- 21.05.2026, 10:33:02
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Seniorenrat fordert dauerhaften Schutz der Pensionen vor Kaufkraftverlust
Korosec und Gerstorfer: Entscheidung der Regierung bricht mit dem Versicherungsprinzip und schwächt die Kaufkraft der älteren Generation.
Der Österreichische Seniorenrat kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung, die gesetzlich vorgesehene volle Inflationsabgeltung für alle Pensionistinnen und Pensionisten auch heuer nicht umzusetzen und die Anpassung erneut unterhalb der tatsächlichen Teuerung festzulegen. Alle gesetzlichen Pensionen sollen um 2,95 Prozent erhöht werden.
Positiv vermerkt Seniorenrats-Präsidentin Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreichs, dass die BezieherInnen und Bezieher einer Ausgleichszulage eine Anpassung in der Höhe von 3,3 Prozent erhalten. Gleichzeitig betont Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, ebenfalls positiv, dass es gelungen ist, dass bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 EUR alle Pensionen mit 2,95 Prozent erhöht werden. Das sind mehr als 99 Prozent aller rund 2,6 Millionen Pensionistinnen und Pensionisten.
Volle Anpassung bleibt Maßstab
„Mit unserer Hartnäckigkeit und stichhaltigen Argumenten konnten wir erreichen, dass mehr als 99 Prozent aller Pensionistinnen und Pensionisten eine Anpassung von 2,95 Prozent erhalten. Zufrieden sind wir mit dieser Entscheidung nicht. Denn auch wenn mittlere Pensionen diesmal keine Deckelung bekommen, liegt die Anpassung mit 2.95 Prozent unter der Inflationsrate, während die Preise bei Wohnen, Energie und Lebensmitteln weiter steigen“, so Korosec weiter.
Auch Gerstorfer hält fest, dass die Inflationsabgeltung Kernbestandteil des Vertrauens in das Pensionssystem ist. „Wir respektieren demokratische Entscheidungen und Budgetbeschlüsse. Aber wir bleiben bei unserer Forderung nach einer vollen, gesetzlich abgesicherten Inflationsabgeltung für alle Pensionistinnen und Pensionisten – denn es geht um ein Versicherungsprinzip und um den Erhalt der Kaufkraft jener Menschen, die ihr Leben lang eingezahlt haben“, so Gerstorfer.
Kaufkraft sichern statt kürzen
Korosec und Gerstorfer betonen, dass der finanzielle Rahmen zwar eng sei, die Forderung nach voller Anpassung aber bestehen bleibe. Aus Sicht des Seniorenrats wäre es Aufgabe der Bundesregierung gewesen, alternative Finanzierungsquellen zu nutzen, statt erneut bei jener Generation zu sparen, die das System mit aufgebaut hat.
Bereit für konstruktive Lösungen
Die Präsidentinnen des Seniorenrates stellen zugleich klar, dass sie trotz der Kritik an der aktuellen Entscheidung weiter konstruktiv an Lösungen mitwirken wollen und wiederholen: „Wir respektieren demokratische Beschlüsse. Aber Respekt gegenüber der älteren Generation bedeutet auch, die Spielregeln einzuhalten, auf denen das Vertrauen in unser Pensionssystem beruht“, so Korosec und Gerstorfer abschließend.
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Österreichischer Seniorenrat
Mag. Wolfgang Braumandl
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