• 21.05.2026, 10:00:36
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Europa-Forum Wachau: Niederösterreich tritt der Initiative Hydrogen Europe bei

LH Mikl-Leitner: „Wichtiger Schritt in Richtung Energiezukunft“

St. Pölten (OTS) - 

Im Rahmen des Europa-Forums Wachau am Campus Krems ist Niederösterreich am gestrigen Mittwoch der europäischen Initiative Hydrogen Europe beigetreten. Dazu informierte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Jorgo Chatzimarkakis, CEO des europäischen Wasserstoffverbandes Hydrogen Europe, und Lukas Renz, ab 1. Juni 2026 Sonderbeauftragter des Landes Niederösterreich für die europäische Wasserstoffstrategie, bei einer Pressekonferenz.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sprach von „einem ganz wichtigen Schritt in Richtung Energiezukunft“. „Wenn die Welt im Umbruch ist und Staaten Energie als Waffe einsetzen, heißt es für uns, den Weg nach vorne anzutreten und mehr Tempo hineinzulegen in den ganzen Bereich der Energieunabhängigkeit. Mit dem Beitritt Niederösterreichs zu dieser Initiative stärken wir die internationale Vernetzung unseres Bundeslandes und gestalten europäische energiepolitische Rahmenbedingungen mit“, führte Mikl-Leitner aus, dass Niederösterreich so intensiver die europäische Energiepolitik mitgestalten könne – betreffend Rahmenbedingungen, aber auch Förderungen, Regulierungen und die Ausgestaltung des Wasserstoffmarktes. Die Landeshauptfrau erinnerte an ihre Delegationsreise nach Kroatien vor wenigen Wochen, wo etwa der Ausbau zukünftiger Wasserstoffinfrastruktur im Fokus stand, und hob auch die Kooperationen mit Bayern und Japan hervor.

Hydrogen Europe als „die zentrale Interessenvertretung der europäischen Wasserstoffwirtschaft in Brüssel“ vereine heute mehr als 600 Mitglieder, über 40 europäische Regionen und mehr als 30 nationale Wasserstoffverbände entlang der Wertschöpfungskette – von Energieversorgern über Industrie und Infrastrukturbetreiber bis hin zu Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen, betonte Mikl-Leitner die „Schlagkraft dieses Netzwerks“.

„Wasserstoff ist das Thema der Zukunft“, führte Mikl-Leitner aus, dass Wasserstoff einen Beitrag zur Versorgungssicherheit, leistbaren Energiepreisen und mehr Unabhängigkeit von fossilen Importen leisten könne. Gerade im Zusammenspiel mit dem Ausbau von erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaik und Windkraft sei Wasserkraft eine entscheidende Speicherlösung, um Überschussenergie effizient nutzbar zu machen. „Niederösterreich ist die Ökostromlokomotive“, führte die Landeshauptfrau aus, dass die österreichische Wasserstoffstrategie bis 2030 den Aufbau von 1 Gigawatt Elektrolysekapazität vorsehe, in Österreich allein von 2021 bis 2024 öffentliche Forschungsprojekte im Bereich Wasserstoff mit rund 166 Millionen Euro unterstützt wurden und gleichzeitig bereits mehr als 110 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Hydrogen Partnership Austria zusammenarbeiten, um den Wasserstoffhochlauf in Österreich voranzutreiben.

„Investitionen in Wasserstoffprojekte schaffen zusätzliche Jobs“, man stärke damit die Industrie und die Energiesouveränität, betonte Mikl-Leitner, dass Wasserstoff auch ein Jobmotor sei. Lukas Renz als neuer Wasserstoffbotschafter werde Türen zu neuen Geschäftsmöglichkeiten, Technologietransfer und Kooperationen mit führenden Unternehmen öffnen, sagte die Landeshauptfrau weiters: „Wasserstoff soll dort eingesetzt werden, wo er den größten wirtschaftlichen und klimapolitischen Nutzen bringt“, das sei in der energieintensiven Industrie, bei alternativen Flugtreibstoffen und im Güterschwerverkehr. „Mit dem Beitritt zu Hydrogen Europe unterstreicht Niederösterreich seinen Anspruch, eine führende Rolle in der europäischen Energietransformation einzunehmen“, so Mikl-Leitner.

Jorgo Chatzimarkakis, CEO des europäischen Wasserstoffverbandes Hydrogen Europe, sagte: „Österreich ist ein wichtiges Wasserstoffland der ersten Stunde gewesen“, und er freue sich darüber, dass nun ein neuer Impetus da sei. Österreich sei sehr stark bei erneuerbarem Strom – das seien Elektronen und diese könne man auch in Moleküle verwandeln, sprach Chatzimarkakis die Energiesouveränität an. Überschüssigen Strom könne man in Wasserstoff verwandeln, speichern und für den Transport und die Industrie nutzen. „Jetzt ist es an der Zeit, das Narrativ des Klimaschutzes nicht aufzugeben, aber zu ergänzen um das Narrativ der Resilienz. Wir werden diese Energiesouveränität niemals erreichen, wenn wir nicht die bürokratischen Hemmnisse, die rund um den Wasserstoff aufgebaut wurden, beseitigen.“ Er freue sich, „dass mit Niederösterreich eine starke Region, die für beides steht – für Tradition und Innovation – dazu beiträgt, dass wir unsere Energiesouveränität aufbauen“.

Zur weiteren Stärkung der internationalen Position wurde Lukas Renz, CEO und Gründer von HydroSolid GmbH, der voriges Jahr für ein Jahr lang die Funktion des Young Energy Ambassador der EU-Kommission übernommen hat, zum Sonderbeauftragten des Landes Niederösterreich für die europäische Wasserstoffstrategie ernannt. Er wird damit ab 1. Juni die Wasserstoff-Interessen Niederösterreichs vertreten. Er sehe das Thema auch „extrem pragmatisch“, aber für ihn brauche es auch die Kommunikation. Er habe „ein internationales Mindset“ und wolle das von Europa und von Niederösterreich in die Welt hinaustragen. „Es geht mir beim Thema Wasserstoff darum, eine Zukunftshoffnung aufzubauen“, so Renz. Er sprach die Energiesouveränität an, die es gelte zu verteidigen, damit man nicht mehr so stark abhängig von Russland oder vom Iran sei. Außerdem sprach Renz auch die Möglichkeit an, am Standort zu brillieren, seine Rolle als Sonderbeauftragter sehe er als „Brückenbauer“.

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