• 21.05.2026, 09:47:32
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Milch - weltweit ein TOP–Lebensmittel

Gesunde Ernährung, Qualität und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Wien (OTS) - 

Weltweit wird seit Jahrzehnten am 1.Juni der Weltmilchtag gefeiert. „Österreich ist ein traditionelles Milchland, Milch ist seit Gedenken das Lebensmittel Nummer eins, Milch ist Teil unserer Lebenskultur, Milch begleitet uns über das ganze Leben, die Milchwirtschaft prägt unser Land und sichert unsere Ernährung, Milchprodukte werden in großer Vielfalt und in höchster Qualität hergestellt, sie bringen guten Geschmack und Genuss in unser Leben und zeichnen sich durch ihre hohe biologische Wertigkeit aus, Milch ist zu Recht ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung,“ erklärte der Präsident des Milchverbandes Österreich Dir. Helmut Petschar anlässlich des Weltmilchtages 2026. Er bedankt sich bei den Landwirten, den Mitarbeitern in den Molkereien, in der Logistik und im Handel für die täglich erbrachten Leistungen, um die hohe Qualität täglich zu den Konsumenten zu bringen.

Milch- ein einzigartiges und sehr vielfältiges Lebensmittel

Die letzten Jahre ist die Beliebtheit von Milchprodukten weiter gestiegen. Grund dafür ist der hohe ernährungsphysiologische Wert von Milchprodukten. Milch basiert auf einer ausgewogenen Zusammensetzung von hochwertigem Eiweiß, Fett und Kohlehydraten, dazu wertvolle Mineralien und Vitamine, und dies in einer optimalen, natürlichen Zusammensetzung, und einer guten biologischen Verfügbarkeit, die von Imitaten, die mit nachgemachten, ähnlich aussehenden Produkten versuchen, Milchprodukte nachzuahmen, nicht erreicht werden, was aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung auch gar nicht möglich ist. Umso wichtiger ist es, dass darauf geachtet wird, dass nur Milchprodukte als solche bezeichnet werden dürfen und die Konsumenten mit Imitaten nicht hinters Licht geführt werden.

Verbrauch von Milchprodukten steigt in Österreich und weltweit

Milch und Milchprodukte aus Österreich entsprechen aufgrund ihrer natürlichen Inhaltstoffe sehr gut modernen Ernährungstrends, wie höchste Qualität, Natürlichkeit, hoher Eiweißgehalt, hoher Ernährungswert, Nachhaltigkeit oder Bio. In den letzten Jahren hat die Milchwirtschaft Produktinnovationen und spezielle Produktformulierungen auf Milchbasis entwickelt, die für besondere Lebenssituationen angepasst sind und einen Mehrwert für eine gezielte Ernährung bieten. Diese „Functional Foods“, verschiedenste Produktinnovationen mit Zusatznutzen für bestimmte Ernährungszwecke oder gesundheitsrelevantem Mehrwert, basieren zumeist auf fermentierten Milchprodukten, wie Joghurt, Skyr oder Kefir.

In Österreich hat sich aber vor allem der Verbrauch von Käse sehr positiv entwickelt. Der Durchschnittsverbrauch konnte sich seit dem EU- Beitritt von 13,5 kg/Jahr auf 26,5 kg verdoppeln. Heute gibt es eine große Vielfalt an verschiedensten Käsespezialitäten, einerseits traditionelle Käsesorten aber auch Produktinnovationen in den verschiedensten Geschmacksrichtungen und in der Aufmachung, für den direkten Genuss oder als Zutat zu Gerichten. Käse ist vor allem ein wichtiger Eiweißträger. Mittlerweile wird mehr als die Hälfte der heimischen Milch zu Käse verarbeitet.

Weltweit steigt der Konsum von Milchprodukten. Dazu gibt es im Wesentlichen zwei Treiber, einerseits die steigende Weltbevölkerung und weiters die Tatsache, dass Länder bei steigendem Wohlstand auf eine höherwertige Ernährung und damit auf mehr Milchprodukte setzen.

Milchproduktion steigt weltweit

In Österreich haben 2025 20.800 Milchbauern 3,7 Mio. t Milch geliefert, EU-weit waren es 148 Mio. t, Österreich stellt somit ca. 2,5 % der EU- Milchproduktion. Weltweit wurden Berechnungen des internationalen Milchwirtschaftsverbandes zufolge 2024 983 Mio. t erzeugt, 2025 erstmalig über eine Mrd. t Milch. Davon stammen 80 % von Kühen, 15% von Büffeln und ca. 5 % von anderen Tierarten, wie Schafe und Ziegen.

Interessant ist auch die Form und Struktur der Milchproduktion, die je nach Land sehr unterschiedlich ist. Besonders in Entwicklungsländern erfolgt ein beachtlicher Anteil der Milchproduktion in Kleinstbetrieben. Die Milch dient der Versorgung der eigenen Familie bzw. stellt die Versorgung der unmittelbaren Nachbarschaft sicher. Der Anteil der Milch, die in Molkereien verarbeitet wird und die Größe der Landwirtschaftsbetriebe sind nach Land sehr unterschiedlich. Über 90 % der weltweit erzeugten Milch wird im jeweiligen Land verbraucht. Weltweit ist die Milch, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, ein wichtiger Bestandteil der Ernährung, beginnend bei der Ernährung der Kinder.

Wichtig ist auch, dass über den Rindermagen aus ansonsten für die menschliche Ernährung nicht nutzbaren Pflanzen oder Pflanzenresten über Futtermittel, wie Gras oder Heu, daraus hochwertige Lebensmittel gewonnen werden, durch die Milchwirtschaft entsteht eine lokale Ernährungsbasis, zudem wird damit die Landschaft erhalten.

Österreichische Milchprodukte stehen für Qualität und Nachhaltigkeit

In Österreich stehen 20.800 Milchbauern mit ihrem täglichen Einsatz für die Produktion von 3,7 Mio.t Milch, die in 72 milchverarbeitenden Unternehmen von ca. 6.000 sachkundigen Mitarbeitern zu Milchprodukten von höchster Qualität verarbeitet werden und über verschiedenste Wege täglich frisch zum Konsumenten gelangen. Die österreichische Milch stammt zu über 80 % aus Berg- und benachteiligten Regionen, die Milchwirtschaft erhält und pflegt unsere Landschaft, sichert die Wiesen, Weiden und Almen und damit die Grundlagen für den Tourismus am Land.

Die österreichische Milchwirtschaft setzt seit vielen Jahren auf Qualität- und Nachhaltigkeit. Zuletzt wurde ein Schwerpunkt auf eine weitere Verbesserung der Tierwohlstandards gelegt. Mit dem AMA-Gütesiegel, den Programmen Tierhaltung Plus, Bio und Heumilch hat Österreich international beachtliche Standards erreicht. Durch die sehr naturnahe und den natürlichen Gegebenheiten angepasste Produktion, Gentechnikfreiheit, den EU-weit höchsten Bioanteilen und den Verzicht auf bedenkliche Futtermittel, wie Palmöl oder Soja aus Übersee erreicht die heimische Milchwirtschaft gemäß internationalen Studien die EU-weit besten Klimaschutzwerte. Mit dieser Strategie werden international vorbildliche Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards erreicht, die Voraussetzung für einen Konsum mit gutem Gewissen beim heimischen Konsumenten, sie findet aber auch Anerkennung im Export.

Für die österreichische Milchwirtschaft ist neben dem Heimmarkt der Export mit einem Anteil von ca. 45 % sehr wichtig. Die österreichische Milchwirtschaft sichert dadurch Wertschöpfung und schafft Arbeitsplätze für unser Land. Gleichfalls haben wir in Österreich mit einem Importanteil von ca. 30 % eine Vielzahl an Produkten am Markt, die oft nicht den gewohnt hohen, heimischen Standards entsprechen. Diese landen zumeist in der Verarbeitung oder auch in den Eigenmarken des Handels, zumeist ohne oder mit unklarer oder mangelnder Kennzeichnung der Herkunft, sodass der Verbraucher nicht über die Herkunft und die dahinterstehenden Standards informiert wird. „Umso dringender ist daher die rasche Einführung einer Herkunftskennzeichnung“, so Petschar.

Milchmarktlage aktuell sehr schwierig

Aktuell ist die Situation am Milchmarkt sehr schwierig. Mehrproduktion in wichtigen Produktionsländern und hohen Kosten bei Vorleistungen geprägt, welche die Situation der heimischen Bauern sehr schwierig gestalten. Eine Abdeckung der Kosten ist damit oft nicht mehr möglich und der Druck die Produktion einzustellen steigt.

Sehr bedenklich sind auch die wiederholt und oftmals faktenbefreit geführten Diskussionen um angeblich teure Lebensmittel oder Butter, die aus vordergründigen politischen Motiven geführt wird, zumal viele Milchprodukte, wie z. B. Butter derzeit auf einem Tiefstpreisniveau wie vor mehreren Jahrzehnten liegen, auch ist die Teuerung bei Milchprodukten im mehrjährigen Durchschnitt deutlich unter der Gesamtinflation. Der Anteil der Haushaltsausgaben für Milchprodukte oder Lebensmittel ist gefallen. „Laufend verbessert wird aber die hohe Qualität heimischer Milchprodukte, auch ist Milch eine wesentliche Säule der Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln. Österreich kann somit sehr stolz auf die heimische Milch sein“, ergänzte Petschar.

Rückfragen & Kontakt

Mag. DI Johann Költringer
MVÖ - Milchverband Österreich
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien
Tel: +43/1/90 664 - 2558, E-Mail: [email protected]

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