• 26.05.2026, 08:35:02
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Eva Schütz bewirbt sich um die Generaldirektion des ORF

„Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der den Gebührenzahlern dient – unabhängig, sauber und wirtschaftlich solide“

Wien (OTS) - 

Die Medienunternehmerin, Juristin und Herausgeberin von eXXpress, Mag. jur. Eva Schütz, B.B.A., wird sich um die Funktion der ORF-Generaldirektion bewerben. Sie wird ihre Bewerbung für die Funktionsperiode ab 1. Jänner 2027 in den kommenden Tagen einbringen und legt ihr eine umfassende Reformagenda unter dem Titel „ORF 2030“ zugrunde. Diese folgt drei Leitlinien: einem ORF für die Gebührenzahler, einem sauberen ORF und einem wirtschaftlich geführten ORF.

Schütz begründet ihre Kandidatur mit der tiefgreifenden Veränderung der österreichischen und internationalen Medienlandschaft sowie mit der Verantwortung, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in einer Phase wachsender gesellschaftlicher Polarisierung und wirtschaftlicher Herausforderungen strategisch neu auszurichten.

„Der ORF ist eine der wichtigsten demokratischen Institutionen unseres Landes. Gerade in unruhigen Zeiten braucht es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der unabhängig, wirtschaftlich solide, technologisch modern und zugleich nahe an den Gebührenzahlern bleibt“, erklärt Schütz. Der Rundfunk müsse seine Größe und seine öffentliche Finanzierung künftig stärker rechtfertigen – „nicht durch Erklärungen, sondern indem er täglich zeigt, dass er gebraucht wird“.

Schütz versteht ihre Kandidatur ausdrücklich als unabhängig. „Ich bin keine Kandidatin der Bundesregierung oder der Koalition, ich bin keine Kandidatin von Freundeskreisen oder einzelner Gremien. Ich bin die Kandidatin der Zuseherinnen und Zuseher und der Gebührenzahler“, stellt sie klar.

Den sauberen ORF macht Schütz an der Unabhängigkeit der Gremien fest. Sie tritt für einen deutlich verkleinerten Stiftungsrat ohne Regierungs- und Parteisitze ein. Zugleich will sie Privilegien im Haus beenden – Sonderverträge, Sonderzulagen und intransparente Zusatzleistungen sollen abgebaut, die Gehälter an der Spitze begrenzt und nachvollziehbar gemacht werden.

Den wirtschaftlich geführten ORF verbindet sie mit einem fairen Wettbewerb am Medienstandort. In Zukunft können öffentliche Mittel aus ihrer Sicht nicht ausschließlich dem ORF vorbehalten sein, sondern unter klar definierten Kriterien auch privaten Medien offenstehen, die einen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen. „Ich kenne sowohl die Herausforderungen privater Medienhäuser als auch die Verantwortung eines öffentlich finanzierten Mediums. Der ORF muss den digitalen Wandel entschlossen gestalten, junge Zielgruppen zurückgewinnen und gleichzeitig seinen gesetzlichen Bildungs- und Informationsauftrag glaubwürdig erfüllen“, so Schütz.

Den ORF für die Gebührenzahler will Schütz mit einem klaren Österreich-Bezug im Programm stärken – mit heimischen Produktionen, Kultur und Sport sowie mit regionaler Nähe. Die Finanzierung des ORF will sie auf eine langfristig abgesicherte, transparente Grundlage stellen. Ziel müsse es sein, den ORF „wieder stärker als verbindende Kraft der Republik zu positionieren – mit Transparenz, Qualität und einem klaren Fokus auf Zukunftsfähigkeit“.

Die Herausgeberin verweist auf ihre langjährige Erfahrung an der Schnittstelle von Medien, Wirtschaft, Recht und Politik. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften absolvierte sie einen Bachelor of Business Administration mit Schwerpunkt Finance an der Southern Methodist University in Dallas. Sie war als Rechtsanwältin sowie in internationalen Wirtschafts- und Beratungshäusern tätig und übernahm Verantwortung in mehreren Aufsichtsratsfunktionen, darunter bei der Volksbank Wien sowie bei Unternehmen des ÖBB-Konzerns. Erfahrung im politischen Management sammelte sie als stellvertretende Kabinettschefin in drei Ministerien sowie im Regierungsverhandlungsteam für den Bereich Justiz.

Besonders hebt Schütz ihre unternehmerische Erfahrung im Aufbau eines digitalen Medienunternehmens hervor. Mit der Gründung und dem Aufbau von eXXpress habe sie erfahren, „wie schwierig, aber auch wie notwendig es ist, Medien in einem hochkompetitiven digitalen Umfeld wirtschaftlich tragfähig und publizistisch relevant zu führen“.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk stehe vor entscheidenden Jahren: Digitalisierung, internationale Plattformkonkurrenz, steigender Kostendruck und ein wachsender Vertrauensverlust gegenüber klassischen Medien machten tiefgreifende Reformen notwendig. Alle Vorschläge, betont Schütz, seien rechtlich, budgetär und sozialpartnerschaftlich sauber umzusetzen.

„Der ORF braucht keine ideologischen Grabenkämpfe, sondern professionelle Führung, wirtschaftliche Disziplin und den Mut zur Modernisierung“, betont Schütz abschließend.

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