• 26.05.2026, 08:42:32
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Sonderschuldirektorinnen und -direktoren einig: Eigenständige Ausbildung im Bereich Sonderpädagogik muss wieder her

LR Teschl-Hofmeister: Wohl des Kindes muss im Mittelpunkt stehen

St. Pölten (OTS) - 

Im Rahmen eines Vernetzungstreffens kamen kürzlich die Direktorinnen und Direktoren der Sonderschulen zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven im Bereich der sonderpädagogischen Bildung auszutauschen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die individuelle Förderung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Eltern und Bildungseinrichtungen. Gerade die Diskussion rund um Inklusion und die Zukunft der Sonderschulen zeigt, wie wichtig differenzierte Bildungsangebote sind. In Niederösterreich besuchen derzeit rund 6.000 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf die allgemeine Pflichtschule – etwa die Hälfte davon wird in Sonderschulen unterrichtet.

„Jedes Kind braucht jene Unterstützung, die seinen individuellen Bedürfnissen am besten entspricht. Deshalb stehen wir klar für Wahlfreiheit zwischen inklusiven Modellen und Sonderschulen. Entscheidend sei, das Kindeswohl stets in den Mittelpunkt zu stellen und Eltern bestmöglich bei ihrer Entscheidung zu unterstützen“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Zusätzlich wurde beim Vernetzungstreffen die Forderung bekräftigt, die Ausbildung im Bereich Sonderpädagogik wieder gezielt zu stärken und – wie im Regierungsübereinkommen vorgesehen – eigenständig auszubauen. Die Direktorinnen und Direktoren verwiesen darauf, dass der Bedarf an qualifizierten Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen laufend steigt und die Schulen dringend entsprechend ausgebildetes Fachpersonal benötigen. „Wir brauchen wieder eine starke und eigenständige Ausbildung im Bereich Sonderpädagogik. Die Herausforderungen in den Schulen nehmen zu und dafür braucht es bestens qualifizierte Fachkräfte sowie klare politische Rahmenbedingungen“, erklärte Christiane Teschl-Hofmeister.

Darüber hinaus wurde eine Anpassung des sonderpädagogischen Förderbedarfs (SPF) gefordert. Derzeit sei dieser an eine Quote gekoppelt, die vielfach nicht mehr der tatsächlichen Situation an den Schulen entspreche. Die Schulen würden zunehmend vor Herausforderungen stehen, die mit den bestehenden Ressourcen kaum mehr bewältigt werden könnten. „Der tatsächliche Förderbedarf vieler Kinder spiegelt sich in den derzeitigen Quoten nicht ausreichend wider. Hier braucht es eine realitätsnahe Anpassung, damit Schulen jene Unterstützung erhalten, die für eine bestmögliche Förderung notwendig ist“, so Teschl-Hofmeister.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail [email protected]

Rückfragen & Kontakt

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Doris Zöger
Telefon: 02742/9005-13314
E-Mail: [email protected]

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