe Einblicke in ihren Berufsalltag. Der Bedarf an Nachwuchs ist groß — ebenso wie die Chancen für junge Menschen. „Wir reden hier nicht über irgendeinen kurzfristigen Trend. Begrünung wird eine der großen Zukunftsaufgaben unserer Städte. Wer heute einen grünen Beruf erlernt, hat hervorragende Karrierechancen und arbeitet gleichzeitig an etwas, das wirklich sichtbar etwas verändert“, betont Hirschbeck.

Auch die Ausbildung zum „Klimagärtner“ stößt auf wachsendes Interesse. Sie verbindet klassische Gartenbau-Kompetenzen mit Themen wie Klimaschutz, nachhaltiger Stadtentwicklung und moderner Begrünungstechnologie.

Neben den Unternehmen informierten auch die Duale Akademie, die HBLFA für Gartenbau Schönbrunn, die Wiener Stadtgärten sowie das BIWI über konkrete Ausbildungswege und Karrierechancen. Die Veranstaltung „Klimafit in die Zukunft“ fand am 28. Mai 2026 im Schulgarten Kagran sowie in der Berufsschule für Gartenbau und Floristik statt. Der Eintritt war kostenlos.

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Wirtschaftskammer Wien
Mag. Anna Trummer
Telefon: 0660 4816667
E-Mail: [email protected]
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