- 26.05.2026, 11:23:32
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Industrie zur Finanzierung der Lehrausbildung: Unsicherheit beseitigen, Klarheit schaffen, Lehre absichern
Finanzierungsunsicherheit gefährdet die Lehrausbildung: IV unterstützt Petition von zukunft.lehre.österreich.
„Die Unsicherheit unter ausbildenden Unternehmen nimmt von Woche zu Woche zu“, zeigt sich Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), besorgt angesichts fehlender Entscheidungen, die Finanzierung der betrieblichen Lehrlingsausbildung in Österreich auch für die Zukunft abzusichern. Denn die fehlende Valorisierung des öffentlichen Budgets für die Lehrstellenförderung bei gleichzeitig steigenden Lehrlingsgehältern führe bereits heuer zu einer Finanzierungslücke von 74 Millionen Euro. Die Lehrlingsinitiative zukunft.lehre.österreich. hat dazu eine entsprechende Petition vorgestellt. „Unsichere Rahmenbedingungen sind das Gift für unternehmerisches Handeln und genau diese Unsicherheit wird derzeit befeuert,“ unterstützt der Neumayer die Initiative.
„Ich vermisse die breite Diskussion zu einer zukunftsfähigen Finanzierung der österreichische Lehrausbildung und das trotz der Ankündigung einer umfassenden Fachkräftestrategie der Bundesregierung,“ betont Neumayer. Interessante Vorschläge wären vorhanden, jedoch fehle der zielgerichtete Dialog darüber. Die betriebliche Lehrausbildung sei, gut belegt, die für die öffentliche Hand bei weitem günstigste Ausbildungsform in der Sekundarstufe II, der volkswirtschaftliche Nutzen daher unbestritten. „Industrieunternehmen investieren rund 140.000 Euro in die Ausbildung eines jungen Menschen und bieten den Absolventinnen und Absolventen darüber hinaus hochwertige Karriere- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten,“ hält der Generalsekretär fest. Die derzeit extrem herausfordernden Rahmenbedingungen für die österreichische Industrie, die sich auch in niedrigeren Lehrlingszahlen niederschlagen, dürften nicht noch weiter verstärkt werden.
Es wären vor allem die kleineren Zulieferbetriebe der Industrie, die bei weiteren finanziellen Kürzungen ihre Ausbildungsaufgabe als erste aufgeben müssten. „Wir brauchen den Blick auf das gesamte Ausbildungs-Ökosystem in Österreich: Wenn sich die Bedingungen verschlechtern, werden auch Großunternehmen nicht mehr in der Lage sein, über ihren eigenen Bedarf hinaus auszubilden“, gibt der Generalsekretär zu bedenken. Das Image der Lehrausbildung in der Bevölkerung sei durch die anhaltend unsichere Lage ebenso in Gefahr. „Wenn die politischen Beteuerungen zu einer Aufwertung der Lehre Realität werden sollen, muss die Finanzierung dauerhaft geklärt und abgesichert werden“, fasst der Generalsekretär abschließend zusammen.
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