• 22.05.2026, 11:43:32
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Industrie begrüßt Unterzeichnung des modernisierten EU-Mexiko-Abkommens

Strategischer Schritt zur Diversifizierung von Handelspartnern und Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz

Wien (OTS) - 

Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die Unterzeichnung des modernisierten Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Mexiko als wichtigen Schritt zur Stärkung der europäischen Handelsbeziehungen. „Das ist ein wichtiger Baustein der EU-Handelsagenda, der unsere Handelspartner diversifiziert und den Marktzugang für europäische Unternehmen verbessert“, betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. „Dazu kommt: Das ist ein weiteres Signal, dass wir mit jenen Partnern, die regelbasierten und fairen Austausch leben wollen, auch zusammenarbeiten wollen. Das ist gerade in Zeiten wie diesen besonders wichtig.“

Mexiko ist Österreichs wichtigster Absatzmarkt in Lateinamerika. 2025 erreichten österreichische Exporte einen Warenwert von rund 1,8 Milliarden Euro. Mehr als 100 österreichische Unternehmen sind vor Ort aktiv und investieren insgesamt etwa 2,5 Milliarden Euro, wodurch rund 11.000 Arbeitsplätze gesichert werden.

Erleichterter Marktzugang, Investitionsschutz und Sicherung wichtiger Rohstoffe

Das modernisierte Abkommen sieht vor, nahezu alle bestehenden Zölle auf EU-Einfuhren abzuschaffen und nichttarifäre Handelshemmnisse weiter zu reduzieren. Dadurch wird der Marktzugang für Unternehmen auf beiden Seiten deutlich erleichtert. Ein moderner Investitionsschutzmechanismus schafft zusätzlich notwendige Rechtssicherheit für Unternehmen. Zudem verbessert sich der Zugang zu kritischen Rohstoffen, die für zentrale Industrien in Europa von großer Bedeutung sind. Mexiko zählt unter anderem zu den wichtigsten Anbietern von Fluorit, Wismut und Antimon.

Auch auf EU-Ebene spielt Mexiko eine bedeutende Rolle: 2025 belief sich der bilaterale Warenhandel auf knapp 87 Milliarden Euro, der Dienstleistungshandel lag zuletzt (2023) bei mehr als 25 Milliarden Euro. Damit ist Mexiko der zweitgrößte Handelspartner der EU in Lateinamerika. Darüber hinaus ist die EU mit Investitionsbeständen von rund 207 Milliarden Euro der zweitgrößte ausländische Investor in Mexiko.

„Gerade in einer zunehmend schwierigen geopolitischen Lage ist es entscheidend, Handelspartner zu diversifizieren und neue Märkte zu erschließen. Gemeinsam mit den Abkommen mit Mercosur und Indien ist das modernisierte EU-Mexiko-Abkommen ein besonders wichtiger Baustein für die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der europäischen Industrie“, so Neumayer abschließend.

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E-Mail: [email protected]
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