- 25.05.2026, 09:00:03
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Miteinander statt Nebeneinander
Jetzt neu: Vinzenz magazin Sommer 2026
Österreichs Gesundheitswesen hat kein Qualitäts- sondern ein Verbindungsproblem. Die Zukunft des Gesundheitswesens entscheidet sich nicht in einzelnen Sektoren, sondern an ihren Schnittstellen. Das ist die zentrale These im neuen Buch von Dr. Michael Heinisch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vinzenz Gruppe. Im Buch „Die Kraft des Miteinanders" zeigt anhand konkreter Beispiele, worauf es bei Kooperationen ankommt.
Das österreichische Gesundheitssystem ist stark in einzelne Sektoren, wie etwa Spitäler, niedergelassene Ärzt*innen, Rehabilitation oder Pflege gegliedert. „Für sich genommen funktionieren diese Sektoren gut. Aber sie greifen oft nicht ineinander“, erklärt Michael Heinisch das Grundproblem. Die Folge: Patient*innen haben viele Ansprechpartner*innen, viele Wege und müssen sich oft selbst durch das System navigieren. „Das Problem ist also nicht mangelnde Leistung, sondern mangelnde Verbindung. Verbessert man die Koordination zwischen den Sektoren und die Kooperation zwischen allen Beteiligten kann Versorgung einfacher werden.“
Mit vielen Beispielen untermauert Dr. Heinisch seine These: Beschrieben wird etwa die gemeinsame Palliativversorgung der Barmherzige Schwestern Wien und der Caritas Socialis, die Zusammenarbeit von Vinzenz Gruppe und SVS als Betreiberinnen der HerzReha Bad Ischl oder jene der Vinzenz Gruppe und der Salvatorianerinnen als Betreiberinnen von Pflegeeinrichtungen in Wien und Niederösterreich.
Ein weiteres Beispiel für gelungene Kooperation sind die Gesundheitsparks, die seit 2015 in der Vinzenz Gruppe sukzessive ausgebaut werden. „In diesen regionalen Netzwerken rund um unsere Krankenhausstandorte in Oberösterreich und Wien arbeiten niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Pflegekräfte, Apotheken und viele weitere Partnerinnen und Partner auf Augenhöhe zusammen.“
Damit ein Gesundheitswesen gut funktionieren kann, braucht es aber auch gut informierte Patient*innen. Das kann, so Heinisch, durch eine Stärkung der Gesundheitskompetenz von klein auf erreicht werden. Sein Wunsch für die Zukunft: Ein Gesundheitssystem, das sich stärker am Leben der Menschen orientiert und nicht an den Zuständigkeiten seiner eigenen Strukturen.“
Wege aus dem Dauerschmerz
Etwa 20 Prozent der Menschen in Österreich leiden unter chronischem Schmerz, der über Monate oder Jahre anhält. Das neue Therapiezentrum chronischer Schmerz (TCS) im Rabenhof, eine zusätzliche Versorgungseinheit des Herz-Jesu Krankenhaus Wien, bietet
Betroffenen nun seit einigen Monaten Hilfe mit einem umfassenden Behandlungskonzept und Anleitung zur Selbsthilfe. „Unser Therapieansatz ist breit gefächert“, erklärt Prim. Dr. Manfred Greher, MBA, ärztlicher Direktor des Spitals und Leiter des TCS. Dieser beinhaltet medizinische Behandlung, Entspannungsverfahren, Schmerzbewältigung, Akupunktur, Biofeedback, Physio- und Ergotherapie, therapeutisches Yoga, psychologische Betreuung, Ernährungslehre sowie die Anleitung für Bewegungseinheiten – individuell auf die jeweiligen Patient*innen zugeschnitten.
Innovative Augen-App
Die trockene Form der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) sorgt für Veränderungen im Zentrum der Netzhaut. Die Sicht wird in Folge schlechter und unschärfer, später zeigen sich dunkle Flecken. Eine medikamentöse Therapie gibt es nicht. Eine Perspektive für Betroffene bietet eine neu entwickelte App, die von Primar Dozent Dr. Robert Hörantner, Leiter der Abteilung für Augenheilkunde im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried, gemeinsam mit einem lokalen Start-up entwickelt wurde. Wie diese funktioniert, erklärt der Mediziner in der neuen Ausgabe des Vinzenz magazins.
Das Lächeln kehrt zurück
Patient*innen, die unter großem Leidensdruck stehen, wenn gelähmte Nerven eine Gesichtshälfte hängen lassen, können durch eine innovative Methode Hilfe erfahren – und Mimik zurückgewinnen. In der Gesichtschirurgie am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern wird ein spezielles mikrochirurgisches Verfahren zur fazialen Reanimation durchgeführt.
Kälte gegen Chemotherapie-Nebenwirkungen
Bestimmte Medikamente, die in der Chemotherapie zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt werden, können Haarwurzeln und Nerven in Händen und Füßen schädigen. Die Kälte von Kühlhauben, -handschuhen und -socken, die im St. Josef Krankenhaus Wien Betroffenen angeboten werden, können jedoch einen gewissen Schutz bieten, indem sie etwa Blutgefäße verengen und so weniger Medikamente bis zu den Haarwurzeln bzw. Nerven vordringen können.
Lichtblicke in einer dunklen Lebensphase
Das Tageshospiz Aumannplatz in Wien-Währing schließt die wichtige Lücke zwischen mobilem Palliativteam und stationärer palliativer Betreuung. Hier erleben Menschen mit lebensbedrohlichen Tumor- oder Neurologieerkrankungen, die aber so mobil sind, dass sie das Hospiz eigenständig erreichen können, Behandlung, Beratung und Begleitung. Und fassen dadurch in schweren Lebensabschnitten manchmal wieder etwas Mut.
Vinzenz magazin: Verfügbar als Print- und Onlinemagazin
Das Magazin der Vinzenz Gruppe mit diesen und vielen weiteren Beiträgen erscheint als Printmagazin viermal pro Jahr und richtet sich an Menschen, die sich für Gesundheitsthemen begeistern.
Das Vinzenz magazin erscheint ebenfalls in digitaler Form. Die digitale Ausgabe ist unter www.vinzenz-magazin.at aufzurufen.
Darüber hinaus kann die aktuelle Printausgabe kostenlos abonniert werden. Das Magazin als PDF können Sie hier herunterladen.
Rückfragen & Kontakt
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Annemarie Kramser
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