- 20.05.2026, 13:07:03
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SVS startet Vorsorgepass

Die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) startet den neuen Vorsorgepass. „Der Vorsorgepass schafft einen Überblick über die individuellen Vorsorgemaßnahmen, zeigt den persönlichen Vorsorge-Status und belohnt Prävention“, erklärt SVS-Obmann Peter Lehner Mittwochvormittag bei der Präsentation des Vorsorgepasses mit dem Vizepräsidenten der Ärztekammer und Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte Dr. Edgar Wutscher, dem Präsidenten der Österreichischen Krebshilfe Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, der Präsidentin der Zahnärztekammer Dr. Birgit Vetter-Scheidl und der leitenden Ärztin der SVS Dr. Isabella Bauer-Rupp. „Der Vorsorgepass motiviert 1,3 Millionen Versicherte, Präventionsmaßnahmen wahrzunehmen, ist damit die größte Vorsorgeaktion Österreichs und unterstreicht die Rolle der SVS als Vorreiter in der Prävention“, sagt Lehner.
Der Vorsorgepass umfasst aktuell zum Start des Programms folgende Maßnahmen:
- Vorsorgeuntersuchung für alle ab 18 Jahren
- Gesundheitscheck Junior: die „Vorsorgeuntersuchung“ für die junge Generation zwischen 6 und 18 Jahren
- Krebsvorsorgeuntersuchungen: Gebärmutterhalskrebs für Frauen ab 18, Brustkrebsfrüherkennung für Frauen ab 45, Prostatakrebsvorsorge für Männer ab 45 und Darmkrebsvorsorge für Frauen und Männer ab 45
- Impfungen: jährliche Grippeimpfungen für alle Generationen, Herpes Zoster und Pneumokokken ab 60 Jahre
- Jährliche Mundhygiene
SVS-Versicherte erhalten für jede einzelne absolvierte Maßnahme Punkte. Diese werden in einen Bonus umgewandelt, den sich der Versicherte jederzeit auszahlen lassen kann. 500 Punke werden zu 50 Euro, 1.000 Punkte zu 100 Euro usw. Neben dem Bonussystem gibt es ein Statusprogramm mit drei Level: Bronze, Silber, Gold. Bronze-Level erreicht man mit dem Absolvieren der Vorsorgeuntersuchung. Der Silber-Status markiert die Hälfte aller zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen und der Goldstatus steht für das komplette Programm. Der SVS-Vorsorgepass kann in der svsGO App oder online im Webportal abgerufen werden. Für all jene, die svsGO – noch – nicht nutzen, kann mit Terminvereinbarung in den Kundencentern und bei den Beratungstagen das Programm aktiviert werden. Es werden alle Vorsorgeaktivitäten seit Anfang 2026 berücksichtigt. Die einzelnen Maßnahmen werden automatisch gutgeschrieben. Basis dafür ist die Leistungsabrechnung des Arztes. Für den Versicherten bedeutet das, dass die Maßnahmen nicht gesondert eingereicht werden müssen. Die Auszahlung kann ganz einfach in der svsGO App und im Webportal mit dem Click auf den Button „Auszahlung“ erfolgen – beziehungsweise über die Kundencenter und Beratungstage. Der Vorsorgepass gilt für alle, die bei der SVS krankenversichert sind und ihre mitversicherten Angehörigen.
„Wir haben ein Budget von 50 Millionen Euro jährlich für die Bonus-Auszahlungen vorgesehen. Ziel ist, die Vorsorgemaßnahmen um 10 Prozent jährlich zu steigern“, erläutert Lehner und betont: „Wir heben damit Vorsorge auf die nächste Ebene und gehen in der Vorsorge-Transformation einen entscheidenden Schritt weiter. Wir bieten das Angebot, schaffen einen neuen, starken Anreiz und möchten so die Akzeptanz und die Nutzung erhöhen. Dazu braucht es Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Gesundheitskompetenz.“
Krebsvorsorge: Chancen auf ein gesundes Überleben erhöhen
„Die etablierten Früherkennungsuntersuchungen, wie sie im Vorsorgepass empfohlen werden, können bei diesen Krebserkrankungen die Chancen auf ein gesundes Überleben erhöhen“, erklärt der Präsident der österreichischen Krebshilfe Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda und unterstreicht die Bedeutung eines gesunden Lebensstils und weiterer Vorsorgemaßnahmen: „Noch wirksamer sind Maßnahmen, die die Entstehung einer Krebserkrankung verhindern können, wie das Vermeiden von Übergewicht durch regelmäßige Bewegung, vernünftige Ernährung sowie der Verzicht auf sämtliche Formen des Nikotinkonsums und schließlich die HPV-Impfung aller Jugendlichen bis zum 21. Lebensjahr, die kostenlos in Österreich angeboten wird und sechs Krebserkrankungen sehr wirksam verhindern kann.“
Mit Vorsorge Risikofaktoren erkennen
„Vorsorge ist mehr als die Krebsvorsorge, denn mit der Vorsorge werden Risikofaktoren rechtzeitig erkannt und idealerweise Erkrankungen, wie etwa Hypertonie, Übergewicht oder Diabetes verhindert”, sagt Dr. Edgar Wutscher, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte. Vorsorgeuntersuchungen bedeuten Zeit für den Patienten: „Das Gespräch steht bei Vorsorgeuntersuchungen im Vordergrund”, sagt Wutscher. Darin gehe es nicht nur um Risikofaktoren für Erkrankungen, sondern auch um Prävention durch Impfungen sowie natürlich die Krebsvorsorge und Suchtverhalten. „Ein umfassendes Vorsorgeprogramm kann helfen, die gesunden Lebensjahre zu erhöhen”, betont Wutscher.
Mundgesundheit in Österreich verbessern
„Gerade in der Zahnmedizin ist Prävention ein nachgewiesener Faktor, um die Anzahl der gesunden Lebensjahre der Bevölkerung sowohl im zahn- als auch im humanmedizinischen Bereich zu erhöhen. Aus diesem Grund freut es mich sehr, dass zahnmedizinische Prävention Eingang in den neuen Vorsorgepass der SVS gefunden hat und die SVS dadurch die Agenda der Österreichischen Zahnärztekammer, die Mundgesundheit in Österreich zu verbessern, unterstützt“, betont die Präsidentin der Zahnärztekammer Dr. Birgit Vetter-Scheidl.
Prävention schützt Gesundheit
„Wir Ärzte und Ärztinnen sind tagtäglich damit konfrontiert, was der Verlust an Gesundheit für Menschen bedeutet. Nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für ihr Umfeld“, sagt die leitende Ärztin der SVS Dr. Isabella Bauer-Rupp und ergänzt: „Prävention schützt Gesundheit, bevor Krankheit entsteht. Damit Prävention gelingt, braucht es neben der ärztlichen Begleitung das Bewusstsein der Menschen, für ihre eigene Gesundheit mitverantwortlich zu sein.“
Weitere Informationen:
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