• 22.05.2026, 10:30:32
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Geplante Kürzungen gefährden Wissenschaft, Hochschulbildung und Zukunftsfähigkeit Österreichs

Wien (OTS) - 

Die Senatsvorsitzendenkonferenz (SVK) der österreichischen Universitäten ist zutiefst besorgt über die angekündigten Kürzungen des Universitätsbudgets für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode 2028–2030. Die geplanten Einsparungen treffen die Universitäten in einer Größenordnung, die weit über notwendige Konsolidierungsmaßnahmen hinausgeht und den Wissenschafts- und Forschungsstandort Österreich nachhaltig schwächt.

Die Universitäten haben ihre Budgetbedarfe auf Grundlage moderater Annahmen und unter Berücksichtigung der schwierigen budgetären Lage des Bundes kalkuliert. Die nun angekündigte Kürzung bedeutet jedoch nicht bloß eine ausbleibende Anpassung an Inflation und steigende Kosten, sondern eine reale Reduktion der finanziellen Mittel. Dies hätte massive Auswirkungen auf Forschung, Lehre und die Qualifizierung dringend benötigter Fachkräfte.

Bereits heute stehen die Universitäten unter erheblichem Druck durch steigende Personal- und Betriebskosten. Weitere Einschnitte führen zwangsläufig zu einem Abbau von Personal, einer Verschlechterung der Betreuungsverhältnisse sowie Einschränkungen im Studienangebot. Besonders betroffen ist der wissenschaftliche Nachwuchs, dessen Perspektiven weiter eingeschränkt würden.

Die SVK warnt zudem vor den Folgen für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Gerade in Schlüsselbereichen wie Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, Life Sciences, Medizin, Energiewende und Klimawandel sowie im Zusammenhang mit sozialen und kulturellen Entwicklungen braucht Österreich mehr Investitionen in Wissenschaft, Forschung und Kunst – nicht weniger. Während auf europäischer Ebene erhebliche Mittel für Forschungsausbau und technologische Souveränität vorgesehen werden, droht Österreich den Anschluss zu verlieren.

Die SVK appelliert daher eindringlich an die Bundesregierung, die angekündigten Kürzungen zurückzunehmen und die Universitäten als zentrale Investition in die Zukunft des Landes zu behandeln. Wissenschaft, Forschung und Hochschulbildung sind keine verzichtbaren Ausgaben, sondern Voraussetzungen für gesellschaftlichen Fortschritt, wirtschaftliche Stärke und demokratische Resilienz.

Für die SVK:
Stefan Krammer, Universität Wien
Edith Gößnitzer, Universität Graz
Anette Mütze, Technische Universität Graz
Andreas Spiegl, Akademie der bildenden Künste Wien
Birgit Willinger, Medizinische Universität Wien

Rückfragen & Kontakt

Senatsvorsitzendenkonferenz
Mag. Karin Haslinger, BA
Telefon: 01/427712921
E-Mail: [email protected]

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