- 26.05.2026, 10:30:32
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Resümee zu zwei Jahren Rückerstattung der HIV-PrEP
Fortschritt mit Ablaufdatum
Seit zwei Jahren besteht für die HIV-Präexpositionsprophylaxe (HIV-PrEP) in Österreich die teilweise und zeitlich limitierte Möglichkeit einer Kostenrückerstattung. Der notwendige breite und gleichberechtigte Zugang zu PrEP ist damit nicht nachhaltig gesichert. Die Österreichische AIDS Gesellschaft (ÖAG) zieht ein Resümee und fordert die Aufnahme der PrEP in die medizinische Regelversorgung.
Die HIV-PrEP stellt einen hochwirksamen und evidenzbasierten Schutz vor einer HIV-Infektion dar und ist zugleich eine kosteneffektive Maßnahme für Personen mit erhöhtem Risiko. Eine breite und nachhaltige Implementierung trägt wesentlich dazu bei, die Zahl der HIV-Neuinfektionen und folglich die HIV-Prävalenz langfristig zu reduzieren.
Seit April 2024 besteht in Österreich für die HIV-PrEP die teilweise und bis Ende 2027 zeitlich limitierte Möglichkeit einer Kostenrückerstattung. Dieser Schritt hat den Zugang zur HIV-PrEP verbessert und wichtige Impulse für den Ausbau entsprechender Versorgungsstrukturen gesetzt.
ÖAG zieht Resümee: Spezialisierte Mediziner*innen bieten hohe Expertise
Die medizinische Fachgesellschaft ÖAG hat diese Entwicklung aktiv begleitet und durch gezielte Maßnahmen unterstützt. Dazu zählen unabhängige Fortbildungen für Mediziner*innen, der Aufbau der Informationsplattform www.hivprep.at sowie die Etablierung österreichweiter Qualitätsstandards für PrEP-Mediziner*innen. Neben spezialisierten Kliniken und Ambulanzen bieten nun landesweit fast 50 niedergelassene Ärzt*innen eine leitliniengerechte PrEP-Begleitung an. Zusätzlich haben sich etwa 50 Apotheken auf HIV-PrEP spezialisiert und auf der Plattform der ÖAG listen lassen.
ÖAG zieht Fazit: Der langfristige Erfolg braucht Kontinuität durch Regelversorgung
Erfahrungen zeigen, dass nachhaltige positive Auswirkungen der HIV-PrEP insbesondere von einer langfristig gesicherten Verfügbarkeit abhängen. Sowohl auf Public-Health-Ebene als auch für die Menschen individuell in ihrem aktiven Schutz vor einer HIV-Infektion ist die Kontinuität der PrEP-Versorgung entscheidend. Priv.-Doz. DDR. David Chromy fasst als Vorstandsmitglied der ÖAG zusammen: „Die medizinische Expertise ist vorhanden. Jetzt braucht es die strukturelle Verankerung der PrEP in der Regelversorgung, um einen nachhaltigen Beitrag zur Eindämmung der HIV-Epidemie und damit zur öffentlichen Gesundheit leisten zu können.“
Über die ÖAG
Die ÖAG ist Österreichs medizinische Fachgesellschaft zum Thema HIV und vereinigt Expert*innen aus den medizinischen, pflegerischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen. Neben der Vertretung der HIV-Behandlung, PrEP-Begleitung und HIV-Forschung ist es ein wesentliches Ziel der ÖAG, die HIV-Inzidenz und -Prävalenz mit dem bestmöglichen Einsatz aller verfügbaren Maßnahmen zu senken.
Rückfragen & Kontakt
Österreichische AIDS Gesellschaft
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.aidsgesellschaft.at
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