• 20.05.2026, 11:00:02
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Hattmannsdorfer/Pröll: Digitale Souveränität wird zur Standort- und Sicherheitsfrage

Industriestrategie 2035 setzt auf europäische Technologiekompetenz und resilientere digitale Infrastruktur

Wien (OTS) - 

Die aktuelle A1 Business Studie 2026 zur digitalen Souveränität zeigt: Österreichs Unternehmen sind zunehmend von digitalen Technologien abhängig – gleichzeitig wächst das Bewusstsein für mehr europäische Unabhängigkeit, Datensicherheit und technologische Resilienz. Bereits 77 Prozent der Unternehmen geben an, stark oder eher abhängig von digitalen Technologien zu sein, 43 Prozent erwarten eine weitere Zunahme dieser Abhängigkeit in den kommenden zwölf Monaten.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betont die strategische Bedeutung digitaler Souveränität für den Wirtschaftsstandort:

„Digitale Souveränität wird zur entscheidenden Standortfrage Europas. Während die USA protektionistischer werden und China massiv in strategische Technologien investiert, darf Europa nicht naiv bleiben. Wer bei Cloud, Daten oder digitaler Infrastruktur vollständig von außereuropäischen Anbietern abhängig ist, riskiert Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und wirtschaftliche Handlungsfähigkeit. Deshalb braucht es jetzt mehr europäische Technologiekompetenz, resilientere digitale Infrastruktur und einen echten digitalen Binnenmarkt, der europäische Lösungen stärkt.“

Staatssekretär Alexander Pröll verweist auf die Bedeutung sicherer digitaler Infrastruktur für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft:

„Die Studie zeigt klar: Digitale Infrastruktur ist heute Teil der kritischen Infrastruktur eines Landes. Datensicherheit, Cybersecurity und vertrauenswürdige europäische Anbieter werden für Unternehmen immer wichtiger. Unser Ziel muss sein, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und digitale Sicherheit gemeinsam zu stärken – damit Österreich auch digital souverän und zukunftsfit bleibt.“

Im Rahmen der Industriestrategie 2035 setzt die Bundesregierung daher gezielt auf den Ausbau europäischer Schlüsseltechnologien, digitale Infrastruktur und mehr technologische Wertschöpfung in Europa. Ziel ist es, kritische digitale Kompetenzen, Datenverarbeitung und strategische Technologien verstärkt in Österreich und Europa zu verankern, Abhängigkeiten zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig abzusichern. Gerade bei Cloud-Infrastruktur, KI, Halbleitern, Cybersecurity und Datenräumen brauche Europa mehr eigene Kapazitäten, schnellere Verfahren und stärkere Investitionen. Dass Unternehmen wie Emmi AI bewusst auf europäische KI-Lösungen wie Mistral setzen und ihren Wachstumskurs in Europa fortführen, zeigt, dass digitale Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität auch aus Europa heraus erfolgreich möglich sind.

Laut Studie sehen 89 Prozent der Unternehmen digitale Souveränität als entscheidend für ihre Zukunftssicherheit, 68 Prozent für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig setzen immer mehr Betriebe auf europäische Anbieter, Open-Source-Lösungen und den Ausbau eigener digitaler Kompetenzen.

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